Die Schlinge um den Ex-Präsident der Essap und 40 weiteren Beamten zieht sich zu

Asunción: Die Staatsanwältin Victoria Acuña hat ein Ermittlungsverfahren bei dem staatlichen Trinkwasserversorger Essap eingeleitet. Der Ex-Präsident Osmar Ludovicio Sarubbi und weitere Personen stehen im Fadenkreuz der Ermittlungen.

Acuña beschuldigte den Ex-Präsidenten von der Essap, Osmar Ludovico Sarubbi (Beitragsbild) und 40 weitere Beamte, zwischen 2015 und 2016 einen angeblichen Vermögensschaden in Höhe von mehr als 17.000 Millionen Guaranies verursacht zu haben. Wohin diese Summe geflossen sein soll ist nicht bekannt, weil die Ausgaben nicht gerechtfertigt waren.

Die Staatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität und Korruptionsbekämpfung forderte für Sarubbi und andere hochrangige Beamte, die an der Verwaltung der öffentlichen Gelder beteiligt waren, alternative Maßnahmen, wie zum Beispiel Hausarrest, gegenüber dem Gefängnis.

Neben dem ehemaligen Leiter des Essap sind weitere 40 Personen wegen Vertrauensbruch in das Visier der Ermittlungen geraten.

Laut der Anrechnung wurden die Schecks von Sarubbi und Jhoni Báez Santacruz (Finanzmanager) unterzeichnet. Anschließend stellte das zuständige Verwaltungsmanagement, unter der Leitung von Ricardo Britez, die Transaktionen der Gelder her und fügte Kopien der Lieferantenrechnungen bei, wobei den Anbietern jedoch Quittungen und Zahlungsbelege vorgehalten wurden, nicht jedoch das Protokoll über die Lieferung der Waren und die Erbringung von Dienstleistungen.

Es wurde auch festgestellt, dass Zahlungsaufträge ohne Unterschrift des Bevollmächtigten, des Präsidenten des Unternehmens und ungültigen Rechnungen laut Berichten des Staatssekretärs für Steuern vorhanden waren. Der angebliche Schaden erreicht 17.590.301.286 Guaranies.

Der jetzige Präsident der Essap, Natalicio Chase, informierte vorgestern den Präsidenten der Republik, Mario Abdo Benítez, in einer Anhörung im Präsidentenpalast über den angeblichen Schaden von mehr 17.000 Millionen Gs. zwischen den Jahren 2015 und 2016 in seiner Behörde. Er wies darauf hin, dass Dokumente vorliegen würden, die den staatlichen Schaden eindeutig belegen könnten.

Wochenblatt / ABC Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

4 Kommentare zu “Die Schlinge um den Ex-Präsident der Essap und 40 weiteren Beamten zieht sich zu

  1. Und da behauptet der korrupte Cartes, sein Nachfolger hätte die Korruption noch verschlimmert? Bislang finde ich, seit 13 Jahren, ist es bei diesem Wechsel doch mehr gegen Korruption gegangen? Zumindest was man so mitbekommt als Blankito?

  2. Erhebt sich natürlich die Frage, warum konnten diese hoch kriminellen Elemente jahrelang ihr Unwesen, ihr Schmarotzertum, auf Kosten des Staates, des Volkes, „unentdeckt“ treiben? In Paraguay gibt es von diesen Spezies mehr als erträglich, die von ihren Amigos und Parteigenossen gedeckt werden. Wie lange noch? Wenn es der neuen Regierung gelingen sollte, diesen Sumpf endlich auszutrocknen und diese Volksschmarotzer samt der sie deckenden Amigobrut hinter Gitter zu bringen, dann wäre das das Beste was Paraguay passieren könnte und der neue Präsident würde mit Sicherheit einen ganz heraus ragenden Ehrenplatz in der Geschichte des Landes erhalten.

    1. Viele Fragen, lieber Manni! Hier die Antworten:
      1. Unentdeckt? Ist doch in allen Institutionen des Staates genau so! Die Entdeckung war wohl ein Unglücksfall.
      2. Wie lange noch? Immer, ohne Ende!
      3. Der neuen Regierung sollte es gelingen? Die machen alles dafür, dass es genau so weiter geht!

  3. Ja, Ex-Präsident Osmar Ludovicio Sarubbi, Sarubbi, ein geläufiger Name. Jahrelange dilettantische Aussagen und Erklärungen, warum so ein Staatsbetrieb mittels grati Rohstoff Wasser nicht rentiert. Trotz Investition in Tonnen an Chlor und dem Können, zwei Rohre fünf Meter am falschen Ort einzulegen, dann wieder mit der Hilti auszuspitzen, um sie fünf Meter am richtigen Ort zusammenzufügen, so dass sie auch Vierzehntage lang nicht wieder auseinanderfallen, bekommt dieser Staatsbetrieb monatlich Millionen US-Dollar vom Konsumenten für Wasserlieferung plus Millionen US-Dollar jährlich vom Staat zugeschanzt. Aber immer noch nicht fähig Gewinne zu erzielen.
    17.000 Millionen, also 17 Milliarden Gs. geteilt durch 7 bis 8 Tausend ergibt ein schöner Eurobetrag, den sich die Herren in die eigenen Tasche zu stecken auch reichlich verdient haben, immerhin täglich 7 – 11 Uhr Grundschule abgeschlossen. Nicht ganz korrekt zu handeln und nicht ganz die Wahrheit zu sagen scheint ja hierzulande ein Leistungsausweis dafür zu sein, trotzt einem Achtel an absolvierter Schulstunden eines europäischen Schülers, solche Stellen besetzen zu können.
    Trotzdem eine positive Nachricht, dass sich die Staatsanwaltschaft diesem Herrn annimmt.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.