Der Nebel bei den Eisens verdichtet sich

Mayor Otaño: Das mysteriöse Vorgehen bei der Familie Eisen ist immer noch nicht ganz klar. Zumindest scheinen auch politische Faktoren eine Rolle zu spielen. Wer gegen Vertraute des Präsidenten kämpft, hat einen schweren Stand.

Francisco Javier Rolón ist Zigarettenhändler einer Tabakfabrik in Itapúa. In dem Departement liegt auch das Grundstück der Familie Eisen. Er hat angeblich die Unterstützung von José Ortiz, einem engen Vertrauten von Horacio Cartes.

Rolón ist Distributor von Tabacalera del Este SA. Er ist dort seit mehr als 10 Jahren für den Vertrieb an der Grenze zu Argentinien zuständig. Rolón gab an, er hätte Nivaldo Ourikes Kersting und Geovani Luiz Tonel eine Million US Dollar geliehen zu haben, die dafür das Getreide der Familie Eisen als Garantie angeboten haben.

Vilma Eisen fragt sich, wieso sein Getreide als Pfand für Fremde ausgeben worden wäre?

„Das ist mir egal. Ich will mein Geld wieder zurückhaben, und das muss der Erlös der Ernte sein“, sagte Rolón.

Die Familie Eisen braucht aber ihre Getreideproduktion selbst. „Wir haben selbst Darlehen aufgenommen, damit Soja, Weizen und andere Sorten angebaut werden können. Jetzt wird gesagt, dass die Agrarprodukte eine Garantie für Leute sein sollen, mit denen wir nichts zu tun haben“, sagte Vilmar Eisen.

Um das Vorhaben von Rolón nicht zu gefährden, wurde das Grundstück der Eisens am 2. Dezember durch bewaffnete Personen besetzt. Die Staatsanwaltschaft von Mayor Otaño bestätigte, dass “Rolón als erstes Ortiz anruft, wenn er im Büro Platz nimmt. Wir alle wissen das Ortiz Cartes ganz nahe steht“.

Nun wurde das Gericht in Ciudad del Este eingeschaltet, das gegen die angeblichen Vergehen vorgehen soll.

Quelle: ABC Color

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6 Kommentare zu “Der Nebel bei den Eisens verdichtet sich

  1. Ein Punkt des Artikels stimmt mich nachdenklich: weshalb muss man als landwirt Kredite aufnehmen, um produzieren zu können, haben denn Landwirte keine Ersparnisse,Rücklagen? Bei den Zinsen hier kann man dann ja nichts mehr verdienen, läuft da denn nicht was falsch???

    1. Ich nehme an, dass es damit zu tun hat, das die meisten Menschen hier in Paraguay einfach nichts haben. Viele haben nicht einmal eine Taschenlampe, ein Geschirr für ihr Haustier etc. Ja, ich weiß, es gibt auch viele die genug Plata haben. Dennoch habe auch ich Augen im Kopf und sehe wie die Menschen in meinem Viertel/PY-Bekanntenkreis leben: von der Hand in den Mund, sie (über-)leben. Viele erzählen mir von Hausverbesserung oder Geschäftseröffnung. Nur, ihr Problem liegt erst einmal, wie sie diesen Monat Strom und Wasser bezahlen, damit es nicht abgeschaltet wird und einen Kredit bekommen sie eh nicht (mehr, weil sie im Inforcomf (Inkasso-Register) eingetragen sind).
      Vom Gringo feo (=ich, früher mal demasiado de calidad) wissen sie bereits, dass er nix gibt oder ausleiht (prestar), da man zum Ausgeliehenen „auf wiedersehen“ sagen darf.
      So kommt es, das manche „Geschäfte“ 2-3 Artikel an Lager haben, man aber gegen eine Entrega (Anzahlung) den gewünschten Artikel beschaffen werde.
      Aber es stimmt, hier in PY eine Kredit aufzunehmen grenzt an selbstverschuldetem Bankrott, denn die Zinsen sind ganz schön Wucher.

    2. Bis auf einige Ausnahmen , werden alle Pflanzungen von den Cooperativen ,
      oder den Firmen vorfinanziert !!
      Das einer aus der eigenen Tasche eine Kanpagne finanziert , selbst wenn
      er die Barmittel hat , kommt nicht vor !!

  2. Luegen ueber Luegen, das kennt man ja. Da niemand der Familie Eisen helfen will, muss die Familie Eisen sich wohl selber helfen. Das grosse Problem der Eisens ist die Zeit. Die Ernte muss eingebracht werden. Davon werden dann ihre Kredite bezahlt die sie aufnehmen mussten. Wenn sie das nicht koennen haben sie Schulden ueber Schulden. Auch eine Art den Leuten das Land weg zunehmen. Die paar Figuren die das Land besetzen sind doch gar kein Problem. Das Problem wird sein von dem Rolon den Schaden ersaetzt zu kriegen den er da anrichtet. Wer Wind saet wird Sturm ernten. Oder Auge um Auge, Zahn um Zahn. Also, ich werde dahin fahren und meinen schaerfsten Hund mit nehmen.

  3. Ich habe den Mister xxxx Geld geliehen und nun will ich mein Geld zurück ,aber bis dahin halte ich die Ernte fest . Wo hat den dieser Mafiosi soviel Geld her und vor allen Dingen wo sind Verträge oder beglaubigte Papiere. Denke die Familie sollte das selbst in die Hand nehmen und den Staat Paraguay in Amerika verklagen. Geht ganz einfach.Jeder kann eine Forderung in Nord Amerika eintragen .das geht so Man meldet sich im UCC Register an wartet auf das Schreiben das man Eingetragen ist und stellt dann seine Forderung an den Schuldner.Das schöne ist es sind Amerikanische Gerichte dann zuständig und die kennen keinen Spaß mit solchen Schuldnern. Also diesen Rolon dort mit einer Forderung belegen für nicht bezahltes Getreide und schon geht die Post ab.Paraguay mit 2 Millionen Schadens Ersatz eintragen lassen und weiter geht die Post.

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