Die Probleme bei Yacyretá nehmen zu

Ayolas: Gustavo Segovia Dávalos war Projektleiter von dem binationalen Wasserkraftwerk Yacyretá. Er warnt vor irreparablen Folgeschäden, vor allem durch einen Missbrauch der Nutzung aus Argentinien.

Das Nachbarland nimmt den ganzen Strom ab, jedoch bei Reparaturen muss sich Paraguay genauso daran beteiligen. 35 Jahre lang hat Dávalos das Projekt Yacyretá begleitet, sechs Jahre bei Itaipú. Er erklärte, dass durch die andauernde hohe Last bei den Turbinen eine “10 cm dicke Edelstahlplatte wie Papier zerbrach“.

Reparaturen und das Abschalten von Teilsektoren im Wasserkraftwerk führen zu einem Rückgang der Produktion und schmälern die Erträge des Unternehmens.

„Die offizielle Version für Schäden oder Probleme wurde zur damaligen Zeit auf das Absenken des Pegels geschoben. Das ist aber falsch und war nur ein Vorwand der Argentinier um andere Interessen zu vertuschen. Das reduzierte Niveau führt zu Schäden an den Turbinenschaufeln, aber es gibt noch ganz andere Bereiche, die betroffen sind. Es ist ganz klar, dass eine Überlastung bei den Turbinen viel mehr Folgen erzeugt und das will man nun vertuschen“, erklärte Dávalos. Der Pegel liegt nun bei 83 Meter.

Nun verletzen die Argentinier wieder bestehende Verträge und wollen anscheinend den Pegel am Staudamm noch weiter anheben, umso mehr Energie zu bekommen. „Es kursieren genug Fotos die beweisen, wie nun Wellen am Staudamm übertreten. Zudem gab es bei dem Küstenschutz der Städte Schäden, die, meiner Meinung nach, durch schlechte Reparaturen oder Bauausführungen entstanden sind. Der Missbrauch von Yacyretá und die Folgeschäden gehen auf das gemeinsame Konto, obwohl unser Land dafür eigentlich gar nichts bezahlen müsste“, betonte Dávalos.

Quelle: ABC Color

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3 Kommentare zu “Die Probleme bei Yacyretá nehmen zu

  1. Nicht rumflennen, wer den Argentiniern jahrelang kostenlos den Strom gibt, hat seine Glaubwürdigkeit wohl verspielt? Ich könnte mir jedoch, bei diesem südamerikanischen Schlendrian, gut vorstellen, dass dieses Kraftwerk eh bald auseinanderfliegt, da ja keiner was reparieren willl? Die Turbinen sind seit langem angemahnt, sobalt die Erste auseinanderfliegt, ist die Sache eh erledigt und wir sitzen im Dunkeln?

  2. Drum prüfe wer sich ewig bindet: Darin, Christian, stimmen wir überein. Allerdings wird beim Ausfall von Yacyretá niemand in Paraguay über längere Zeit ohne Strom bleiben, da die ANDE nur knapp 15% Strom von dort bezieht. Dem südamerikanischen Schlendrian ist leider auch die Voith Hydro verfallen, sie scheint kräftig mitgeschludert zu haben.

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