Des einen Freud, des anderen Leid

Asunción: Während sich alle Staatsangestellten und Beamten freuen dürfen kommt bei anderen Trübsal auf. Nicht jeder bekommt als Arbeitnehmer Weihnachtsgeld oder sonstige Bonuszahlungen überwiesen.

Das Finanzministerium zahlte bereits die 13. Monatsgehälter und weitere Gratifikationen an die Beamten aus. Insgesamt sind dafür Gelder in Höhe von 480,4 Millionen US Dollar eingeplant. Morgen sind die Rentner, Chaco-Veteranen und weitere Begünstigte im Rahmen des sozialen Programms für ältere Erwachsene an der Reihe.

Erstaunlicherweise erhalten den Bonus Rentner und Veteranen ebenfalls in einer Höhe von 100%. Dieser beläuft sich bei den ehemaligen Militärangehörigen im Chaco Krieg auf 1,813 Millionen Guaranies. Bis zu 27. Dezember sollen die Zahlungen abgeschlossen sein.

Im Gegenzug beklagen Hausangestellte im informellen Bereich das Fehlen eines 13. Monatsgehaltes. Dies betrifft ebenfalls alle “Tagelöhner“ in der Feldarbeit und weitere saisonal Beschäftigte.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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7 Kommentare zu “Des einen Freud, des anderen Leid

  1. In den Palästen der Paraguayschen Regierung arbeiten aber auch Leute, die alle drei Monate einen Bonus-Monatslohn erhalten, als Motivation, dass sie auch bei Regenwetter zur Arbeit erscheinen. Deshalb ist es falsch von einem 13. Monatslohn zu sprechen. Richtig wäre 16. Monatslohn.

  2. Erstens ist die Bezahlung eines Aguinaldos pflicht und zweitens müssen Hausangestellte versichert werden. Tut dies jemand nicht, macht er sich strafbar und wird früher oder später mit dem Arbeitsministerium bekanntschaft machen. Und darauf kann sich jeder freuen.

  3. @Roland
    die meisten Arbeitnehmer in Deutschland bekommen schon seit vielen Jahren keinen Aguinaldo mehr.
    Wie nennst du also die deutschen Arbeitgeber?

    Ich kenne keinen einzigen Ausländer, der seinen Angestellten den Aguinaldo nicht bezahlt.
    Aber sehr viele paraguayische Arbeitgeber, die es nicht tun. Wer sich darüber beschwert fliegt raus.
    Da trauen sich die Angestellten nicht, ihren paraguayischen Chef zu verklagen.
    Bei einem Ausländer tun sie es. Denn da bekommen sie Recht.

    1. Du hast vollkommen Recht, in D ist das 13.Gehalt,Urlaubsgeld,Weihnachtsgeld für viele Arbeitnehmer ein Fremdwort.
      Selbst der Mindestlohn wird bei mehr als 1000000.Menschen nicht eingehalten.
      Man muss auch die Paraguayer verstehen, der paraguayische Chef hat viele Freunde.Verklagen gibt Ärger mit bösen Buben !
      Der deutsche Chef hat oft nur eine große Klappe, keine/wenig Freunde.Leichte Beute!

  4. Der ExArbeiter oder die ExArbeiterin darf auch ruhig zum Palacio des Ministeriums de Trabajo gehen, laufen, schwimmen.
    Dort wird eine „Abogada“ ihm auch eine Vorladung für dich aushändigen (das ist wie bei der Polizei, dort kannst irgendwas angeben, wird aufgeschrieben und nicht geprüft). Dann eine zweite, weil nicht hin gefahren bist. Dann eine dritte (vorher passiert überhaupt nichts, also ruhig die dritte Vorladung abwarten, eventuell hat der/die ExArbeiter(in) gar keine Lust 3x dahin zu laufen). Dann sagst deinem(r) ExArbeiter(in) dass du seine RUC-Nummer (Steuerernummer) für deine Abogada brauchst. Dann wird er/sie plötzlich ganz still (wer für dich arbeitet muss auch eine RUC-Nummer haben, theoretisch).

    1. Das geht natürlich auch, nur die meisten haben Angst in der Hose,das es in die Hose geht!
      Das ist in D nichts anders,die meisten Arbeitgeber setzen da rauf das der Kollege nicht zum Anwalt oder Arbeitsgericht geht.
      Obwohl Arbeitsgericht1.Termin frei ist!

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