Der Wolf im Schafspelz

Asunción: Wie noch zu Zeiten, als Cartes Präsident war, um womöglich Dario Messer vor Aktionen zu warnen, versucht man nun wieder jemand in die Messer-Kommission einzuschleusen.

Die Kommission “Messer“, die weitere Finanzverbrechen des Cartes Bruders untersuchen will, besteht ausschließlich aus Mitgliedern der Opposition. Dies garantiert eine Investigation, die nicht schon endet bevor sie begonnen hat. Anscheinend hat Ex-Präsident ein großes Interesse diese Untersuchung wieder einzustellen, denn in seinem kleinen aber vorhandenem Flügel versucht man Senator Sergio Godoy (ANR) einzuschleusen, nachdem Fernando Silva Facetti (PLRA) erklärte, seinen Platz räumen zu wollen.

Die Abgeordnete Celeste Amarilla (PLRA), Vizepräsidentin der zwei Kammern Kommission erklärte, dass man Angst habe, dass Godoy als Spion eingeschleust werde und Informationen an Cartes und Messer weitergibt.

Dario Messer, ein jüdischer Freund des Ex-Staatschefs, gilt als einer der größten Geldwäscher der Region. Kurz bevor im vergangenen Mai der internationale Haftbefehl gegen ihn erlassen wurde, floh er mit unbekanntem Ziel. Er gilt als Leitfigur des brasilianischen Lava Jato Skandals.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu “Der Wolf im Schafspelz

  1. Simplicus-Manni

    Das ist doch klar – Rücktritt des Abgeordneten Facetti und dafür den Abgeordneten Godoy eintauschen. Eine typische Rochade – Geld macht alles möglich. Hoffentlich scheitert dieser durchsichtige Coup!

  2. Offensichtlich ist auch die Opposition käuflich. Dennoch ist das Unterfangen idiotisch geplant. Der Kauf des Oppositionspolitikers als Informant hätte völlig gereicht. Allerdings wäre hier das gegenseitige Vertrauen der Korruptis erforderlich. Aber wie kann man einem Korrupti vertrauen?

    1. Simplicus-Manni

      Da hier scheinbar fast alle korrupt sind, kann man niemand vertrauen! Ohne Vertrauen aber, funktioniert außer Korruption nichts und es gibt keine vernünftige Basis für NICHTS!