Die drei typischen Rituale mit tiefen Wurzeln in Paraguay

Asunción: Die Paraguayer schätzen ihre langjährigen Rituale. Sie sind tief verwurzelt, von der Antike bis zur Gegenwart. In der Karwoche stehen besonders drei Schwerpunkte an, die sich immer wiederholen.

Es ist Tradition, nach der langen Fastenzeit, sich auf das Osterfest vorzubereiten. Gestern am Palmsonntag, waren die Kirchen voll von Menschen und sie ließen ihre Palmbüsche weihen. Manche, die arbeiten mussten, holen die Weihe noch in der Woche nach. Ein uralter Brauch besagt, wenn diese Büschel bei schwerem Unwetter angezündet werden, soll das Haus davon verschont bleiben.

Kritiker wehren sich gegen das Palmbinden, denn es vernichtet die Nahrung und Brutplätze von Vögeln, die Tradition ist allerdings tief verwurzelt und wird kaum zu brechen sein.

Des Weiteren steht die Herstellung von Chipa diese Woche im Mittelpunkt. Schon seit Wochen werden die Zutaten gehortet, insbesondere der Preis für Käse erreicht astronomische Sphären. Bis zu 40.000 Guaranies müssen vielerorts schon bezahlt werden. In der Regel werden die Chipas am Mittwoch im Tatakua, ein traditioneller Lehmofen, zubereitet. Sie dienen dann auch noch am Karfreitag als Nahrung. An dem Tag macht kein Paraguayer Feuer.

Das dritte Ritual hat schon gestern deutlich eingesetzt und wird sich noch intensivieren. Es ist das Streben nach der Familienzusammenkunft, verbunden mit einer regen Reisetätigkeit. Die Rahmenbedingungen haben sich aber etwas geändert, jedoch bleibt die Tradition in ihrem Geist in Bezug auf die heiligen Tagen lebendig erhalten.

Quelle: ABC Color

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6 Kommentare zu “Die drei typischen Rituale mit tiefen Wurzeln in Paraguay

  1. Das trifft sich aber gut: ich habe gestern auch mein Palmgebüsch gewedelt. Das ist Tradition bei uns in China. Aber mal eine ernsthafte Frage: Gibt es in Paraguay so wenige Palmen, dass sie dauernd Plastik, Flaschen, leere Bierbüchsen, Batterien, E-Lampen und Metall anzünden? Also der alte Brauch von Palmenbüsche anzünden war mir schon sympathischer, vor allem weniger Gestank. Da wünscht man sich 365 Tage Ostern im Jahr zurück.
    “An dem Tag macht kein Paraguayer Feuer.” ??? !!! D.h. ich muss mich bei Dämmerung für einmal nicht hinter verschlossenen Fenster und Türen einschließen, damit man noch Luft zum Atmen bekommt? Kommt am Freitag die Müllabfuhr kostenlos vorbei? Oder brennen Plastik, Flaschen, leere Bierbüchsen, Batterien, E-Lampen und Metall so schlecht an diesem Freitag?
    Also ehrlich gesagt geben mir diese alten abergläubischen Rituale mehr Rätsel als Antworten auf.
    Und ja, es ist wieder Zeit für die pösen Spötter und Atheisten sich über die netten verfolgten Christen lustig zu machen, eine Antizipation bevor man mit: “Wo bleiben die Kommentare all der Spötter und Atheisten” dazu genötigt wird nachträglich vor Freude in Tränen des Mitleids netter Titulierungen wie Spötter, Atheisten und Psychopathen zu versinken.
    Ansonsten freue ich mich schon auf des Papstes jährlich Pflichtübung auf Latein: Den Empfang von Uribi und Gorbi.
    P.S. Hoffentlich tankt er sein Papamobil auch auf, bevor er zum Petersplatz fährt. Oder nimmt wenigstens seinen Reservekanister mit.

    1. Mich wuerde ja mal interessieren in welchem Loch in PY sie wohnen ,das dort
      dauernt Muell verbrannt wird .
      Das der Muell oefter mal brennt , will ja keiner bestreiten , aber ueberall wo ich wohnte
      war das nicht jeden Tag so .

    2. Haben Sie eigentlich keine Hobbys? 😀 Sie Lesen sich hier die Nachrichten durch und überlegen wohl Stunden, an was Sie nun meckern und nörgeln können…

      Im wahren Leben bekommen Sie wahrscheinlich nicht den Mund auf, deswegen beschweren Sie sich über jeden Mist und gehen uns damit auf die Nerven. Da wo Sie her kommen hat wohl jemand anderes die Hosen an. Haja, irgendwo muss man sich ja “großmachen” können.

      Bei den Müll, den SIE hier schreiben, finde ich es nur zu schade ihn nicht direkt hier anzünden zu können. Ja, es kommt vor, dass die Menschen Müll verbrennen, aber sie übertreiben maßlos. Das ist nicht mehr lustig!

      Sie beschweren sich ja mehr über Paraguay, als eine alte Oma im Altersheim.

      Sie interessieren sich nicht für die Rituale der Paraguayer? Dann lassen Sie es und ziehen es auch nicht noch in Lächerliche!!

      Nein, das ist nicht mehr lächerlich, es ist nur noch traurig!! Wenn es Ihnen hier nicht gefällt, dass verziehen Sie sich doch!

      1. Richtig, raus hier mit allen, die kritisch, sarkastisch oder zynisch sind. Die, die weltoffen sind, müssen ohnehin gehen.
        Und dann bleiben die ganzen Kleingeister so richtig schön unter sich. Gute Nacht und Willkommen im Spießerclub!

    1. Ja, uhhhhh, wie schrecklich auch, muss ja furchtbar sein, da muss ich gleich eine Flasche aufmachen. Dennoch erfüllt es mich mit Stolz in meinem Zustand zwei (ganze) Sätze zusammen geklebt zu haben.

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