Deutsche vorläufig festgenommen

Asunción: Matilde Schärer, eine Bewohnerin im Stadtteil Trinidad von Asunción, setzt sich für den Erhalt des Pavetti Parks ein. Sie wurde deshalb vorläufig festgenommen.

Schon seit Monaten protestiert eine Gruppe von Anwohnern gegen den Beschluss der Stadtverwaltung von Asunción, eine Zufahrt für den Jade Park Komplex durch den Pavetti Park zu eröffnen. Heute wurde an der Straße wieder gearbeitet.

Laut Polizeiangaben aus dem 12. Kommissariat habe Schärer heute Morgen die Bauarbeiten verhindern wollen. Daraufhin hat der Staatsanwalt Jorge Noguera die Festnahme von der Deutschen angeordnet.

Schärer wurde über sechs Stunden auf dem 17. Kommissariat für Frauen festgehalten und dann wieder freigelasen. Laut Anwohner, die heute auch an den Protesten teilgenommen haben, soll Schärer die Bauarbeiter an der Fortführung ihrer Arbeiten nicht gehindert haben und sei mit brutaler Gewalt behandelt und dann eingesperrt worden.

Des Weiteren behaupten andere Zeugen, dass Schärer nur mit einem Megaphon hantiert und die Zerstörung der Grünflächen angeprangert habe. Es kam zu keinen körperlichen Eingriffen oder Behinderungen von Seiten Schärers.

Staatsanwalt Noguera war für eine telefonische Stellungnahme, warum er die Festnahme anordnete, nicht erreichbar.

Wochenblatt / ABC Color

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18 Kommentare zu “Deutsche vorläufig festgenommen

  1. Anscheinend handelt es sich um eine Einwanderin, also um die Deutsche Frau Schärer.
    Wie ich schon öfters erwähnte, wir sind Gast in diesem Land, und haben uns so zu benehmen, dass wir nicht auffallen, und müssen uns an die Gesetzte halten.
    Mit dem Megafon, die anderen aufhetzten, das geht ja schon gar nicht!!!

    1. Was ist das nur für Antwort! Die Einwanderer haben nach Ihrer Auffassung hier nur ihr hart erarbeitetes Geld auszugeben, möglichst viele fleißige Paraguay zu besten Konditionen zu beschäftigen – und ansonsten die Klappe zu halten. Was sind Sie nur für ein deutscher Zeitgenosse? Sie haben wohl sämtliche deutsche Tugenden und ihre Kultur schon längst an den „Nagel“ gehängt. Aber auf einen deutschen Paß legen Sie wohl schon noch Wert?

      1. Simplicus, Ich bin Paraguayer, besitze keinen Deutschen Pass.
        Wenn sich ein Türke in Deutschland in solche Sachen einmischt, sagt ihr auch er soll sich raushalten, das geht ihn nichts an. oder nicht???
        Aber wenn man selber Ausländer ist, sieht man das plötzlich mit anderen Augen!!
        Wünsche allen einen Guten Rutsch ins 2018

        1. Sie haben natürlich recht, aber Deutschland ist anders. Paraguay hat eben keinen Sozialstaat und damit trotzdem eine andere Einwanderungspolitik. Hier muss sich der Einwanderer selbst kümmern. So muss es sein und weltweit gesehen ist es auch überall so.
          In Deutschland werden die Ausländer von der Politik organisiert geholt und im Prinzip auf Kosten des deutschen Steuerzahlers und das seit Jahrzehnten. Es wird immer gesagt, dass sei Pflicht. Daher ergeben sich diese unterschiedlichen Sichtweisen vor allem wenn man dann sein eigenes Land aufgrund dieser Umstände verlässt.

    2. Die Gastfreundschaft ist jedoch regional verschieden. Da wo ich herkomme bekommen die Gäste Kost und Logie, Arbeit als Zahntechniker, Nachtruhe, Rechtssicherheit. Und alles noch kostenlose vom Steuerzahler.
      In anderen Regionen der Welt bekommt man brennendes WC-Papier, Vorkindergartenmusik und ein Glas Wasser, muss es nur noch holen kommen. Gratis ist aber nur das Glas Wasser.
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  2. Ich glaube nicht, dass es sich um eine Deutsche handelt, auch wenn die wohl eine typische Grünenwählerin wäre.
    Die Leute die da so protestieren, sollten doch mal allesamt in den Chaco fahren und dort gegen die Massenabholzung protestieren. Eine kleine Zufahrt durch einen Park ist jetzt nicht das Ende der Welt. Die Abholzung im Chaco geht schon eher in die Richtung.

