“Die Studenten überschreiten die Grenze zur Demokratie“

Der Aufstand von Studenten sorgt immer für Unruhen. Einige Regierungen kamen dabei schon ins Straucheln. In Paraguay ist dies ebenfalls immer noch möglich. Denn die Proteste dauern unvermittelt an.

Nun aber gehen auch die Dozenten in die Offensive. Vor allem an der Nationalen Universität von Asunción (UNA) bilden sich immer wieder Brandherde. Mehrere Professoren behaupten, dass eine Gruppe von Studenten viele Informationen verdrehen würde und diese auch in der Presse verfälscht würden.

Lourdes González Soria, eine Professorin für Agrarwissenschaften, erklärte, Änderungen in der Satzung an der Universität könnten zwar ins Auge gefasst werden, aber mit einem dauerhaften Streik würden keine Ergebnisse erzielt. „Die Studenten überschreiten die Grenzen der Demokratie. Sie denunzieren Unterrichtende in der Öffentlichkeit. Das schafft ein falsches Bild. Nicht alle sind in einen Korruptionsfall verwickelt. Der Ruf der UNA und aller anderen Universitäten steht auf dem Spiel“, sagte Soria.

Die Studenten besetzten den zentralen Verwaltungsrat der Universität auf unbestimmte Zeit und verlangen von der Leitung eine Änderung der Satzung. Sie fordern weiterhin eine Mitbestimmung bei den Wahlen zum Vorstand der UNA sowie einen Rechenschaftsbericht über die Verwendung öffentlicher Gelder. Die Studenten schlagen weiter vor, nur Positionen in höheren Ämtern nur zu besetzen, wenn diese vertrauenswürdig seien. Ebenfalls müssten die Auswahlkriterien geändert werden.

Ein ganzer Maßnahmenkatalog an Forderungen. Ob er durchgeht sei dahingestellt. Die UNA dürfte aber so schnell keine Ruhe finden, denn das Vorhaben ist richtungsweisend für alle Hochschulen im Land.

Quelle: Hoy

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2 Kommentare zu ““Die Studenten überschreiten die Grenze zur Demokratie“

  1. Solange schreiende Missbräuche wie bei den Veterinären möglich sind – immer unter den Augen der Leute, die heute die Studenten bremsen wollen – kann nichts geglaubt und alles erwartet werden.

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