Die Heimat zweier Kulturen: Independencia

Kolonie Independencia: An den Hängen des Gebirges Ybytyruzú gelegen liegt der Bezirk Independencia im Departement Guairá. Zwei Kulturen sind hier beheimatet und die Region ist ein wichtiges Touristenziel.

Zwei Kulturen, Paraguayer sowie Deutsche haben sich im Laufe der Zeit zusammengeschlossen und sich der Welt als eine an vielen Facetten reiche Gemeinschaft präsentiert.

Lange vor der Ankunft von Christoph Columbus in Amerika zogen die Wikinger durch dieses Land und hinterließen Inschriften an den Wänden des Berges Akati , so Pater Óscar Hermosilla, ehemaliger Priester der Pfarrei San Vicente de Paul.

Früher war Independencia vor der Zivilisation bereits von zahlreichen indigenen Gruppen der Mbya und Guayaki besiedelt.

Nach Ansicht des Priesters sei Deutschland am Ende des Weltkrieges wirtschaftlich am Boden zerstört gewesen und Paraguay habe nur über eine sehr geringe Bevölkerungszahl verfügt. Nach Angaben des ehemaligen Präsidenten José P. Montero fehlten Menschen, um Independencia in eine produktive landwirtschaftliche Fläche zu verwandeln. Damals machte er durch seine Regierung Propaganda in Deutschland, bot interessierten Menschen kostenlos Land an und so kamen die ersten Deutschen in die Gegend.

Während des Krieges gegen den Dreibund nutzten viele diese Orte, um sich zu verstecken und deshalb kann der genaue Zeitpunkt der ersten Ankunft ausländischer Siedler durch dieses Gebiet nicht bestimmt werden.

1800 kamen die ersten deutschen Familien in ein kleines Dorf namens Muvevo, das heute Curuzupé heißt. Die ersten Ausländer, die sich in der Gegend niederließen, hießen angeblich Quellmalz.

Independencia hatte ihre Lichter und Schatten, aber mit der Qualität ihrer Menschen wuchs die Kolonie beträchtlich und strebt weiterhin nach großen Träumen.

Diese Gemeinde wurde am 23. Juni 1955 durch das Dekret 260 in den Status eines Bezirks erhoben.

Die ersten emblematischen Werke in der Region waren die deutschen Schulen neben der Eröffnung von Straßen, Banken, Post, unter anderem.

Darüber hinaus gibt es in diesem Bezirk die Pfarrei San Vicente de Paul, dessen Kirche 1939 dank der Arbeit von Männern, Frauen und Kindern, die Steine ​aus dem Fluss Takuara mit Händen und Schubkarren transportierten, vollständig aus diesem Material erbaut wurde. Nach 11 Jahren Arbeit konnte sie endlich eingeweiht werden und ist heute bei Touristen sehr beliebt.

Am Eingang des Stadtzentrums in Melgarejo befindet sich am Kreisverkehr seit Kurzem die erste Dampfmaschine aus den Anfangszeiten der Kolonie. Sie war eine Spende von Carlos Bellenzier.

In der Gegend gibt es auch wieder Traubenproduzenten, die große Weingüter haben, in denen sie alle Arten von Weinen keltern, die als die besten des Landes gelten.

Wochenblatt / Ultima Hora

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