Die Reform in Deutschland wird sich auf Paraguay auswirken

Berlin: Die Bundesregierung wird alle Maßnahmen der direkten staatlichen Zusammenarbeit in ihren Partnerländern geordnet beenden, aber weiterhin Unterstützung in Not- und Krisenfällen leisten, kündigte Entwicklungsminister Gerd Müller in einer Pressemitteilung am 29. April im Rahmen des “BMZ 2030″ an. Das Vorhaben wird sich auch auf Paraguay auswirken.

„Wir sind dabei, die Art und Weise unserer Zusammenarbeit mit mehreren unserer Partnerländer zu ändern. Das bedeutet mehr Effizienz durch Konzentration auf Schlüsselfragen. Beispielsweise haben sich einige Länder in den letzten Jahren erfreulicherweise so entwickelt, dass sie unsere Unterstützung nicht mehr benötigen”, sagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller laut der auf http://www.bmz.de/de/index.html veröffentlichten Pressemitteilung.

Die Coronavirus-Krise zeigt, dass unser Leben, unsere Wirtschaft und Arbeitsplätze im Zeitalter des globalen Warenaustauschs und -verkehrs neuen sowie unvorhersehbaren Gefahren ausgesetzt sind, wie es in Müllers Botschaft teilweise zum Ausdruck kommt.

Er fügt hinzu, dass die Auswirkungen nicht nur dramatische Herausforderungen mit sich bringen und es die ärmsten Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern sein werden, die am stärksten betroffen sein werden.

„Wir können jetzt nicht einfach zur Normalität der Globalisierung zurückkehren, sondern wir müssen auch die Coronavirus-Krise im Lichte der Megatrends unserer Zeit überdenken und neue Wege beschreiten, in unserer Arbeitsweise, im Engagement für den Klimawandel und den Verlust von Wäldern und biologischer Vielfalt, auch im Hinblick auf das Wachstum der Weltbevölkerung”, sagte Müller.

Als eine der Prioritäten des Reformkonzepts “BMZ 2030″ stellte er fest, dass sein Land zunehmend auf die Anstrengungen seiner Partner und auf die Umsetzung von Reformen angewiesen sei. „Wir fordern unsere Partnerländer insbesondere zu Erfolgen bei der guten Regierungsführung, der Einhaltung der Menschenrechte und der Korruptionsbekämpfung auf. Um das zu erreichen, entwickeln wir umfassendere Reformprogramme und Schlüsselansätze und reduzieren viele Einzelprojekte”, erklärte er.

Müller sagte auch, dass sie neue Kategorien der Partnerschaft einführen, damit sie strategischer mit globalen Partnern zusammenarbeiten können, um globale Güter zu schützen. Oder um in der Lage zu sein, in Krisensituationen wirksame, schnelle und flexible Unterstützung zu leisten.

Der deutsche Minister betont weiter, dass sie die Zusammenarbeit mit keinem Land beenden werden, sondern nur die Form sowie Art und Weise ändern werden. „Bislang hat das deutsche Entwicklungsministerium mit rund 85 Partnerländern direkt zusammengearbeitet. Jetzt reduzieren wir diese Form der Zusammenarbeit. In Ländern, die im Rahmen des Reformprozesses keine direkte staatliche Unterstützung mehr erhalten, stärken wir gleichzeitig die Arbeit der Europäischen Union (EU) und multilateraler Institutionen sowie mit Kirchen und der Zivilgesellschaft.

Er fügt hinzu, dass sie Investitionen des privaten Sektors fördern werden und dazu werden sie die Verwendung der Mittel noch gezielter mit anderen Gebern, wie der EU oder Frankreich, koordinieren, um Doppelarbeit zu vermeiden und die Effektivität zu erhöhen.

Auf der anderen Seite haben Reporter nach dieser Ankündigung von Müller bei der Direktorin für internationale Zusammenarbeit der Nationalkanzlei, Ministerin Cynthia Filártiga Lacroix, nachgefragt, die darauf hinwies, dass sie noch keine offizielle Mitteilung erhalten haben, die Umstrukturierung aber den allgemeinen weltweiten Trend darstellen würde.

Im Gegenzug betonte der Leiter des Verbands der Produzenten aus dem Agrasektor (UGP), Ingenieur Héctor Cristaldo, dass die deutsche Zusammenarbeit in den letzten 30 Jahren der Schlüssel zu der landwirtschaftlichen Entwicklung durch Direktsaat in Paraguay gewesen sei.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Die Reform in Deutschland wird sich auf Paraguay auswirken

    1. Heinz fast richtig…

      „Wir können jetzt nicht einfach zur Normalität der Globalisierung zurückkehren, sondern wir müssen auch die Coronavirus-Krise im Lichte der Megatrends unserer Zeit überdenken und neue Wege beschreiten, in unserer Arbeitsweise, im Engagement für den Klimawandel und den Verlust von Wäldern und biologischer Vielfalt, auch im Hinblick auf das Wachstum der Weltbevölkerung“, sagte Müller.

      Dieser Absatz zeigt recht deutlich… Nur wer dem links grünen Mainstream folgt.. bekommt Geld aus dem begehrten Topf…

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