Der “Schrei“ nach Regen im Chaco

Filadelfia: Während andere Regionen in Paraguay mit Regenfällen begünstigt wurden schaut es im zentralen Chaco ganz anders aus. Der “Schrei“ nach Niederschlägen wird immer lauter.

Es gibt in vielen Gegenden im Chaco immer noch eine zyklische Dürre, an einigen Stellen kommt es zu einer Erholung. Vor allem trifft aber der Wassermangel alle Haushalte.

Einige Häuser verfügen über Zisternen oder anderen Vorratsspeichern für Trinkwasser. Jedoch sind diese genauso auf Regen angewiesen. Viele Bewohner müssen die lebenswichtige Flüssigkeit von Unternehmen kaufen. Sie wird durch artesische Brunnen gewonnen.

Gegenwärtig kostet ein Liter Trinkwasser und jeder weitere 36 Guaranies. Ein vierköpfiger Haushalt benötigt rund 5.000 Liter Wasser in einer Woche. Somit fallen Kosten in Höhe von etwa 200.000 Guaranies an.

Für die Indigenen stellen die lokalen Gemeindeverwaltungen Trinkwasser kostenlos zur Verfügung. Jedoch müssen der Kauf und Transport auf Kosten des Haushaltsbudgets der Kommunen erfolgen.

Auf dem Land sind die Weiden gelb gefärbt und vertrocknet, ohne Nährstoffe. Der Johannisbrotbaum ist grün und die Schoten dienen den Tieren als Nahrung. Einige Indigene haben auch schon begonnen diese Schoten zu sammeln.

Ein Aquädukt, das die Probleme im Sektor Wasser lösen könnte, ist seit fünf Jahren im Bau. Es gibt nur geringe Fortschritte.

Zwei neuen Entsalzungsanlagen vom Nationalen Notfallsekretariat SEN, die unter der Regierungszeit von Fernando Lugo gebaut wurden, produzieren keinen Tropfen Wasser.

Deshalb gehen die Bewohner im Chaco so vor, wie sie es schon immer taten. Wasser sammeln oder mit lokal erprobten Technologien ohne Hilfe Dritter produzieren und weiter auf Regen warten.

Wochenblatt / ABC Color

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