Die “Perle des Südens“ mit Problemen beim Müll

Encarnación: Zwei Jahre wurde der Abfall von der Perle des Südens, so wie die Hauptstadt von Itapúa oft genannt wird, einfach “irgendwie“ entsorgt. Jetzt kamen die verantwortlichen Behörden aber zur Einsicht, dass man etwas tun muss.

Auf der städtischen Mülldeponie von Encarnación wurden die Abfälle zwar entsorgt, jedoch ohne weiteren Arbeiten, wie das Verhindern des Einsickerns von Schmutzwasser in den Boden.

Die Gemeindeverwaltung beschloss, 1,5 Milliarden Guaranies zu investieren, damit die Deponie bis 2030 genutzt werden kann. Die Gelder kommen aus dem Haushalt der Stadtkasse und hätten eigentlich anderweitig Verwendung finden sollen, wie zum Straßenbau.

Nach Angaben von dem Ingenieur Alberto Vázquez aus der Stadtverwaltung und Verantwortlicher für das Resort Abfall habe die Sickerwasseraufbereitungsanlage der Deponie schon von Anfang an nicht funktioniert als diese errichtet worden sei. Das werde aber nun alles modernisiert und geändert.

Laut Experten beträgt die durchschnittliche Menge an Müll, die pro Tag von einer Person in der Gemeinde erzeugt wird rund ein Kilogramm. Im Sommer erreicht der produzierte Abfall Spitzenwerte aufgrund der vielen Touristen im Raum Encarnación. Täglich kommen so rund 180 Tonnen zusammen.

Mit dem Umbau der Deponie wird der Abfall sortiert, in ein Art riesiges Becken transportiert, verdichtet und mit Erde bedeckt. „Die erste Phase der Arbeiten dauern etwa sechs Monate. Dann werden mit den Geldern zwei weitere Kippwagen angeschafft, sodass die Entsorgung von Abfällen reibungslos verläuft“, sagte Vázquez.

Wochenblatt / Ultima Hora

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