Deutsche Bauern und Menschenrechtler bitten um Freiheit für Curuguaty Gefangene

Berlin: Vor zwei Tagen, am 12. Februar, übergaben deutsche Bauern eine Unterschriftenliste mit über 2.000 Einträgen als Zeichen der Solidarität an paraguayische Botschaftsmitglieder in Berlin. Sie fordern damit inständig um die Freilassung der Inhaftierten, die nach dem Massaker in Curuguaty von der Polizei verhaftet wurden.

Medienwirksam wurden die 2.000 Unterschriften an Angehörige der paraguayischen Botschaft übergeben. Die Aktion wurde gestartet von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. (ABL) und der internationalen Menschrechtsorganisation FoodFirst Information and Action Network (Fian), welche sich für das Menschenrecht auf angemessene Ernährung stark macht.

Bild 2 (paraguay.com)

Am 15. Juni 2012 starben bei einer Räumungsaktion eines Großgrundbesitzes 11 Landlose und 6 Polizisten. Während die Polizei die Landbesetzer dafür verantwortlich macht sind diese wiederum davon überzeugt, dass eine dritte Macht im Spiel war.

Insgesamt 14 Personen sind inhaftiert. Von denen befinden sich seit nunmehr drei Wochen einige in einem Hungerstreik. Sie sowie andere Organisationen fordern ihre Freilassung.

(Wochenblatt / Paraguay.com)

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18 Kommentare zu “Deutsche Bauern und Menschenrechtler bitten um Freiheit für Curuguaty Gefangene

  1. Es ist schon sehr verwunderlich wie in Deutschland Politik gemacht wird. Da gehen sie in die Welt und setzen sich für die Menschenrechte ein. Immer wieder tun sie es in China und nun auch in Paraguay. Das ist zwar gut und richtig. Aber vielleicht sollten sie zunächst einmal auf die Vorgänge im eigenen Land schauen. Da haben wir es mit politischer Verfolgung zu tun. Mehr als 10.000 Menschen werden jährlich aufgrund des § 130 Strafgesetzbuch wegen „Volksverhetzung“ bestraft, weil sie sich kritisch zum Holocaust äußern und kriminaltechnische Beweise dafür verlangen. Diese werden zwar nicht vorgelegt, aber die Leute werden wegen der „Offenkundigkeit“ des Holocaust trotzdem verurteilt. Diese „Offenkundigkeit“ steht in den Londoner Protokollen der Siegermächte und daran muß sich das Besatzungskonstrukt BRD sehr genau halten. In Fragen des Bombenterrors der Alliierten auf wehrlose deutsche Städte wird immer intensiver manipuliert. Es steht fest, daß mehrere Millionen Deutsche ihr Leben dabei haben lassen müssen. Allein in Dresden waren es in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 (also heute vor 68 Jahren) mehr als 200.000 Tote (http://brd-schwindel.org/tagesbefehl-nr-47-vom-23-maerz-1945-des-befehlshabers-der-ordnungspolizei-von-dresden/). Aber diese Opferzahlen werden von der BRD jedes Jahr ein wenig nach unten verschoben. Deutsche Tote sind schlechte Tote müssen totgeschwiegen werden. Diese Geisteshaltung erleben wir auch hier im Lande, wenn es um die Aufklärung von Morden an Deutschen geht. Nur die Toten der anderen sind gute Tote und deren Zahlen sind nach dem Kriege künstlich nach oben manipuliert worden. Polen mußte nach einer Volkszählung, seine Opferzahlen erheblich nach unten korrigieren. Im Falle Dresdens fehlt inzwischen bereits eine Null und wir sind bei angeblichen 20.000 Toten angekommen. Vielleicht sollte man den „mutigen“ deutschen Politikern einmal zurufen: „Kehrt mal erst vor eurer eigenen Tür und rein wär jedes Stadtrevier“ bevor ihr den anderen gute Ratschläge gebt, wie man Menschen zu behandeln hat.

    1. Hallo Asuncion45,
      was hat Dein rechtes Geschwafel mit dem Bericht zu tun.

      Und bitte nur eins, verunglimpfe mir nicht die Menschen die im KZ zu Tote gekommen sind.
      Mein Opa war in Dachau als Sozialdemokrat und er hatte Glück und konnte mir davon erzählen. Das hat mir gereicht. Und es reicht auch was dieser Herr Hitler und seinen Millionen Helfer in Europa angerichtet haben.
      Da lebe ich lieber in diesem jetzt ach so schlechten Europa.

