Der Tod folgte auf den Fersen

Pedro Juan Caballero: Die Not und der Einfallsreichtum sind zusammen gefährlich, diesmal nicht nur für den Stromversorger des Landes (Ande), sondern auch für die Kabeldiebe. Insgesamt vier Personen, die sich ihren Lebensunterhalt mit dem Stehlen von Stromkabeln verdienen, verloren gestern ihr Leben.

Laut Aussage des Ande Vorsitzenden, Carlos Heisele, hat der staatliche Konzern nicht nur eine Statistik über gestohlene Kabel sondern auch über Todesopfer beim Entwenden, was sehr traurig ist.

Der hohe Kupferpreis sowie Leichtigkeit gepaart mit fehlendem Unrechtsbewusstsein sorgte in den regnerischen Tagen für das verfrühte Ableben.

Aber nicht nur im Nordosten des Landes werden Kabel gestohlen. Selbst an der Küstenstraße von Encarnación, anscheinend vor den Augen von Touristen, wurden in der letzten Saison insgesamt 5 km Kabel entwendet.

(Wochenblatt / Hoy)

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8 Kommentare zu “Der Tod folgte auf den Fersen

  1. „…gepaart mit fehlendem Unrechtsbewußtsein“

    genau DAS bringt es auf den Punkt !

    Es wird alles gestohlen, auch wenn es angeschraubt ist, nach dem Motto : Die sind ja sooooo reich, denen macht das doch nichts aus !

    Ande ist absolut unfähig, ihre Interessen zu schützen.

    Und man denke immer daran, daß gut ein Drittel der Stromkonsumenten die verbrauchte Elektrizität nicht bezahlt.
    Lieber erhöht man den ehrlichen Kunden den Strompreis um 40%, als endlich den Schmarotzern einen Stromzähler einzubauen.

  2. Nee nee Leute ,
    die ANDE kann nicht ihr gesammtes Netz bewachen.
    Das wird nicht in Deutschland oder sonstwo auf der Welt gemacht.
    Hier ist sind die paraguayischen Ordnungsbehörden
    und die paraguayische JUSTIZ gefragt. Hier muss mit drakonischen Strafen gearbeitet werden.
    Nein nicht mit Knast, hier muss ein Strafarbeitsdienst zu gunsten der ANDE her !!! Leitungen frei schneiden wäre da schon mal eine Möglichkeit.
    Denn Personen die so etwas machen haben zumeist Furcht vor Arbeit.

  3. Seit wann wird denn die Hochspannung mit Kupfer betrieben. Bei uns haben alle Hochspannungsleitungen Aluminiumkabel. Anders sieht das nur bei den 220 V Leitungen aus. Die gehen dann direkt vom Trafo an der Hochspannung zum Verbraucher. Der wohnt aber nicht weit weg. Wenn der dabei aber wegschaut -fehlendes Unrechtsbewusstsein-, gepaart mit Lethargie, dann ist er zuerst einmal selbst schuld. Zumal er die Leute bestimmt kennt.

  4. Man sollte die Leitungen erst stromlos machen, wenn man sie abbauen moechte.
    Die Obereitungen sind aus Alu und bei den Hochspannungsleitungen ist z.T. ein Stahlseil eingearbeitet, damit man diese ausreichend spannen kann.

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