Die Kritik an den Maßnahmen der Regierung nimmt zu

Asunción: Es kommt immer mehr Kritik an den Maßnahmen der Regierung in Bezug auf die Quarantäne auf. Bürgermeister haben einen offenen Brief verfasst und greifen darin das Notfallsekretariat SEN scharf an.

In einem an den Leiter des Nationalen Notfallsekretariats (SEN), Joaquín Roa, gerichteten Brief stellten die Bürgermeister des Landes die langsame Bereitstellung von Subventionen aus dem Ñangareko-Programm in Frage, mit dem die Auswirkungen der Wirtschaftskrise aufgrund von Quarantänemaßnahmen abgefedert werden sollen, die wiederum versuchen, die massive Ausbreitung der Coronavirus-Infektion in Paraguay zu verlangsamen.

„Wir glauben, dass der Minister die Angst, Hoffnung und Erwartung verstehen wird, mit der die Bevölkerung darauf wartet, dass die nationale Regierung das oben genannte Programm einhält, wie von verschiedenen Medien angekündigt. Wir verstehen, wie schwierig es für das SEN ist, wirksame Strategien zu finden, um diesem Moment zu begegnen, da es keinen ähnlichen Präzedenzfall gibt, aber wir hoffen, dass Sie sich dieser Verantwortung stellen”, beginnt das oben genannte Brief.

An vorderster Front unterzeichnen die Bürgermeister von Asunción, Ybycui, Caaguazú, Félix Pérez Cardozo, Ciudad del Este und Piribebuy das Protestschreiben. Mit anderen Worten: Oscar Rodríguez, Maria del Carmen Benítez, José Ríos, Carlos Adolfo Román Fernández, Miguel Prieto und Blas Manuel Gini Cristaldo.

Sie behaupten, dass die Zeit, die seit den Ankündigungen der Zentralregierung zur Unterstützung der am stärksten gefährdeten Personen vergangen ist, zusätzlich zu den verzweifelten Bitten um Hilfe von den Menschen in jeder Stadt und “die durch die Ausgangssperren verursachten Verwirrung” ausreichend vergangen sei. Sie fordern die nationalen Behörden zu einer glaubwürdigen Antwort auf.

„Herr Minister, wir sind überrascht von den Verlautbarungen, die Sie öffentlich machen, wenn Sie bestätigen, dass das SEN bei der Umsetzung des Ñangarekó-Programms ‘mit den Kommunen zusammenarbeitet’, was aus den oben genannten Gründen nicht ganz richtig ist. Lokale Behörden und Menschen fordern mehr Ehrlichkeit in ihren Worten”, fügte die Erklärung hinzu, die auch die Unterschriften von den Bürgermeistern Derlis Javier Benegas Carrera (Domingo Mártinez de Irala), Alejandro Ramón Urbieta Cáceres (Concepción), Luis Fernando González (Capiatá), José Vallejos (Guarambaré) und Carlos Miguel Soria (Itakyry) enthält.

Die Unterzeichner versichern außerdem, dass das SEN die Kommunen nicht an der Strukturierung der Begünstigten der im Rahmen des Ñangareko-Programms gewährten 500.000 Guaranies beteiligt. „Es gibt keine wirkliche Koordination, was uns schlecht mit der Bevölkerung verbindet, weshalb dieser Hinweis auch dazu dient, die Verantwortlichkeiten bei der Umsetzung des oben genannten Programms abzugrenzen”, endet die Pressemitteilung.

Dann Punkt für Punkt die Fragen der Bürgermeister, die den Anspruch geltend gemacht haben.

a) Warum hat zum jetzigen Zeitpunkt nur eine begrenzte Anzahl von Menschen in den verschiedenen Bezirken des Landes davon profitiert, mit Ausnahme einiger Bedürftiger?

b) Warum haben mehrere Personen, die auf der Liste der Begünstigten aufgeführt sind, noch nicht den ihnen entsprechenden Zuschuss erhalten?

c) Wie viele Menschen werden von jedem Distrikt profitieren?

d) Wie lautet die Liste der Personen, deren Anträge abgelehnt wurden?

e) Wir benötigen eine technologische Plattform, die es den Antragstellern ermöglicht, ihren Prozess zu verfolgen, grundlegende Fragen zu kennen, z. B. ob ihr Antrag bearbeitet wurde, ob er ausgewählt wurde oder nicht und in diesem Fall wann und auf welche Weise sie die Vorteile erhalten.

f) Warum haben Sie den Gemeinden die Daten der Familien übermittelt, die Nutznießer sein würden, und Notfallausschüsse gebildet, um die Daten zu validieren, da sie diese Informationen später nicht verwendet werden dürfen?

g) Was ist mit der Liste von Personen passiert, die die Gemeinden gesendet haben, die nicht berücksichtigt wurden und was hat zu deren Ablehnung geführt?

