Die Eisenbahn kehrt zurück

Ypacarai: Wie viel und wie lange wird schon darüber geredet, dass die Eisenbahn wieder im Land in Betrieb geht. Jetzt scheint ein Projekt diesen Traum endlich wahr werden zu lassen. Ende des Jahres soll der Zug endlich rollen.

Die Lokomotive Nr. 60 mit dem Namen “El Inglés“, die sich im Bahnhof des Stadtteils Ypacaraí befindet, wird dank einer am letzten Freitag unterzeichneten interinstitutionellen Vereinbarung wieder auf den alten Schienen der “Carlos Antonio López“ -Bahn fahren.

Der Minister für öffentliche Arbeiten vom MOPC, Arnoldo Wiens, Behördenvertreter der staatlichen Eisenbahngesellschaft Fepasa, der Gouverneursregierung, der Gemeinde Ypacaraí, der Stadt Areguá und Vertreter des Nationalen Sekretariats für Tourismus (Senatur) waren bei der Zeremonie zugegen.

Dieses Projekt “Tren del Lago“ wird von der Fepasa mit Unterstützung von Senatur und den Gemeinden Itauguá, Ypacaraí und Areguá gefördert.

Ab der Unterzeichnung dieses Dokuments ist die Reparatur der Lokomotive und die Sanierung des alten Bahnhofs Tacuaral genehmigt, sodass vor Jahresende die Eisenbahn als neue Touristenattraktion in dieser Stadt ihren Betrieb aufnehmen kann.

Die Tour mit der Lokomotive “El Inglés“ findet zunächst in der Stadt Ypararaí statt und erstreckt sich später auf die Gemeinde Areguá.

Die Investition liegt bei 5.646.000.000 Guaranies und im Prinzip ist der Betrieb für eine Kapazität von 300 Passagiere und einer Frequenz von zwei Fahrten pro Woche ausgelegt.

Die Lokomotive Nr. 60, ursprünglich “El Ingles“ genannt, ist vom Typ 2.6.0 und wurde 1912 von der North British Locomotive Co. Ltd. in Glasgow, Großbritannien, hergestellt.

Wochenblatt / La Nación

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9 Kommentare zu “Die Eisenbahn kehrt zurück

  1. Wie viel und wie lange wird schon darüber geredet, dass die Eisenbahn wieder im Land in Betrieb geht. Ich schätze: 30 Millionen viel und seit 30 Jahren.
    Immerhin gibt es anstatt einer Metro eine Eisenbahn, die restaurierte “El Inglés“, mit modernster Technik wie einer hyper-modernen Metrobus-Linie haben die hier es anscheinend nicht so, sodass auf altbewährte Technik 1912 gesetzt wird, immerhin schon 400 Jahre hiesiger Lokalzeit voraus.
    Ob der Erlös, zwei Fahrten pro Woche von 300 Passagieren ums Dörfchen Ypararaí reichen, um das Netz bis Aregua zu verlängern. Ja, klar, im Computerspiel Railroad Tycoon hat es auch geklappt.
    In Anbetracht der Investitionshöhe von 5.646.000.000 GS wäre es auch noch angebracht, wenn die seit Jahren Lohn kassierenden Mister einer nicht existenten Eisenbahn auch noch die Länge der Streckennetzes im Meter hätten angeben können. Die Länge der Streckennetzes im Meter ist jedoch zweitrangig, erstrangig ist die Investitionshöhe, lechts, wird dann schon reichen.

  2. Da setzt sich dieser Herr Wiens wieder einmal groß in Szene. Doch wie geht es mit dem Fertigausbau der Eusebio Ayala in ASU weiter? Eine Dauerbaustellenruine oder was? Ich hatte immer geglaubt, die Mennoniten wären höher qualifiziert und zuverlässig. Bin wirklich sehr enttäuscht – nichts als ein Totalausfall ist das.

  3. Ahahahaha, es ist doch immer wieder lustig mit welcher Regelmässigkeit diese „Sau“ durchs Dorf getrieben wird.
    Profies hier aber wissen, das ist schlicht nur Gelaber!

