Die tägliche Gefahr mit Kühen auf den Straßen

Capiibary: Am gestrigen Nachmittag ereignete sich im Ortsteil San Isidro ein Verkehrsunfall der vermeidbar gewesen wäre. Eine angeleinte Kuh kreuzte die Straße und spannte das relativ dünne Seil stark, als ein Moped besetzt mit zwei Jugendlichen sich der Stelle näherte.

Der 16-jährige Fahrer wurde dabei stark am Hals verletzt. Ein Transport ins Krankenhaus nach Coronel Oviedo wurde zwar durchgeführt, jedoch ohne den gewünschten Erfolg – der Patient kam da ohne Leben an. Sein Sozius blieb bis auf kleinere Prellungen unverletzt.

Obwohl der Fahrer die Leine der Kuh hätte sehen müssen kann man ebenso gut die Schuld bei denen suchen, die kein Grundstück haben jedoch dutzende von Kühen. Diese halten dann den Randstreifen sauber. In vielen Fällen sind sie auch ohne Leine dank ihres stämmigen Körpers selbst eine große Gefahr für Auto wie Motorradfahrer.

Eine gesetzliche Regelung über das Grasen lassen von Kühen auf Straßen gibt es. Diese verbietet den Eigentümern dies. Da sich jedoch keiner an die Einhaltung des Gesetzes hält ist es auch wertlos. Nur in und um Capiibary wird wohl im nächsten Monat eine Jagd nach Kühen stattfinden.

(Wochenblatt / Última Hora)

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5 Kommentare zu “Die tägliche Gefahr mit Kühen auf den Straßen

  1. Daß die Rinder die Straßenränder abgrasen, wäre ja eigentlich kein Problem.
    Nur sind sie entweder gar nicht angebunden oder, wie in diesem Fall, mit einer viel zu langen Leine.
    Und ich glaube eher nicht, daß ein sich näherndes Fahrzeug in jedem Fall die gespannte Leine rechtzeitig sehen kann.

    1. Ein paraguayischer jugendlicher Motofahrer kann das Seil nicht sehen, weil er ja auf sein Handy schauen muss, um eine SMS zu lesen, zu schreiben oder das tolle Tigo-Facebook sich anzuschauen.
      Natürlich trotzdem mein Beileid. Jeder Tote im Straßenverkehr ist einer zuviel.

  2. Ja die lieben Kühe!!!!!

    Im gesamten Sanber….werden die Kühe gar nicht angebunden und wenn: dann eher an dünne Ästchen oder kleine Büsche, die die Kühe auf alle fälle losbekommen und stundenlang hinter sich herziehen.

    Die Besitzer der Kühe, die diese in den Barrios grasen lassen, müßte man alle anzeigen und bestrafen.

    Die Kühe bleiben sogar die ganze Nacht draußen und bekommen nichts zu saufen.
    Die brüllen die ganze Nacht, die armen Tiere….. möchte man direkt sagen.
    (Ob die Besitzer auch tags- und nachts über ohne „Saufen“ auskommen)?

    Der Sr. Bürgermeister sollte mal wieder, wie vor zwei Jahren die Gauchos mit Pferden losschicken, um die Kühe von der Ruta zu entfernen, ehe noch Schlimmeres passiert.

  3. Jedes Menschenleben, das aufgrund der nachläßigen Tierhaltung verloren geht ist eine Schande für den Gesetzgeber.

    Anstatt das Leugnen des Holocaust
    (die sind ja schon alle tot – oder auch nicht)
    unter Strafe zu stellen sollte man die Untätigkeit der Municipalidad bezüglich der Rinderplage unter mindestens das Strafmass eines grob fahrläßigen Totschlags stellen.

    Jeder Rinderbesitzer müsste eigentlich sein Rind bei der Municipalidad gemeldet haben. Nur so kann er es auch schlachten und kommerziell verwerten lassen.
    Die Municipalidad müßte nur nach einem Nachweis/Beweis der Weidemöglichkeit fragen, Pacht oder eigenes Land, und bei zu wenig Hektar für die Rinderanzahl den Überhang als Multa schlachten lassen.

    Leider landet das Rind im Kreise der Verwandschaft und die nicht gemeldete Kuh wird nicht gemeldet geschlachtet.

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