“Die Mafia dominiert vor den Augen des Staates“

Juan de Mena: Eines der größten Distrikte im Departement Cordillera wird vom Staat vernachlässigt. Der örtliche Bürgermeister Julio César Antúnez (PLRA) ist besorgt über mafiaartige Strukturen vor den Augen des Staates. Die Präsenz der Polizei sei gering.

In der Gemeinde sind Viehdiebstähle an der Tagesordnung, genauso wie illegale Holztransporte. Rauschgiftschmuggler treiben ihr Unwesen ohne einer Gefährdung duch die Justiz. Antúnez erklärte, staatliche Intuitionen würden den Distrikt, etwa 112 Kilometer von Asunción, vernachlässigen. Die örtliche Polizestation verfügt nur über vier Beamte. Die meisten Straßen sind unpassierbar, das Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) unterstützt nur wenig eine Verbesserung der Infrastruktur.

Vor allem Viehzüchter sind die Leidtragenden. Der Bürgermeister erklärte, sie würden in ständiger Angst leben, denn Diebstähle seien an der Tagesordnung. Die Viehdiebe genießen Straffreiheit, bedrohen die Opfer und würden sie töten, wenn eine Anzeige erfolge. Illegaler Waldschlag geht weiter in der Zone voran, aus dem Mangel an Kontrollen. Laut Antúnez sei die strategische Lage in dem Bezirk ideal für illegale Drogenhändler geworden. Die Straßen sind einsam und die ländliche Umgebung ist sehr weitläufig.

Quelle: ABC Color

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4 Kommentare zu ““Die Mafia dominiert vor den Augen des Staates“

  1. Mafiöse Strukturen nur 112 km von ASU entfernt. Die Mafia rückt immer näher ins Zentrum des Staates und offensichtlich läßt man sie gewähren. Das verheißt nicht´s Gutes für die Zukunft Paraguays. Und was hört man von Präsident Cartes dazu?

    1. Sicherlich nur, “ wir tuen alles was in unserer Macht steht“, nur für welche Seite wird sicher nicht gesagt werden. Sehr viele hohe Politiker sind mit der Mafia verstrickt, wie auch Cartes selber. ( Zigarettenschmuggel, eigener Onkel Drogenkurier, Aufkauf von fast allen Medien in Py usw. )

  2. Bürgermeister der oppositionellen Partei haben es schwer bei dieser Regierung.
    Wenn diese nicht Rechenschaften über die Ausgaben legen, werden diese wahrscheinlich sogar bestraft, waehrend die „roten“ Bürgermeister eben nicht bestraft werden, siehe der „deutschstaemmige“ Bürgermeister von Jesus de Tavarangue, der sogar Journalisten mit dem Tode bedroht.

    Da die im Artikel genannte Gegend wohl auch keine Colorado-Hochburg ist, nutzen dies Kriminelle natuerlich ordentlich aus. Bei dieser Gesetzlosigkeit hilft nur der Griff zur Waffe.

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