Des einen Freud, des anderen Leid

Nanawa: Die Hitze macht allen zu schaffen. Empfohlen wird von Mediziner viel Wasser zu trinken. Das mag richtig sein, wenn aber keines aus dem Hahn kommt machen dafür andere ein erfolgreiches Geschäft.

Die Verantwortlichen, egal ob privat oder von staatlicher Seite, gehen fahrlässig mit der Trinkwasserversorgung um. In vielen Teilen Paraguays gibt es einen massiven Mangel der lebenswichtigen Flüssigkeit. In Nanawa verkauft ein Unternehmen nun mehr als 100 Behälter mit jeweils 20 Liter pro Tag.

„Wir merken einen deutlichen Anstieg bei der Abfüllproduktion. Das begann schon vor einigen Wochen, nun aber ist eine sehr hohe Nachfrage vorhanden. Es gibt immer wieder Probleme bei der Trinkwasserversorgung. Die Zeiten haben sich aber verändert. Nun kaufen die Leute ebenfalls Mineralwasser, weil sie der Qualität der Flüssigkeit aus der Leitung nicht mehr vertrauen“, sagte Juan Cabrera, Mitarbeiter in der Abfüllanlage des Unternehmens in Nanawa. Er fügte an, etwa noch weitere acht Firmen würden allein nur Mineralwasser in der Gegend ausliefern.

Die Preise für eine Halbliterflasche liegen bei rund 3.000 Guaranies, der 20 Liter Behälter kostet 13.000 Gs.

„Ich kaufe immer 20 Liter, aber nur zum trinken. Manchmal gibt es tagelang kein Wasser, oder die Gemeinde schickt einen Tankwagen, aber die Qualität ist dann extrem schlecht“, erklärte Sebastiana Gimenez, Einwohnerin von Nanawa.

Nach Angaben der Überwachungsbehörde des Gesundheitsdienstes (Erssan) seien bei 76 Trinkwasserversorgern 2016 schlechte Wasserqualität oder Probleme bei den Tarifen festgestellt. Die meisten Verstöße gab es im Departement Central; Luque, San Bernardino, San Lorenzo und Capiatá waren betroffen.

1.797.320 Menschen trinken unbehandeltes Wasser in Paraguay, somit können sich 35% der Bevölkerung mit Krankheiten infizieren.

Quelle: Ultima Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

6 Kommentare zu “Des einen Freud, des anderen Leid

  1. So ein Artikel im wasserreichsten Land der Welt? Dies ist tatsächlich ein dramatisches Armutszeugniss, wenigstens da sollte der Staat seine Gelder mal sinnvoll einsetzen?
    Wenn ich hier Präsi werden wollte, brauch ich mir nur solch ein einfaches Thema auf die Wahlkampfagenda zu schreiben.?

    1. Die gleiche Idee hatte auch der amtierende Praesident vor seiner Wahl 2013… neue 500V Leitungen von Ande, Metrobusse, Eisenbahnen usw. das einzige wo bis heute (vermutlich) erstellt wurde ist eine private Eisenbahn fuer den Praesidenten… eine Maerklin Spur 0!
      Also vergessen wir das Noergeln und geniessen die Wasser-, Elektrizitaets- Eisenbahn., MetrobusLOSE Zeit

  2. Kann mal jemand wenigstens 5 vernünftige Beispiele aufführen, wo und was in Paraguay wirklich funktioniert? Wenn sich in Paraguay schon lange lebende DACHLER, die auch in diesem Land teilweise sehr viel investiert haben und Paraguayern Lohn & Brot geben unzumutbare Zustände zu kritisieren, dann kommen „liebe Landsleute“ und beklagen das als Ungehörigkeit gegenüber Land und Leuten. Ja, noch schlimmer, sie „empfehlen“ einem allen ernstes doch wieder in die alte Heimat zurück zu fliegen wenn es einem hier nicht gefällt. Haben wir nur Pflichten zum bezahlen und zum schweigen – ansonsten sollen wir kuschen und wer aufmuckt bekommt die Rückführungskeule durch eigene Landsleute zu spüren? Wie krank ist das denn?

    1. Hallo Manni, ich habe viel nach gedacht, aber ich komme nur auf 2 Sachen die wirklich und überall in PY funktionieren. Da fällt mir nur die Korruption ein und wenn die Kammern über höhere Löhne bzw. mehr Lohn Zuschüsse, wie 3 faches Weihnachtsgeld, 14 und 15 Monatsgehalt abstimmen. Auf andere Punkte komme ich auch nicht. Jetzt kommt sicher, wie Du es schon sagtes von den lieben Landsleuten, fahr doch nach Hause wenn Du Zivilisation haben willst.

  3. Aber auch die Paraguayer wollen nicht mehr auf “ luxus“ wie Wasser aus der Leitung oder Strom verzichten. Wenn ich mal für 1 oder 2 Stunden kein Wasser liefere, stehen gleich ein Dutzend Leute vor meiner Tür, porque no hay Agua, Bei den Schwarz Anschlüssen von Strom, halten Sie natürlich die Füsse still und warten, bis der Angemeldete Deutsche etwas unternimmt. Aber Wasser in Eimern tragen oder sonst der gleichen, will keiner mehr.

  4. Es geht ja auch keiner gegen die übertriebene Korruption an.Alles in Massen ist das Sprichwort.Komischerweise sobald man in Ausländischen Kolonien ist funktioniert das „meiste“ oder sagen wir das grundlegenste wie am Schnürchen.Die Drecksmoloche Central,San Lorenzo,Luque etc.oder die Dörfer wo nur Paraguayer wohnen klappt nix.Richtig beschweren tut sich keiner von ihnen.Dann wird der Chefe vom Wasserwerk zum Assado eingeladen und irgendwann kommt das Thema zur Sprache wenn überhaupt, y ya esta!Was können wir schon tun heisst es dann..es war noch immer so.Ein Beispiel,stellen Sie sich vor in Bella Vista gebe es 5 Tage keinen Strom.Wie glauben Sie würde z.B Raatz S.A der Ande wohl den March blasen?Die würden sich das niemals trauen so unverschämt zu sein aber da wo mittellose oder gleichgültige Leute wohnen kann man es ja machen.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.