      1. lieber Oberpfälzer, ich bin ihnen sehr dankbar für Ihre Ausführungen. Sie haben meinen Kommentar als „rechtes Geschwafel“ abgetan. Das ist deshalb so spannend, weil ich von der Mehrzahl der Forumsteilnehmer bis dato immer als „Linker“ beschimpft wurde. Sie führen nun allen vor, wie unsinnig dieses Geschwätz von rechts und links ist. Was die KZ angeht, so ist dem, was sie sagen nichts hinzuzufügen. Allerdings wäre es gut, wenn Ihr Opa Ihnen auch hätte mitteilen können, daß es dort keine Gaskammern gegeben hat. Wenn das der Fall ist, hat Ihr Großvater zur Wahrheitsfindung in der deutschen Geschichte erhebliches beigetragen. Immerhin wird den Deutschen ja bis heute die planmäßige Vernichtung von mehreren Millionen Menschen auf diesem Wege vorgeworfen.

        1. Asuncioner, sein Opa sollte auch sagen, das die meisten Insassen durch Amerikanische Bomben umgekommen sind.
          Viele von Ihnen hatten in Versuchsanstalten gearbeitet, und wurde von den Amis in Grund und Boden bombadiert.
          Aber dies wird nie erwähnt, weil die AMIS gutmenschnen sind .-)

        2. Hallo Asuncion45,
          das mit den Gaskammern konnte mein Opa mir nicht berichten, da er dort von 1933 – 1936 einsitzen musste.
          Grund war, dass er ein SPD-Parteibuch hatte (und dies in Bayern).

          Mein Hauptanliegen war aber eigentlich, dass dein Kommentar nur kurz auf den Bericht eingeht, und dann auf ein ganz anderes Thema schwenkt.

          Ich finde es ja auch nicht in Ordnung, dass hier Unterschriften gesammelt werden. Ich kann aber auch nichts zu dem ursprünglichen Thema sagen, da ich dafür viel zu weit entfernt wohne, und dies nur aus Spiegel und den lokalen Blogs und dem Wochenblatt kenne.

          Servus

  2. Die Gutmenschen in Deutschland wissen natürlich genau, was da passiert ist – dass die Armen unschuldig sind.
    Würde mich allerdings wundern, wenn auch nur einer dieser 11.000 km weit entfernten Alleswisser auch nur schon Spanisch könnten.

  3. Es stellt sich die Frage was deutsche Bauern mit paraguayischen Landbesetzern gemeinsam haben. Die scheinen nicht zu wissen, dass Campesino nicht mit Landwirt im deutschen Sinn gleich zu setzen ist. Campesino ist jemand der am Land lebt, aber von Landwirtschaft nicht unbedingt eine Ahnung haben muss, was bei den meisten der Fall ist. Die Landbesetzer verstehen in der Regel nichts von Landwirtschaft, da hundertausende Hektar, die sie in den Jahren nach dem Umsturz bekommen haben, brach liegen. Ihnen geht es mehr ums schnelle Geld, das sie mit radikaler Abholzung machen können. Gibt’s keinen Baum mehr der verkauft werden kann, dann wird von neuem wieder Land besetzt. Die meisten dieser Besetzer lassen sich von ihren Anführern manipulieren, die wiederum nur ihren persönlichen Vorteil suchen und das dumme Campesinovolk dazu gebrauchen.

    Deutsche Bauern sollten sich besser informieren, bevor sie sich vor diesem Karren spannen lassen.

  4. Arbeiter und Bauern aller Länder vereinigt euch,man ich könnte kotzen die rote Brut verkennt wie immer alle Tatsachen.Landbesetzer,Diebe ,Räuber und Gewaltanwender und eventuell sogar Mörder frei lassen ??? Dazu sage ich NEIN nur wenn sie wirklich nachgewiesen Unschuldig sind.
    Menschenrechte sind ein Muss aber auch für die Opfer dieser roten Brut oder hat es keine toten Polizisten gegeben.In Deutschland würde man es den Rechten in die Schuhe schieben und ich glaube nicht das dann linke Gruppen für Menschenrechte Appelieren würden ganz im Gegenteil.
    Zum Asuncioner gesagt du hast mit deinen Kommentar recht.