Wochenblatt / ADN Paraguayo / Foto Archiv

iOiO
CC

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

5 Kommentare zu “Die Kritik an den Maßnahmen der Regierung nimmt zu

  1. Pfaffo Ritter von Rantzsau

    Ganze Wahllisten wurden im Programm Nhangareko integriert, wie es heisst. Will man die Sozialhilfebetrueger alle hinter Gitter bringen so wandert wohl das halbe Land in den Knast.
    In Scharen melden die Leute sich im Programm an um danach Spaten und Schaufel fallen zu lassen, denn auf dem Lande haben sie als Strauchhacker unentwegt noch immer Arbeit gehabt denn da wohnt man ja auf der Arbeitsstelle und muss nur einmal pro Monat raus um sich zu verproviantisieren.
    Mein Saldo bei Tigo Money zeigt auch noch immer 0 Gs. an – Null Sozialhilfe raufgekommen bis zu diesem Tage des Herrn.
    Die einzigen die der Lock Down wirklich betrifft sind diejenigen die im Dienstleistungssektor taetig sind vor allem des Luxussegments. Das sind Taetigkeiten ohne die die Welt besser dran waere.
    Man muss wohl in einer der Wahllisten der grossen Parteien aufgelistet sein um Sozialhilfe zu bekommen.
    Ansonsten scheinen ja recht viele das ganze Coronadrama als Verschwoerungstheorie abzutun nach dem Motto “is man selbst gesund so ist die Krankheit als ganzen nicht existent und pure einbildung”. Nur um dann laut nach dem Staat zu rufen sollte einem dann doch die Lunge versagen und nachher den Staat zu beschuldigen wenn die Seuche grassiert.
    Wenn jetzt “die Gemeinden” ihre Pfoten in der Verteilung der Sozialhilfe mit drinnen haben wollen so bedeutet das nur dass sie ihre Wahllisten da komplett integrieren wollen oder wenigstens das Gerangel nach Wahllisten wieder anzetteln um ihre Waehler zu bevorzugen und andere im Regen stehen zu lassen.
    Das muss schon mal so geschehen wie man anfing: online und das Geld sollte dann aufs Konto der App des Telefons auftauchen das man dann in irgendeinem Finanzinstitut in “nur Bares ist Wahres” eintauschen kann.
    Blos auszahlen und fertig – die lokalen Politiker ins Boot zu holen ist die schlechteste Idee ueberhaupt.
    Da das Sozialhilfegesuch mit der Telefonnummer verbunden ist, so gelangt eben nur deren Halter ans Geld. Smartphones hat jede Person im Lande ja sowieso.
    Personal, Tigo, Vox Money ist ne gute Form um die Sozialhilfe zu beantragen und zu erhalten da es zum erstenmal ganz online geschieht wo die lokalen korrupten Politiker mal nicht ihre Klauen im Spiel haben. 500.000 Gs reichen fuer 2 Personen fuer Proviant fuer einen Monat gut aus um relativ wuerdig zu essen. Das bedeutet dann dass man jeden Tag abwechselnd Ruehrei, Nudeln und Reis isst, mit etwas Fleisch, Brot und Zwiebeln als Gemuese; denn davon kann man sich gut 10 Kg Mehl kaufen + 10 Kg Nudeln ein paar Kg Reis und dann Fleisch. Eier haben die meisten von Gallina Zuhause und Fleisch bekommt man oft auf dem Lande vom Arbeitgeber fuer einen geringeren Preis als im Supermarkt. Das (500.000 Gs) reicht gut zu fuer 2 Personen pro Monat.

  2. Die totale Ausgangssperre war in diesem 8. Weltland schon vollkommen richtig (vgl. Amerikanische Grippe alias Spanische Grippe, wo es in gewissen US-Städten zu tausenden Infizierten und Toten kam, und in anderen, schnell reagiert und totale Ausgangssperre verordnet, zu viel viel weniger). Politiker müssten sich jedoch schon vorher überlegen, wer das alles bezahlen soll bzw. kann. Der Paragauy ist Lichtjahre von USA entfernt. Das wird noch heiter werden heute 1,6 Milliarden waya Staatsanleihen zu erhalten mit einem Rating DDD-. Ergo, warten bis die Solidaritätbeiträge der reichen 1. Weltstaaten eintreffen. Das kann noch ein paar Monate dauern. Zumal sonst noch ein zwei 8. Weltstaaten auf dieser Welt auf Corona-Opfer-Gelder warten.

    1. Die Ausgangssperre und “social distancing”, Maskenpflicht im öffentlichen Raum wäre alles sinnvoll – SOLANGE MAN DIE WIRTSCHAFT WEITERLAUFEN LÄSST UND ALLE MENSCHEN ARBEITEN KÖNNEN.

      Man darf niemals vergessen – der Sinn dieser ganzen Maßnahmen ist NICHT den Virus zu besiegen, dies ist unmöglich. Die Maßnahmen sollen nur den Ausbruch verzögern. Entweder bis man eine Impfung hat oder bis soviele krank waren und gesundet sind, daß die Bevölkerung immun ist. Mit einer Sterblichkeit von unter 1% ist dies nicht viel schlimmer als zB Dengue oder die echte Grippe sagen immer mehr Ärtzte und Experten – auch in Deutschland, wo niemals so strenge Maßnahmen gemacht wurden wie in Paraguay!

      @Walkman: Das Kreditrating von Paraguay ist nicht so schlecht wie sie meinen. Seit dem Tiefstand in 2003 wurde das Land in mehreren Schritten bis 2018 um 6 Stufen nach oben gewertet und ist seitdem “stabil”. Das Rating ist besser als etwa BRASILIEN oder auch Griechenland (keine Kunst) oder Egypten, Nur eine Aufwertung noch und Paraguay ist auf einer Stufe mit zB Ungarn, einem durchschnittlichen EU-Land.

    2. Es fehlt noch Grati Zündhölzer..abfackeln und Kleinkind in deinem Beitrag…Wegen Kreaturen wie dir brauchen wir uns nicht wundern wenn die Einheimischen schlecht über den Alemam de Mierda denke..DANKE!!!

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.