Die Taxipferde aus Villarrica

Villarrica: Die Tradition der Taxipferde, seit 1940 als Transportmittel Karumbé im Einsatz, ist weitläufig bekannt. Jetzt wollen die Betreiber dieser Pferdekarren auch wieder ihren Betrieb aufnehmen, um nicht so wie die Eisenbahn in Paraguay zu enden.

Einer der Sektoren, der weiterhin von der Covid-19-Pandemie betroffen ist und dessen Betrieb seit letztem März stillliegt, sind die Pferdekarren in Villarrica. Jetzt bitten sie die Behörden in einem verzweifelten Anruf, das Protokoll zu überprüfen, damit sie wieder arbeiten können.

„Die Situation hier in Villarrica ist sehr schlimm. Die Behörden helfen nicht, die Hilfe, die wir erhalten, ist gleich Null“, sagte Celso Acuña, Präsident der Karumbé-Assoziation, in Kontakt mit dem GEN-Kanal. Er fügte hinzu, dass 16 Menschen betroffen seien, die verzweifelt versuchen, angesichts der Not wieder zu arbeiten.

Vor der Pandemie hatten sie viel Arbeit in der Gegend, da diese attraktiven Karren, die als Taxis dienen, von Touristen, die Villarrica besuchten, sehr geschätzt werden. „Die Behörden agieren als unwissend. Sie entschuldigen sich dafür, dass sie uns nicht geholfen haben. Ich habe auch mit den Leuten vom Tourismusministerium geredet, aber niemand achtet darauf und sie versprechen uns nichts“, betonte Acuña.

Er betonte, dass es sehr traurig sei, dass eine Tradition, die seit mehr als 100 Jahren in der Region bestehe, gebrochen werde. „Früher waren wir zwischen 20 Personen und jetzt gibt es morgens nur noch 4 Pferdekarren und nachmittags sid 2 im Einsatz. Die anderen suchten sich woanders Arbeit, da wir den Betrieb nicht aufnehmen können“, sagte Acuña.

Zu einem anderen Zeitpunkt betonte er, dass dieses traditionelle Transportmittel sehr bald wie der Zug enden werde, weil man nicht schätze, was zu unserer Kultur gehöre. „Es wird nicht geschätzt und dies endet nach und nach. Es sind nur noch vier von uns übrig. Wir können nicht einmal unsere Tiere füttern, sodass viele beschlossen, ihre Pferde zu verkaufen und sich etwas anderem zu widmen, um sie nicht leiden zu lassen. Es gibt keine Arbeit, die Situation ist schlimm“, betonte er.

Acuña versicherte, dass viele Familien in Villarrica arbeitslos seien und nur sehr wenige staatliche Zuschüsse erhalten haben. „Glücklicherweise erhalten wir Hilfe von Privatpersonen, die uns Essen geben, aber von der Stadt und der Regierung erhalten wir nichts“, erklärte Acuña abschließend.

Wochenblatt / La Nación

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6 Kommentare zu “Die Taxipferde aus Villarrica

  1. Taxipferde, eine tolle Idee zur Verschmutzung der Straßen und der Behinderung des öffentlichen und Individualverkehrs. Die Tiefe finden das auch so toll über die heißen asphaltierten Mondkrater zu wackeln.

  2. | „Einer der Sektoren, der weiterhin von der Covid-19-Pandemie betroffen ist und dessen Betrieb seit letztem März stillliegt, sind die Pferdekarren in Villarrica. “
    Das muss an mir vorbeigegangen sein. Ich hatte vor allem die letzten Wochen über das Gefühl, wieder mehr Taxipferde gesehen zu haben. Sie standen zwar nicht an den Stellen, wo sie sonst immer stehen, aber unterwegs waren sie.
     
    | „Er betonte, dass es sehr traurig sei, dass eine Tradition, die seit mehr als 100 Jahren in der Region bestehe, gebrochen werde.“
    Weiter unten steht ja schon geschrieben, dass einige ihre Pferde verkauft haben; trotzdem sind die sogenannten Taxipferde meist in einem schlechten Zustand. Es ist schön, wenn Pferde genutzt werden, aber wenn man sieht, wie abgemagert auch manche Taxipferde hier sind und es bereits vor der Pandemie waren, dann überlegt man sich zweimal, ob man denn wirklich das Angebot nutzen will. Den Tieren kam es bisher wohl weniger zugute. Tradition muss nicht immer bedeuten, dass etwas gut ist.
     
    | „Acuña versicherte, dass viele Familien in Villarrica arbeitslos seien und nur sehr wenige staatliche Zuschüsse erhalten haben.“
    Es ist wirklich schwer eine angemessene Arbeit in Villarrica zu finden. Arbeit an sich gibt es genug, aber zwölf Stunden Arbeit, an sechs Tagen die Woche und das für gerade einmal knapp, wenn überhaupt den Mindestlohn, nenne ich keine Arbeit, sondern Ausbeutung. Die meisten Arbeitgeber wollen ja auch, dass man 24/7 für sie erreichbar ist. Wer da nicht mit macht und nicht mit dem kleinen Lohn zufrieden ist, wird durch wen ausgetauscht, der sich das gefallen lässt; und davon gibt es leider zu viele.
    In Villarrica konnte man auch leider gut beobachten, wie manche Supermärkte ihre Preise in die Höhe getrieben haben, wenn es zu einer finanziellen Hilfe vom Staat kam. Dagegen drohte man zwar vorzugehen, aber das einzige Vorgehen war wohl nur, dass es keine staatliche Unterstützung mehr gab.

  3. Den Aspekt, ob es den Tieren dabei gut geht, lasse ich mal beiseite.
    Aber es ist genau der gleiche Hohn wie es während der Quarantäne mit den Läden war.
    Die Supermärkte durften öffnen und anfangs drängten sich die Menschen dort dicht an dicht.
    Dabei gab es selbstverständlich keine Ansteckungsgefahr.
    Aber Bekleidungsgeschäfte, Geschenkartikelläden und andere, die mussten schließen.
    Denn dort hätte das Virus sicherlich furchtbar gewütet, obwohl dort durchschnittlich weniger Menschen auf einmal einkaufen wir im Super.
    Und noch ein Knaller: die Märkte unter freiem Himmel waren natürlich auch verboten.
    An der frischen Luft ist da Virus ja bekanntlich viel aggressiver als im geschlossenen Super.
    Taxi war und ist erlaubt.
    Pferdetaxi ist verboten.
    Normale Bürger müssen Maske tragen, Abstand halten, dürfen nicht gemeinsam Sport treiben oder feiern.
    Die Politiker dürfen es, ohne Maske, ohne Abstand.
    Es herrscht die pure Willkür.
    Nach dem Motto: Ene mene mu, geschlossen bleibst du.
    Und warum funktioniert das schon seit März ohne Aufstand oder auch nur Murren?
    Weil es die Menschen lieben, sich verar….. zu lassen.

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