Der Speiseölschmuggel dem keiner Einhalt gebietet

Nanawa / Asunción: An der argentinisch-paraguayischen Grenze arbeitet ein Netz aus Schmugglern, welches täglich tausende Liter subventioniertes Sonnenblumenöl aus Argentinien auf den paraguayischen Markt bringt, vorzugsweise der Mercado 4 und Abasto.

Der paraguayische Geschäftsmann Lorenzo Pujol, seit 30 Jahren im Ölgeschäft sagt, „dass diese Regierung alles nach Paraguay kommen lässt und keiner sie aufhält“. Von seinen ehemals 40 Angestellten bleiben ihm noch 7, wegen geringer Nachfrage. Fast 70% des verbrauchten Speiseöls in Asunción und Umgebung kommt aus Argentinien.

In der Stadt Nanawa, Ex Puerto Elsa und in der Nähe arbeiten die Ölgeschäftsmänner die das Produkt aus Argentinien bringen, vor den Augen der Reporter ihre Schmiergelder zahlen und freundschaftlich die Grenze passieren. Das Produkt wird täglich in 20 bis 30 Busladungen auf die Märkte gefahren, Busladungen die keine Fahrgäste aufnehmen können weil sie schon voll sind. Abnehmer gibt es reichlich bei einem Preis von rund 50% unter dem in Paraguay. Sechs 3 Liter Flaschen des Sonnenblumenöls bekommt man schon ab 110.000 Guaranies zu kaufen, der Liter für etwas mehr als 6.000 Guaranies. Sojaöl in jedem paraguayischen Supermarkt kostet mehr pro Liter.

So ziemlich alle staatlichen Kontrollorgane an der Grenze verdienen an dem Geschäft, was anscheinend täglich zu wachsen scheint. Obwohl damit die nationalen Haushalte etwas entlastet werden schadet es auch der nationalen Produktion, und somit vielen Arbeitnehmern.

(Wochenblatt / Telefuturo)

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7 Kommentare zu “Der Speiseölschmuggel dem keiner Einhalt gebietet

    1. @Christian

      stimmt, war von mir blöde ausgedrückt. Ich hätte schreiben müssen, dass die Ölmühlen bzw. die Industrie die das Öl herstellt, abfüllt und dann auf dem Markt bringt, subventioniert wird. Kannst Du mir noch mal verzeihen? 😉

  1. Wieso produziert Paraguay so viel teurer als Argentinien?

    Die Löhne in Argentinien sind jedenfalls höher als in Paraguay, ebenso die Steuern – sollte da nicht eigentlich das PY Produkt billiger sein?

    1. Die Erklärung steht doch gleich am Anfang des Artikels.

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      „…….welches täglich tausende Liter subventioniertes Sonnenblumenöl aus Argentinien auf den paraguayischen Markt bringt,
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      Argentinien subventioniert das Öl, das heißt im Klartext, der Bauer bekommt vom Staat Geld für sein Öl. Also kann dieses Öl billiger als in Paraguay verkauft werden.

        1. Nicht nur dem, vor allem die paraguayische Landwirtschaft und Industrie. Die bleiben nämlich auf ihre Produkte sitzen. Das heißt dann im Umkehrschluss, es wird Personal entlassen.

          Irgendwie verstehe ich die hiesige Industrie so wieso nicht. Altmetall wird nach Brasilien verkauft, weil die bessere Preise zahlen und die hiesige Industrie, die das Altmetall dringend benötigt, kauft es dann wiederum in Brasilien ein. Wenn die Idioten, gelinde ausgedrückt, hier bessere Preise bezahlen würden, bräuchte das Zeug nicht hin und her kutschiert werden und die würden damit eine Menge Geld sparen…..

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