  4. Wir haben September und bis Ende des Jahres soll die Lok rollen? sollen die Gleise saniert, der Bahnhof saniert sein?
    Na, der werden aber viele Spezialisten arbeiten müssen, hoffentlich nicht die gleichen Alleskönner, die im IPS herumgepfuscht hatten.
    Aber halt – es steht ja nur, Ende des Jahres und nicht Ende welchen Jahres. Alles OK, dann ist ja noch Zeit.

  5. Wer daran glaubt, daß die Eisenbahn eines Tages zurückkehren werde, der glaubt auch an das Klimamärchen. Beides scheinen je eine Religion zu sein. Nur ist mit dem Märchen der paraguayischen Eisenbahn nichts zu verdienen, während das Klimamärchen den Eltern der schwedischen Göre Greta im Durchschnitt jeden Monat so einige Euro-Millionen in ihr Sparbuch spült. Wenn nur einer de optimistischen Dummschwätzer bezüglich der Eisenbahn in Paraguay wüßte, wie hoch z.B. jeder Kilometer an Gleiskörper kostet, dann würde sie allesamt ihre große Klappe halten. Eine Wartung der einstigen Bahnstrecke, auch nur der stark verkürzten und nur zwischen Asuncion und Areguá für Touristik-Zwecke benutzen Gleisanlagen haben noch nie stattgefunden. So konnte es natürlich nicht ausbleiben, daß in Luque einer dieser im Schrittempo fahrenden Zügchen entgleischen musste, was einem zufällig dort stehenden jungen Mann das Leben kostete. Augenblicklich wurde die ganze Strecke total eingestellt und nie mehr fuhr ein Zug. Das hatte natürlich zur Folge, daß die Gleise, die heute noch recht brauchbar wären, allesamt gestohlen wurden. Wollte man nur mal die Eisenbahn wieder funktionsfähig machen, und dies nur bis Ypacaraí, das würde Dollar-Millliarden kosten, wäre also für Paraguay absolut unerschwinglich. Da helfen keine Träume und auch keine Großschwätzerei einiger Mennoniten

  6. Ich verstehe einfach nicht, warum die hierzulande nicht vernünftig berechnen können, ob sich ein GÜTER- und Personenverkehr rentabel gestalten lässt oder es besser bleiben lässt.
    Ich verstehe wirklich nichts von Eisenbahn. Aber ich würde das so machen: Ich würde mir überlegen, WO könnte man am rentabelsten eine Eisenbahn planen, etwa um Produzenten/Handel auf die Schiene zu bewegen und auch den Tourismus berücksichtigt. Ich denke, jeder von Ihnen würde das etwa auch so machen.
    Eine Schiene für Güter und Personen. Dann würde ich mir verschiedene Szenarien aufzeichnen, wie sich das entwickeln könnte und Gespräche mit den verschiedenen Produzenten und Verbänden führen. Gut, das Land ist zu groß und hat zu wenig Geld für ne Eisenbahn von Asuncion bis nach Filadelfia im Chaco. Also mal vorläufig gar nicht daran denken, aus, Amen, Geld für Löhne für Eisenbahndirektoren für sinnvolles verwenden, etwa in Schuldächer, in welche es nicht hinein regnet.
    Dann würde ich mir mal überlegen, ob es dort wo täglich viele Menschen pendeln Sinn machen würde. Also mal von Asuncion aus Richtung die großen Vorstädte der Hauptstadt. Geht ja rechtlich nicht hierzulande, schon siedeln sich illegal Menschen an die geplante Strecke an, in der Hoffnung, einmal groß an „Enteignungs“-Entschädigungen profitieren zu können, noch bevor man den ersten Spatenstich gemacht hat.
    Irgendwie ist das ja alles schön, was die hiesig Politiker sich für Mühe geben, aber es müsste sich doch auch rentieren, denn jeder Betrieb, der Verlust mach, kann früher oder später schließen (1. Unterrichtsstunde BWL/VWL), denn auch Risikokapitalgeber möchten irgendwann Tantiemen sehen.

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