  5. Das sind die gleichen Leute, die glauben, wenn in der Zeitung steht, daß bei der Absetzung von Lugo damals, die hungernden Massen Paraguays in Asunción auf die Strasse gingen.
    Natürlich sind die Landlosen immer die Guten, die sind ja arm.
    Und die Polizeioberen lassen ihre eigenen Leute erschiessen, nur um die Carperos in Mißkredit zu bringen.
    Und am 6.Januar bringen Los Reyes die Geschenke für die Kinder 🙁

  6. Haben die „deutschen Bauern“ denn keine anderen Sorgen mehr ???
    Die wissen doch überhaupt nicht worum es hier überhaupt geht !!!

    1. „Die wissen doch überhaupt nicht worum es hier überhaupt geht !!!“

      Wissen Sie nicht. Jedoch hat Herr Lugo viele Jahre in Deutschland gelebt und von daher sicher noch seine „Seilschaften“.

      Eine Hand wäscht bekanntlich die andere. Sind sie halt Unterschriften sammeln gegangen für den Genossen Ex-Präsi/Ex-Bischof Fernando L., wer weiß vielleicht gab es sogar ein PR-Budget dafür aus Venezuela?

      1. Ja stimmt schon ,
        bei Gott und Lugo ist nichts unmöglich.
        Bei Gott wissen wir wohl schon so alles,
        bei Lugo sicher noch lange nicht !!!

  7. Mir wird ganz übel wenn ich lese Deutsche Bauern bitten um Gnade und Freilassung von Landbesetzern,Räubern,Dieben,Brandstifter und eventuell sogar Mördern.Kann dazu nur sagen kommt mir bekannt vor so nach dem Motto :Arbeiter und Bauern aller Länder vereinigt euch: die rote Brut schaut mal wieder aus ihren Loch.Wen ich die Bilder zum Bericht sehe und Selbst gehäkelte Mützen sehe und bunte Haare glaube ich an ein paar echten Bauern aber mit Sicherheit ist der Rest von angeblich 2000 Personen nämlich 1990 Der roten Ecke zu zu ordnen,Venezuela läßt grüßen.
    Hätten sogenannte Rechte in Deutschland Polizisten erschossen,ob da dann auch ein Blatt Papier mit Unterschriften in Umlauf gewesen wär die ,die Freilassung fordert? Denke eher das Gegenteil,der Ruf wär nach Todesstrafe aus der linken Ecke hervor geschallt.
    Menschenketten mit Kerzen in der Hand hätten mit dummen storischen Blick Straßen gesäumt und gegen Rechts und Gewalt ,natürlich spontan demonstriert.
    Menschenrechte müssen sein und sollen auch Anwendung finden aber auch nur dann wenn ihre Unschuld bewiesen ist,oder haben die Opfer 6 Polezisten keine Menschenrechte oder ihre Hinterbliebenen?.

    Zum Asuncioner gesagt, Du hast vollkommen recht mit deinen ersten Bericht.

  8. Paraguay ist ein Land das einem den Horizont ueber das Links-Rechts Schema hinaus weitet. Ich hoffe ich werde aus allen den Erfahrungen und Eindruecken die ich hier sammle auch einmal etwas Gutes syntethisieren 🙂

    Gruss
    Adi

  9. Das ist hier eine interessante Diskussion, die wir an unsere niederbayerischen Bauern weiterleiten werden. Diese ABL ist durchaus ernst zu nehmen, denn sie treten mit ihren Mitglieder für bäuerliche Strukturen statt Agrarfabriken ein. Und sie beweisen, daß sie erstklassige landwirtschaftliche Produkte erzeugen können. Es sind wirklich gute Bauern. Ob die sich mit den Verhältnissen in Paraguay auskennen, das ist eine andere Sache.

    mfg http://rundertischdgf.wordpress.com/

    1. Ein BRAVO für den „runden Tisch“,
      das ist doch mal ein vernünftiger Ansatz !

      Es wäre interessant mal zu erfahren WER diese Aktion in Deutschland angezettelt hat.

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