Der Metrobus – gehasst und geliebt!

Asunción: Von den nicht gesprächsbereiten Gesetzgebern der Colorado Partei mal abgesehen gibt es viele Befürworter, unter ihnen sogar Verkäufer der Märkte. Sie rechnen mit einer Umsiedlung des Markes, was die Situation von 700 Verkäufern verbessern dürfte.

Allerdings wurden in den letzten Jahren diverse Projekte vorgeschlagen die den Verkehr erleichtern sollten. Darunter auch Schienenfahrzeuge, die entweder nur elektrisch oder in Kombination mit einem Dieselmotor auch fürs Inland genutzt werden können.

Leider bleiben die ganzen umweltschonenden Alternativen ungehört und trotz eigener Fahrspur bleibt uns eine Dunstglocke ähnlich der von Santiago de Chile nicht erspart.

Während Energie im Überfluss vorhanden ist und für einen elektrischen Zug die beste Antriebsvariante in Paraguay wäre setzt die Regierung auf Diesel Kraftstoff, der täglich steigen kann und somit ein gewisses Risiko in sich birgt.

Von einer unterirdischen Schienenverbindung braucht keiner zu träumen aber überirdisch würde der Nahverkehr davon profitieren.

Gustavo López, ein Verkäufer vom Markt in San Lorenzo, erklärte, dass die Demonstration von Geschäftsleuten angeführt wurde, die noch nicht einmal mit dem Bus fahren noch wissen was der aktuelle Fahrpreis ist, weil sie nur große Geländewagen nutzen, um zur Arbeit zu kommen.

„Sie hassen den Metrobus. Diese Leute haben sich noch niemals für irgendetwas interessiert und am wenigsten für Busse. Das Thema ist politisiert und die Menschen wollen alles durcheinanderbringen, Stöcke in die Räder werfen. Wenn sie sie fragen was eine Fahrkarte kostet können sie nicht antworten, weil sie keine Ahnung von dem Thema haben. Die führen große Galerien und sind Kapitalisten, ohne sich um den Metrobus wirklich Gedanken zu machen“, urteilte López.

Die katholische Universität „Nuestra Señora de la Asunción“ und das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation rief eine öffentliche Debatte ein die am 06. Dezember 2011 um 18.30 Uhr in der Aula „Magna“ der UCA stattfindet. Das treffen lädt Benutzer, Personenbeförderer, Parlamentarier, und Minister ein, um über das Projekt zu diskutieren. Geleitet wird das Forum vom Projektleiter Ing. José Tomás Rivarola.

(Wochenblatt / MOPC)

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4 Kommentare zu “Der Metrobus – gehasst und geliebt!

  1. Dass die Colorados dagegen sind, ist klar.
    60 Jahre haben sie ein Abzock- und Kassier-Regime errichtet und verfeinert.
    Die Buslinien gehören verdienten Partei-Mitgliedern. Da wird nie was repariert. Und wenn die „Busfahrer streiken“ so sind es natürlich die Eigentümer die mal wieder ein paar Millionen Dollar mehr haben wollen. Und der Senat beschließt dann einen Zuschuss für Diesel. Die Fahrer selbst haben noch nie gestreikt. Immer nur (bezahlt) im Auftrag der Colorado-Eigentümer.
    Auch diesen Korruptions-Topf versucht Lugo nun aufzubrechen.
    Obs ihm gelingt?
    Wer hat wohl die Brücke an der Argentina falsch gebaut, so dass die Metro-Busse da nicht fahren können?
    Ob diese Busse tatsächlich was wert sind? Auf jeden Fall wird den Colorados damit eine der vielen Geldquellen zugedreht.

  2. Also irgendein helles Köpfchen hat das glaube ich schon einmal erwähnt und dieses grandiose Bild hier erinnert mich wieder an diesen Kommentar. Man stelle sich jetzt nun bitte vor, man kommt nach San Lorenzo (2 Spuren rein, 2 raus), gut, ne dritte kann man immer mal zwischenzeitlich aufmachen und es geht sogar noch rechts und links ein Motorad vorbei – das ist aber schon für Fortgeschrittene hier. Ich betrachte immer und immer wieder dieses wunderschöne Bild. Ich sehe da (von links nach rechts), einen wunderschönen breiten Gehweg, 3 Spuren rein (1x davon links Abbieger) eine schöne Metrobusspur rein, ein schickes breites Metrobusterminal, eine Metrobusspur raus, 2 Fahrspuren raus und wiederum den selben schönen Gehweg. Das Boulevard zum flanieren, Schaufenster gucken etc… Kann mir bitte bitte mal irgendwer erklären, wo der Platz dafür ist????

  3. den Fortschritt kann man nicht lange blockieren,
    sonst wuerde man noch heute mit der Postkutsche fahren.
    Und der Streit um die Finanzierung ist sicher auch nur
    ein Vorwand. Die Politiker, die ein eigenes Busunternehmen haben, sehen ihren Gewinn den Bach runter gehen.
    Das zeigt schon die Forderung, von 42 Millionen US$
    die man von der Regierung fordert, wen der Plan in die Tat
    umgesetzt wird. Diese Herren hatten Zeit genug, um ihre Flotte zu Modernisieren . Aber jetzt wo es ans Eingemachte
    geht, Schreit man um Hilfe

    1. Das es dabei mal wieder ums Geld geht , ist und war doch jedem klar !! Ob der Metrobus fuer hier geeignet ist , muss sich erst noch zeigen !! Das er evtl. Verkehrstechnisch eine Loesung fuer einige Probleme sein kann , OK !! Aber ob das sich im Endeffekt wirtschaftlich rechnet ?? Selbst in Curitiba , von wo das DING ,kopiert werden soll, und wo es schon viele Jahre faehrt , ist dies Transportmittel absolut nicht wirtschaftlich , und muss dort von Stadt und Land(Parana) mit hohen Summen subventioniert werden !! Was dann auch wieder alle tragen , selbst der Gelaendewagen fahrende Galleriebesitzer !! Sofern er dann Steuern zahlt !! 🙂

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