Der verzweifelte Kampf einer Familie um ihre Estancia im Chaco

Fuerte Olimpo: Seit 1962 war die Familie Garcete im Chaco ansässig. Jedoch erlangte der Fall traurige Berühmtheit, als Óscar Gonzales Daher seine Finger nach der Estancia ausstreckte. Jetzt keimt Hoffnung bei den Betroffenen auf.

Unter den zahlreichen Ungerechtigkeiten, die in Paraguay geschehen, weil das Justizsystem kaum für Recht sorgt, sticht der Fall der Familie Garcete im Departement Alto Paraguay hervor. Sie wurde ihres Landes beraubt und es könnte zurückgewonnen werden. In den Fall soll der Senator Óscar González Daher verwickelt sein, der heute angeklagt, inhaftiert und wegen Geldwäsche und unerlaubter Bereicherung beschuldigt wird.

Die Estancia der Familie Garcete, 12.000 ha groß, liegt in einem Gebiet, das Korochire genannt wird, im Bezirks Fuerte Olimpo. Im Jahr 1962 war die Welt noch in Ordnung, als Garcete mit der Rinderzucht begann. 2011 erschienen Brasilianer und behaupteten, der Besitz gehöre ihnen. Ein Komplott, geschmiedet von der Notarin und Ehefrau Dahers, Nélida Chavez de González und der Anwältin Beatriz Chaves begann das Leben der Garcetes zur Hölle zu machen.

Die Justiz begünstigt in erster Linie die Garcete Familie, aber in der zweiten und dritten Instanz, mit politischer Einflussnahme wohl durch Daher, fiel das Urteil zugunsten der Brasilianer aus.

Wegen der Weigerung, diese Ungerechtigkeit zu akzeptieren, wurden Alicia Garcete, ihr Ehemann und ihr Sohn, auf Anordnung des Staatsanwalts Celso Morales, verhaftet und in das Gefängnis von Concepción überstellt. Ein Richter verbot der Familie, sich ihrem Land zu nähern. Mehr als 1.700 Rinder und andere Güter gingen verloren.

Nach 5 Jahren hartem Kampf vor Gericht kehrte die bescheidene Familie zusammen mit dem Staatsanwalt Eduardo Cazenave und einem großen Polizeiaufgebot nach Korochire zurück. Sie fanden sechs Rinder, alle mit den Marken der Familie Garcete, bereit für den Verkauf, vor.

Die Beweise werden nun der Judikative übergeben, damit ein mutiger Magistrat das Unrecht, das gegen die Familie Garcete begangen wurde, wiedergutmachen und die sofortige Freigabe all ihrer Vermögenswerte in die Wege leiten kann.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Der verzweifelte Kampf einer Familie um ihre Estancia im Chaco

  1. Wie viele gleichartiger Fälle mag es wohl im Lande geben über die nicht berichtet werden? Weil sich die zu Unrecht Beschuldigten nicht getrauen an die Öffentlichkeit zu gehen, oder weil sie Angst um Leben und Gesundheit haben, oder weil sie hoffen alles wird doch noch gut gehen. Es wäre an der Zeit, daß ALLE FÄLLE dieser Art von Unrecht aus der Vergangenheit und in der Gegenwart statistisch erfaßt würden. Doch vermutlich wird man das zu verhindern wissen, weil zu viele Amigos davon betroffen sein könnten.

  2. Viel Erfolg und Glück der Familie!
    Sie mussten u.a. 400 Millionen Guaranies an einen Minister des Obersten Gerichtshofes zahlen, damit dieser gegen diese krasse Ungerechtigkeit was tut.
    http://www.abc.com.py/edicion-impresa/politica/afirma-que-le-entrego-en-su-casa-a-bajac-g-400-millones-1734193.html

    Was für megakorrupte Schweine. Allein schon dafür müsste man Gonzalez Daher vor den Augen seiner Sippe öffentlich hinrichten. ABC-Reporter deckten übrigens auf, dass G.D. in seiner Luxuszelle weiterhin ungehindert mit seinem Telefon Geschäfte machen darf.

  3. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    So gehts ungefaehr auch in der Mediation der ACOMEPA de mennoniten zu. Unfassbare Korruption und Klientelismus (Trafico de poderes). Ich selber hab ungefaehr 1.5 milliarden Gs verloren durch die Mediation. Und die Schweine sitzen noch alle zusammen in der Kirche und sind teilweise Pastoren und zocken anderswo bei Kooperative oder ASCIM (mennonitische Indianerhilfe). Solche Diebereien gehen normalerweise nicht ohne die Hilfe der jeweiligen Kooperative, Gemeinde und Gesellschaft ab wo die Schweinsohren dann ihre Kumpels, Verwandten und Freunde plaziert haben. So laeuft es mittlerweile standarmaessig auch in den mennonitischen Kooperativen.

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