Die meisten sparen unter der Matratze oder in Sparschweinen

Asunción: Eine Umfrage über die Spargewohnheiten der Paraguayer brachte Erstaunliches an das Tageslicht. Viele haben anscheinend kein Vertrauen in Banken, Kooperativen oder Finanzinstitute, wenn sie ihr Geld anlegen wollen.

Die Ergebnisse der Umfrage über die finanziellen Gepflogenheiten in Paraguay zeigen, dass fast ein Drittel der befragten Personen angegeben hat, dass sie in den letzten 12 Monaten Geld gespart hätten und die häufigste Form dabei die Matratze oder das Sparschwein sein würde.

Die vorgenannte Umfrage wurde gestern im Finanzministerium im Rahmen der “Nationalen Woche für finanzielle Bildung“ vorgestellt, die diesen Monat vom 3. bis 9. März in Zusammenarbeit der Behörde des Nationalen Ausschusses für Finanzielle Eingliederung (CNIF) stattfindet.

In dem Bericht heißt es, dass 67% der Personen, die angegeben haben, sie würden Geld sparen, dies zu Hause getan haben, entweder unter der Matratze oder im Sparschwein. Die restlichen 33% belassen einen Betrag auf Ihrem Sparkonto oder auf Ihrem Girokonto. Nur wenige legen ihr Geld aber über Jahre an.

„In Bezug auf die Spargewohnheiten haben 68% der Jugendlichen zwischen 18 und 29 Jahren in den 12 Monaten vor der Umfrage überhaupt nicht gespart“, heißt es in dem Bericht.

Darüber hinaus wird erwähnt, dass zu den Hauptzielen des Sparens der Erwerb eines Hauses mit 21% gehört und die Finanzierung eines eigenen Studiums oder Ausbildung mit 15%. Nur 4% wollen Geld beiseitelegen, um auf jede Art von unvorhergesehenen oder aufkommenden Notfällen gerüstet zu sein, fügen die Ergebnisse der Umfrage hinzu, die mit Unterstützung des Finanzministeriums und dem Ausschuss ENIF durchgeführt wurde.

Wochenblatt / ABC Color

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8 Kommentare zu “Die meisten sparen unter der Matratze oder in Sparschweinen

  1. Ich habe auch gespart.
    Wie viel? Ja, hatte im Sparsäuli platz.
    Für was?
    Ähm, das getraute ich mir gar nicht zu schreiben, nur soviel:
    Es ist immer gut einen Notgroschen zu haben, falls mal meine kleine Schachtel mit so kleinen Hölzchen drin, die auch brennen, feucht wird.
    Ach was, keine Streichhölzer, immer diese Mutmaßungen und Unterstellungen, habe ja Müllabfuhr und belästige keine Menschen in IHREN eigenen vier Wänden mit MEINEM abfackelnden Müll, denn von da wo ich herkomme hat man auch als mal educado wenigstens eine Educacion. Außerdem habe ich kein Toter Hund, Blech, Glas, gebrauchten Kinderwagen, Batterien und Akkus, Laub und Hausmüll und sonstig Brennbares. Das muss doch mal erwähnt werden.
    Ne, mit feuchten Zahnstocher hab ich das nicht so, die brechen leicht. Aber zum Glück habe ich für schlechte Zeiten mein Sparsäuli.

  2. Hier ist man in Paraguay zumindest in der Unterschicht nicht so weit von Deutschland entfernt.
    Nach Hartz IV und der Hexenjagd der Ämter auf das Spargeld kam der Sparstrumpf, das Sparschwein,die Keksdose, die Matratze wieder zu Einsatz.
    Die Welt ist klein alles kommt einmal wieder!

  3. „der Jugendlichen zwischen 18 und 29 Jahren“
    Wenn ich bedenke, daß viele Lehrer in Paraguay mit ~45 in Rente gehen, dann ist 29 + Jugendlich schon sehr mutig. Aber was solls. Der Paraguayer spart noch nicht besonders viel Geld – es wird noch oft am Körper gespart. Das heißt, bleibt am Ende des Monats etwas Geld übrig, dann wird dafür Essen gekauft und gefeiert. Auf diese Art spart man in Körperfett – der Grundform des Sparens schlechthin.

    Was Banken und Kooperativen angeht, darf man nie die große Bankenkrise von 1998 – 2002 vergessen. Damals haben viele Leute alles verloren. Das steckt in den Menschen noch tief drinnen. Das die Situation damals viel mit dem Sturz General Strössners und dem Selbstbedinungswillen seiner Nachfolger zu tun hatte, vergessen viele. Das wird sich in Paraguay nicht so schnell wiederholen. Für die viele DACHLer ist das eine gute Nachricht – wäre es nicht so, dann würden Kooperativen (Banken) keine so guten Zinsen zahlen. Angebot und Nachfrage eben. In einem Land, wo alle Kredit wollen und keiner spart, ist der Anleger sehr umworben.

  4. Um noch einen ganz kurzen überflüssigen, aber dem Thema „Die meisten sparen unter der Matratze oder in Sparschweinen“ angepassten Kommentar abzugeben (ich kommentiere immer stets Themenbezogen, muss ja kein aus Frust entstandenen Reply, die nichts mit dem Thema zu tun haben, unter die Kommentare anderer schreiben):
    Also, das, dass Paraguayer ihr Geld unter der Matratze aufbewahren würden, dem schenke ich wenig Glauben.
    Begründung: Bei meinen Bankraubzügen am Paradeplatz, Zürich, Schweiz, vermutete ich die Kugelschreiber auch im Schredderraum. Doch dem war nicht so, die Kugelschreiber waren – wer hätte das gedacht – beim Kundenschalter aufzufinden.
    Auch Zäune und Gitter an den Fenstern der Paraguayer sagt nichts darüber aus, ob dort 10.000 oder 20.000 Guaranies zu stehlen sein könnten. Aber falls, dann schauen Sie nicht unter der Matratze nach, dort sind sie bestimmt nicht aufzufinden. Das wäre nur Zeitverschwendung. Eher in der Küche in einer leeren Latita-Büchse oder einer leeren Streichholzpackung. Also als erstes direkt in die Küche-moderna nachschauen, findet man meist hinter dem Haus!
    Ja, doch, das kann ich sehr wohl gut beurteilen: Ich nehme aber immer nur die leeren Latita-Büchsen und die leeren Streichholzpackungen mit.

  5. Wers glaubt wird selig. Paraguayer und sparen – sorry, das halte ich für einen verfrühten Aprilscherz oder verspäteten Karnevalswitz. Ich tippe mal auf 1 – 2%, die sparen. Der Rest gibt aus und geht zur Cooperative.

    1. franz, genau so ist es, die Paraguayer, zumindest die meisten, leben wenn Sie Geld haben, morgen ist ein anderer Tag. Wenn nicht die Bank oder Cooperative aushilft, wird beim Chef schon um Vorschuss angeklingelt, obwohl am Samstag erst Lohn bezahlt wurde, wird am Montag schon gefragt, ob man 100000 Vorschuss bekommen könnte. Sparen? Ok, die meisten können nicht einmal 1 Mil pro Tag sparen, weil sie über beide Ohren verschuldet sind und teilweise nicht bei Banken oder Cooperativen, sondern bei “ Finanz Haien“, die keine Gnade kennen. Das andere ist, hat der Verdiener am Samstag, seinen Lohn, ist das Geld am Sonntag spätestens, auf dem Fussballplatz, weg. Montags gibt es dann nichts mehr zu essen.

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