Deutscher Honorarkonsul im Fall Eisen eingeschaltet

Heute Nachmittag nahm der Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland, mit Sitz in Ciudad del Este, Stellung zu dem Fall Eisen, nachdem behauptet wurde, dass der deutsche Staatsbürger Karl Anton Häusler verstorben sei.

Diese Behauptung wurde von dem Rechtsanwalt Derlis Rodriguez aufgestellt, um die Vertreibung der landlosen Bauern unter dem Anführer Luis Anibal S. zu verhindern. Er berichtete, dass Häusler tot sei und nie nach Paraguay gekommen sei. Im Zuge dessen wären die Eigentumsverhältnisse der Familie Eisen nichtig.

Karsten Friedrichsen, der Honorarkonsul von Deutschland, sagte, die Informationen wären falsch. „Herr Häusler ist am Leben, in Deutschland. Er ist ein Mann im Alter von 83 Jahren“, sagte der Konsul. Er fügte hinzu, die Landtitel, die durch die Familie Eisen von ihm erworben seien, wären legitim. Friedrichsen berichtete weiter, vor vier Tagen hätte er mit Häusler telefoniert. Vertreter von ihm seien letztes Jahr in Paraguay gewesen und hätten sich bei der Deutschen Botschaft über den Fortgang der Räumungsklage informiert. Er fuhr fort und betonte, Häusler hätte über 20 Jahre in Paraguay gelebt, die letzten 10 Jahre kam er regelmäßig zu Besuch, seit drei Jahren sei er aber in Deutschland aufgrund seines Gesundheitszustands.

In Deutschland existieren bei Notaren Dokumente, die den Verkauf an die Familie Eisen dokumentieren sollen. Sie seien auch bei der Deutschen Botschaft in Asunción als Kopien hinterlegt worden. Der Notar Lorenzo Livieres ist Treuhändler und Garant der Vereinbarung zwischen Herrn Häusler und der Familie Eisen.

Die Räumung des Grundstücks ist angeordnet, wird aber von der Nationalpolizei noch nicht durchgeführt. Inzwischen haben aber die meisten landlosen Bauern das Grundstück verlassen, um einer Auseinandersetzung zu entgehen.

Quelle: ABC Color