Die Stromversorgung ist weiterhin ein großer Unsicherheitsfaktor im Land

Asunción: Obwohl der Frühling noch nicht gekommen ist, hat ein geringer Temperaturanstieg ausgereicht, um massive Stromausfälle bei dem Energiekonzern ANDE wieder in Gang zu setzen.

Hinzu kamen zwischen Sonntag und Montag Kürzungen aufgrund angeblicher starker Winde, die mehrere Mittelspannungsleitungen außer Betrieb setzten und in verschiedenen Teilen des Staatsgebiets Stromausfälle verursachten.

Nach Angaben des ANDE wurden die Ausfälle durch “Windböen“ erzeugt, deren Geschwindigkeit zwischen 45 und 70 km/h gelegen haben. Einige Leser gaben jedoch an, dass sie 30 km/h nicht überschritten hätten.

Viele Kunden der ANDE beginnen sich bereits vorzustellen, was im Sommer dieses Jahres passieren wird, der mit der Dürre, die das Land plagt, viel stärker ausfallen könnte als der vorherige Sommer (2018/19), wenn die Stromausfälle sowohl bei Tag als auch bei Nacht erfolgen. Sie waren häufig und hatten Lastspitzen von mehr als 3.000 MW, was praktisch der Hälfte des erzeugten Stroms von Paraguay in Itaipú entspricht.

Reporter haben versucht, (vergeblich) mit dem ANDE-Vertriebsleiter, Ing. Andrés Ramírez, über dieses Thema zu sprechen, der keine Anrufe oder Nachrichten entgegennimmt.

Wochenblatt / ABC Color / Foto Archiv

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7 Kommentare zu “Die Stromversorgung ist weiterhin ein großer Unsicherheitsfaktor im Land

  1. Also wenn das so wird wie letzten Sommer kann ich mir dann gleich mal die Kugel geben (was natürlich ein paar von Euch freuen würde, doch den Gefallen werde ich ein paar von Euch nicht tun).
    Hatte letzten Sommer wirklich viel Stromausfälle, obwohl der neue Jefe, der mit dem neuen Präsidenten ans Trögchen des Steuerzahlers kam – Staatssaftladen ANDE mach 14 Millionen US$ Jahresverlust. Nur mit Schwarzanschlüssen! – versprach, es werde alles besser seit er da ist und schon viel Infrastruktur eingekauft worden sei.
    Einmal hatten wir kardinale ZWEI Tage keinen Strom. Ja, richtig gelesen ZWEI Tage. Ich meine, was auch immer da der Brokenkäfer zugeschlagen hat, aber ZWEI Tage, um das zu reparieren ???

    1. Ist doch normal hier bei der Ande, man ruft an, 3-4 Stunden später erscheinen dann, wenn es nicht regnet, 2 Beamte. Nach 2 Stunden “ intensiver Suche“, stellen die Beamten dann fest, der Trafo muss defekt sein. Dann wird eine Fremdfirma beauftragt den Trafo zu wechseln, da aber die Fremdfirma keine Ersatz Trafos hat und dieser erst geliefert werden muss, von irgend wo aus der Pampa, kann auch die Firma wenig tun bis der Trafo ankommt und mit Ochsenkarre geliefert, kann es schon mal 1-2 Tage dauern bis das Teil hier ist. Naja egal Trafo ausgetauscht, Ande und Fremdfirma sind glücklich. Nach Austausch des Trafo fehlt eine Phase, wieder anrufen, 3-4 Stunden später Stehen wieder die Beamten der Ande vor der Tür, sagen ist alles Ok, muss an meinen Internen Kabeln liegen, ok kann passieren, auf die Frage, warum denn 4 von meinen Nachbarn im Dunkeln sitzen und die Straßenbeleuchtung nicht funktioniert, haben die sich dann nach prüfen bei mehreren Nachbarn, die 3 Phasen benötigen, die Kabel angeschaut, siehe da, nach 2 Stunden wurden Sie fündig. Komplette Reparatur fast 3 Tage.

      1. Ja, toll. Wahrscheinlich liegt es nicht einmal am Können der ANDE-Mitarbeiter, sondern allgemein an der Mentalität hierzulande und der Aufbau- und Ablauforganisation (ein Begriff aus der BWL).
        Wenn die ANDE defizitär ist, dann haben Sie die „Verbrauchsartikel“ wie Trafos etc. nicht am Lager. Das ist natürlich nicht gerade sehr professionell, denn so oder so haben Trafos nun mal ihre Lebensdauer. Vor allem bei der Hitze im Sommer und den daraus resultieren vielen Klimaanlagen.
        Nun, ich bin ja kein Jefe der ANDE, noch Elektroingenieur, noch Betriebswirt, aber was könnte man dagegen tun? Frage ich mich. Nun, nur so als Idee: Vielleicht gewinnbringend produzieren, sodass auch Neuanschaffungen getätigt werden können. Aber lassen wir das, ich glaube, Paraguay ist ein tief kommunistisches Land mit der Maske einer Demokratie. Ein paar Wenige stoßen sich auf Kosten des Volkes gesund, dafür erhalten sie ein paar Krümel. Ah, ja, ich bin ja auch kein Geschichtsprofessor, aber so oder so ähnlich ist das glaubs in der UDSSR auch abgelaufen, das was wir heute in Paraguay haben. Hat aber glaubs auch da nicht funktioniert.

        1. Du weist doch wie es hier läuft, Hauptsache ich habe mein monatlichen Lohn im Sack und zwar pünktlich, arbeiten für den Lohn ist Nebensache.

          1. Hehe, jaja, das ist in DÖCH aber auch so, nur, in DÖCH ist man schnell weg und bekommt Ende Monat nichts, hier in Paraguay trotzdem.
            In den öffentlichen Schulen bereiten sich die Schüler schon auf das Frühlingstanzfest vor. Das Frühlingsfest wird dann in der letzten Woche dieses Schuljahres sein, irgendwann im November, bevor es bis Februar 2020 in die Sommerferien geht. Macht dann ein Vierteljahr Schulferien. Also unter Leistungsdruck leiden hiesig Menschen ja nicht gerade. Sollen ja auch keine Hochleistungsmaschinen sein wie in DÖCH, aber manchmal schon mühsam dieses „todo tranqui“, vor allem, wenn man selbst noch etwas machen muss. Und um so viel billiger ist der Strom hierzulande auch wieder nicht, als dass es den schlechten Service der ANDE wert wäre. Immerhin, wenn kein Strom da ist verdient die ANDE auch nichts. Aber wie DU richtig schreibst: „Egal, Zahltag kommt trotzdem“. Und wenn auch vom Steuerzahler. Ah, so gesehen müssen wir also auch für Strom bezahlen, wenn gar kein Strom geliefert wird. Echt jetzt, das ist unlogisch man!

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