    1. Ich finde Deinen Kommentar gelinde gesagt, ziemlich doof!
      Was ist dagegen zu sagen, wenn Frau Schäfer vor ihrer eigenen Haustür auf Mißstände aufmerksam macht?
      Warst Du denn schon im Chaco und hast protestiert, oder hast Du hier nur die große Klappe?

      1. Habe absichtlich so provokant geschrieben. Natuerlich nutzt es nicht im menschenleeren Chaco vor einem umzäunten Privatgrunstueck zu protestieren. Die Verantwortlichen sitzen alle in Asuncion. Vielleicht war Frau Schärer (nicht Schäfer) auch vor der SEAM protestieren als das Waldabholzungsdekret beschlossen wurde, ich hoffe es zumindest.
        Die Municpalidad Asuncion ist in Umweltbelangen seit einiger Zeit besonders strikt, ein Baum einfach fällen geht nicht. Diese Baumassnahme hat sicher viel Vorarbeit und zig Estudios gebraucht bis endlich grünes Licht gegeben wurde.
        Im Pargue Guazu wollte das MOPC Hochwasserrückhalteflächen errichten, um Anwohner in Mariano Roque Alonso und Limpio von Überschwemmungen zu entlasten. Dazu musste man ein paar Bäume fällen. Was passiert? Umweltaktivisten kommen und protestieren gegen diese Massnahme und Bürgermeister Ferreiro ordnet per Dekret den sofortigen Stopp an. Jahrelange Arbeit für die Katz und die Bewohner in MRA müssen weiterhin Überschwemmungen hinnehmen.

        1. Nur, dass der grosse Baumschutz in der grossen Stadt wirlich keinen Sinn mehr hat. Dort wird der Urwald Paraguays nicht mehr gerettet. Dein Beispiel spricht ja Bände.
          Alles was passiert ist, dass eben die Überschwemmungen weiter gehen, interessiert mich nicht, weil ich nicht dort wohne oder so und beim nächsten Sturm fallen dann wieder ein paar Bäume und kappen Stromleitungen und beschädigen Autos oder töten sogar jemanden, der gerade in der Nähe ist, dann plötzlich interessiert es die Umweltschützer doch.

          Trauriges Faktum für mich ist, dass speziell Stadtmenschen null Ahnung von Umwelt haben und Menschen generell eher nach Eigennutz handeln. Dort wo ich eben wohne und in der Regel geht es auch noch darum, daran zu verdienen. Was also heisst, du übertreibst keineswegs.

  3. Deutsche,Paraguayer und was sonst noch vorhanden und da ist und war! Wir sind alle Nackt auf die Welte gekommen.Die Nationalität ist doch wohl eine neben Sache!
    Etwas Natur möchte jeder haben in der Betonwüsten der Städte. Es gibt auch Männer und Frauen die sich Aktiv für ihr Stadt einstetzen.Man soll sich an Gesetze halten, das scheint wohl nicht so zu sein.Wie die Zeugen andeuten!
    So klein ist der Weg auch nicht,siehe Armierung. Er ist für größere Fahrzeuge gedacht!Der Weg wird das Gesicht des Parks ändern.Das wird nicht jeden Bürger Passen!

  4. Sehr mutig wenn es 5 Polizisten braucht um eine Frau in Handschellen zu legen die nur dort steht mit Ihrer grossen Handtasche und Ihre Meinung sagt. Bei Banditen und Motochorros rennen die weg und verstecken sich. Nun den besser seine Meinung sagen und 6 Stunden Knast als sein Leben lang ein Feigling sein.

    1. Das Foto zeigt mir, dass es keine 5 Polizisten brauchte sondern nur mehrere da waren. Abgesehen davon wie soll ich das verstehen? Eine Frau darf man nicht in Handschellen legen? Sie darf machen was sie will, weil Frau? Man muss hier weibliche Polizisten schicken? Man muss eigene Städte für Frauen bauen oder wir männer müssen in ein Reservat umziehen, welches die Frauen uns zuteilen?

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