Die Rentenkasse droht zusammenzubrechen

Asunción: Nachdem eine üppige Erhöhung bei der Altersrente beschlossen wurde, werden nun Stimmen laut, dass diese Maßnahme das System zusammenbrechen lassen könnte.

Die Erhöhung von 550.000 Guaranies für Rentner, die weniger als das Minimum erhalten, wird kurzfristig zu Ungleichgewichten in den Kassen der Sozialfürsorgeanstalt IPS führen.

Der frühere Finanzminister Cesar Barreto wies darauf hin, dass der derzeitige Finanzhaushalt der Rentenkasse nicht ausgeglichen sei. Und dieser genehmigte Anstieg der Rente wird dazu führen, dass sich das Problem vergrößere.

„Das derzeitige System ist bereits unterfinanziert und eine Anhebung der Mindestrente von 50% auf 75% verschlechtert die Situation und beschleunigt offensichtlich den Zusammenbruch, der von nun an zu verzeichnen ist”, sagte Barreto im Gespräch mit Journalisten.

Er fügte an, es gebe keine technische Studie über die Auswirkungen, die der Anstieg verursachen würde. Und dass die Probleme, die es für das Institut IPS habe und kommen werden, eine Reform des Rentensystems dringend machen würde.

„Es scheint mir, dass es eine falsche Entscheidung ist. Ich glaube, dass es technisch gesehen kein Budget für diese Erhöhung hat, ein Risiko darstellt und die finanzielle Verschlechterung des Instituts IPS von nun an beschleunigt. Ich finde es sehr besorgniserregend und in dieser Hinsicht ist die Reform des Rentensystems, über die wir seit so vielen Jahren sprechen, sehr wichtig“, betonte Barreto abschließend.

Wochenblatt / ADN Paraguayo / ABC Color / Beitragsbild Archiv

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3 Kommentare zu “Die Rentenkasse droht zusammenzubrechen

  1. Wurde im WB nicht vor ca. 5-6 Monaten davon berichtet, daß die Rentkassse der IPS nur noch Geld für ein bis zwei Monate hätte? Ich wundere mich daher schon lange, warum die IPS nicht schon die Insolvenz angemeldet hat. Und nun heute obige Meldung. Ist die IPS eine sogenannte “untotbare Einrichtung”? Die Paraguayer werden es schon noch erleben, daß sie bei Eintritt ins Rentenalter leer ausgehen. Alles Eingezahlte futsch oder dort, wo es nicht hin gehört. War da nicht vor einigen Jahren bekannt geworden, daß riesige Einlagen der IPS aus “Gründen einer gewinnbringenden Anlagestrategie” nach Brasilien verbracht wurden um dort bei einer Bank unterzubringen? Nie mehr etwas davon gehört. Mich überrascht in diesem Land überhaupt nichts mehr – höchstens die unbegreifliche Lethargie der Bevölkerung und die Unfähigkeit der Opposition.

  2. Die Generation Z und vielleicht auch schon die Generation Y haben sich von Anfang an damit auseinandersetzen müssen, dass es für sie wohl keine Rente mehr geben wird; zumindest nicht so, wie sie die Großeltern erhalten haben. Ich hatte wirklich damit gerechnet, dass zumindest die Menschen, die bis 2025 in die Rente kommen, noch etwas davon haben werden, aber wie es aussieht, habe ich mich geirrt. Schade.

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