Die extremen Auswirkungen der Wirtschaftskrise durch das Coronavirus

Asunción: Der Wirtschaftsanalyst Amílcar Ferreira versichert, dass die Regierung drastische Maßnahmen in Bezug auf privilegierte Löhne in öffentlichen Institutionen ergreifen muss, um den Auswirkungen der durch das Coronavirus verursachten Wirtschaftskrise zu begegnen.

Ferreira wies darauf hin, dass das Finanzministerium von einer “lügnerischen“ Prämisse ausgeht, dass die Krise einige Monate dauern und alles wieder “normal“ werden wird.

„Das wird nicht passieren. Die Welt wird anders sein und Paraguay wird ihr nicht entkommen. Die Coronavirus- Pandemie wird mindestens ein Jahr andauern und sehr wichtige wirtschaftliche Folgen haben. Tausende von Arbeitsplätzen werden verloren gehen und eine soziale Krise kommt“, warnte Ferreira.

„Es scheint mir unverantwortlich, dass das Finanzministerium einen Vorschlag für falsche Annahmen macht. Der Gesamthaushalt der Nation (PGN) muss komplett erneuert werden, mit einer Lohnobergrenze von 10 Millionen Guaranies für Staats- und binationale Beamte“, fügte er weiter an. Für den Wirtschaftsanalysten können die Einsparungen, die mit diesen Kürzungen erzielt werden können, verhindern, dass der Staat neue Schulden macht und sie werden als Polster angesichts des erheblichen Rückgangs der Steuereinnahmen dienen.

„Viele Staatsbeamte werden dankbar sein, dass sie 10 Millionen Guaranies erhalten, denn in diesem Sektor wird niemand seinen Arbeitsplatz verlieren und die Löhne werden durch private Beiträge unterstützt. Der Privatsektor passt sich bereits an“, erklärte Ferreira.

Amílcar Ferreira schlug vor, dass von den 1,6 Mrd. USD, die aus den Darlehen und Anleihen erhalten werden, 600 Mio. USD an das Gesundheitsministerium gehen und die anderen 1 Mrd. USD für die Versorgung von Menschen verwendet werden, die nichts zu essen haben.

Der Wirtschaftsanalytiker prognostizierte, dass das Coronavirus weltweit wirtschaftliche Folgen haben wird und die Bürger nicht die Möglichkeit haben werden, in andere Länder zu reisen, um eine bessere Zukunft zu suchen. „Die Grenzen der Welt werden geschlossen. Wir müssen uns miteinander abfinden. Es wird kein Auslassventil geben, das migriert, also wird Paraguay ein Schnellkochtopf. Mehr als je zuvor werden wir diese 1,6 Mrd. USD brauchen“, betonte er.

Unabhängig von den von der Regierung verabschiedeten Bestimmungen wird sich die Bevölkerung dafür entscheiden, nicht lange an überfüllte Orte wie Kinos, Bars, Clubs und Restaurants zu gehen.

„Für eine lange Zeit werden die Menschen ihr Überleben priorisieren, sie werden die Ausgänge begrenzen und ihr Geld für Lebensmittel sparen“, erklärte er.

Ferreira behauptet, dass infolge des Coronavirus die Armut unmittelbar vor der Regierung von Nicanor Duarte Frutos auf 47% ansteigen werde.

Für den Wirtschaftsanalysten besteht einige Optionen, die die Regierung tun kann, darin, dem Finanzsystem Liquidität zuzuführen und die Fälligkeit von “allem“ um ein Jahr zu verschieben. Er versicherte jedoch, dass all dies nicht möglich sein wird, wenn es keine signifikanten Kürzungen im Staatshaushalt gebe.

Wochenblatt / Ultima Hora

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3 Kommentare zu “Die extremen Auswirkungen der Wirtschaftskrise durch das Coronavirus

  1. Was für ein Unsinn. 1 Mia zum Verfressen – das sind mal wenige als 1 Mio PYG pro Kopf der Bevölkerung. Das Geld ware in 4 Woche im wahrsten Sinne des Wortes aufgegessen und dann? So werden keine Arbeitsplätze mit Lohn und Gehalt generiert.

  2. Warmwasser-Untertisch-Gerät

    Mit dem Lockdown wird Paragauy keine Probleme haben: Müllfeuerchen machen, Bier saufen, tanzen um den Swudi Iglesias auf 120 dB mit Kleinkind aufm Arm, Hängematte. Was ändert sich denn jetzt genau hierzulande? Ist ja noch alles so wie ich das seit Jahren kenne.

  3. Wer glaubt denn ernsthaft, daß sich diejenigen, die an den staatlichen Fleischtöpfen fressen, sich auf lächerliche 10 Millionen pro Monat beschränken lassen?
    Und wer glaubt ernsthaft, daß sich die Regierung um diejenigen kümmern wird, die sie mit den überzogenen Maßnahmen ruiniert hat?
    Die hat es ja noch nicht einmal geschafft, die zugesicherte Unterstützung für die Armen vor Ostern auszubezahlen.
    Womöglich, weil dieses Geld schon in andere Taschen gewandert ist.
    So wie immer halt.

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