Der Ypacaraí-See braucht keine falschen Versprechungen mehr

Ypacaraí: Mehr noch als eine Millionen-teure Ringkanalisation brauchen die Anrainer des Sees Menschen die umweltverantwortlich handeln. Was nützt die Kanalisation wenn keiner sie benutzt?

Ähnlich wie in Asunción und anderen Städten des Landes sind private Abwassergruben das was für die Fäkalien hergenommen wird. Nur 20% der Abwässer, die im See landen stammen von Industrien, der Rest sind Abwässer aus Privathaushalten.

Die neue Regierung will mit dem Umweltministerium und dem Ministerium für öffentliche Bauten die Pläne für eine Ringkanalisierung reaktivieren, wovon 21 Distrikte betroffen sind. Mittel zur Finanzierung sind selbstredend nicht vorhanden. Doch an Angeboten aus Deutschland, Österreich und Schweiz haperte es zu keinem Zeitpunkt. Doch niemals, so schien es, wollte jemand ohne eine private gezahlte Durchreichgebühr etwas in Angriff nehmen. Demnach, und weil das Interesse an dem Thema nicht ständig hoch ist, gab es keinen all zu hohen Bedarf an einer Lösung.

Mehr als das Geld in der Tasche eines Politikers braucht es Menschen die sich bewusst sind, dass ihr umweltfeindliches Handeln direkten Einfluss auf die Wasserqualität hat.

Von Seiten des MOPC wurde bekannt gegeben, dass nächste Woche der Bau einer Kanalisation in Areguá begonnen wird. Dieser soll 7 Millionen US-Dollar kosten und von der Interamerikanischen Entwicklungsbank vorfinanziert werden. Doch dann ist erst einer von 21 Distrikten mit Kanalisation ausgestattet.

Wochenblatt / Abc Color

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10 Kommentare zu “Der Ypacaraí-See braucht keine falschen Versprechungen mehr

  1. Und wo bleibt das Klärwerk für die Kanalisation? Oder geht die Scheiße weiter ungeklärt, lediglich zentralisiert in den See?
    Dann ist eine Mehrkammerklärgrube die bessere Lösung.

  2. Das Foto ist ja nun schon einige Jahre alt, der See ist nicht gruen und die Leute baden da drin. Ist noch keiner gestorben. Macht den Lago nicht schlechter als er ist, er ist seit Jahrzehnten so

  3. SanBer hat ja auch eine Kanalidation. Die endet als Dreikammersystem hinter dem Abfluss des Sees. Habe es mir mal angesehen, im drittem Teich gibt es sogar lebende Fische. Die 3 großen Becken sind über google earth gut zu sehen.

  4. Ich bin Duisburger und in Duisburg mündet die Emscher in den Rhein. Die Emscher war einmal die schlimmste Kloake der Welt. Innerhalb von zehn Jahren wurde diese Kloake sauber. Heute kann man sogar das Wasser aus der Emscher trinken. Ich war selbst im Wasserversorgungsverband und im Verwaltungsrat als Politiker tätig. Ich kenne bis heute die Leistungsträger und könnte Kontakte schaffen.

  5. Auch wenn ein Aleman de M. sowas kann, lass mal lieber sein, die Buen Educados können das noch viel besser, eine Kanalisation zu bauen, ähnlich derer der Straßen, die auch das Mondfahrzeug auf dem Mond hinterlassen hat und ähnlich sonstiger Bauten, die einem Erdbeben von max. 0,9 auf der Richterskala stand halten.
    Am besten wird das Ganze von der Weltbank vorfinanziert, aus dem Rest von 71% an Aufwendungen für Löhne von über 300.000 Beatemten wird das wohl kaum finanzierbar sein. Und das Ganze auch von Ausländern bauen lässt, selbst somalische Ingenerios haben bestimmt wenigstens die 7 bis 11 Uhr Pflichtgrundschule abgeschlossen, um sich Ingenerio zu schimpfen.
    Denn selbst finanziert würde ja auch bedeuten, dass man dem ganzen unnötigen Mist auch noch sorgen tragen müsste.
    Aber leben trotzdem alle glücklich hier in ihrem Abfall, denn man täglich einmal anzündet, um den Kindern zu zeigen, was man auf dem Kasten hat. Obwohl, Streichhölzer schon ganz schon in die Plata gehen kann. Trotzdem reicht’s noch für Klima, Bier, Schrottauto, Smartphone, 5 Mio. Watt P.M.P.O Ghettoblaster und Sat-Abo. Und ein paar Kekste und Yogur für die fünfzehn Erzeugungen.

      1. Hatte wohl deine Kommentare über 300 Tage brennende Müllhalden-Gestank übersehen, sonst wäre ich nach Afrika, dort soll es ja auch 300 Tage Sonnenschein geben. Aber bei dir war es wohl die richtige Entscheidung. Nach 300 Tage brennende Müllhalden-Gestank zu ziehen. Und offenbar hat das Geld dazu auch gereicht.

  6. Vermeindung und Sediment mit Saugbaggern rausholen + 7 Jahre = Badesee

    Jetzt ists noch ne gefährliche Brühe.
    Und das keiner dran gestorben sein soll, glaub ich nicht, man kann nur nicht nachweisen woher manche Krankheiten kommen.

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