Die wahren Geschäfte der Taxifahrer

Asunción: Insgesamt 79 Taxihaltestellen gibt es in Asunción. Ein Register darüber wurde von der Stadt an den Stadtrat übergeben. Die Daten sind unvollständig und zeigen auf, dass Pächter ohne jedwede Zahlung an die Stadt wechselten. Es geht um Millionen!

Wenn man auf den Anzeigenseiten im Internet schaut, sieht man Angebote von Taxiständen, die von 180 – 230 Millionen Guaranies kosten. Die, die die Angebote einstellen, findet man jedoch nicht in der Liste, die die Stadt präsentierte. Außerdem bekommt beim Wechsel der Pächter die Stadt nichts. Nicht so der städtische Angestellte, der den Namen ändert. Der nimmt mit Sicherheit eine angemessene Kommission, um den Deal legal wirken zu lassen.

Diese Unregelmäßigkeiten wurden nun im Zuge der Kritiken an Uber & Co. öffentlich. Es ist anzunehmen, dass eine Art Neuordnung beantragt, jedoch niemals umgesetzt wird. Sobald das Thema an Wichtigkeit verliert, geht es für Taxistandpächter wieder so weiter wie zuvor. Der einzige Wechsel ist der Kaufpreis der Parkflächen, der wegen der Konkurrenz weiter unten angesetzt werden muss.

Wenn man ernsthaft daran interessiert wäre diese Unordnung zu richten, würde keiner mehr Taxi fahren, da die Pachtgebühren, die die Stadt einnimmt, noch zu den Fahrpreisen dazu addiert werden müssten. In diesem Sinne ist es von Seiten der Stadt einfacher, den Taxifahrern aufzuzeigen wo ihre Schwächen liegen und den Uber und Muv Fahrern freie Hand bei ihrer Arbeit zu lassen.

Mit ihrem überheblichen verhalten sorgen Taxifahrer höchstwahrscheinlich selbst dafür, dass man sie nur in Notsituationen ruft.

Wochenblatt / Última Hora / Abc Color

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3 Kommentare zu “Die wahren Geschäfte der Taxifahrer

  1. Man muss einfach gratis arbeiten. Nur so kann der Unternehmergott noch etwas mehr Gewinn anhäufen. Wenn das auch nicht mehr reicht zahlen wir dann dafür, dass wir arbeiten dürfen. Funktioniert. Ganz sicher.

  2. Och, das haben die verantwortlichen Amigos der Stadtverwaltung halt einfach nicht wissen können, dass man den Taxis auch eine Standgebühr verrechnen könnte, schließlich parken sie auf öffentlichem Grund. Woher auch? Kann und will eh niemand kontrollieren. Hat man persönlich ja nichts davon. Wobei man durchaus einen kleinen, landesüblichen Gehaltszustupf daraus hätte machen können.
    Vermutlich war halt einfach der Amigo des Amigos vom Taximeisterverbands zur richtigen Zeit am richtigen Schalter und hat diese Nebensache unter sich regeln können.
    Dass hierzulande Geschäftslokale an bester Lage und offenbar auch die Standplätze nur gegen die Zahlung einiger tausend US$ erfolgt, ist sehr comun. Das heißt dann, so und soviel Miete und so und soviel „para la llave“ (für den Schlüssel). Sonst bringt das nämlich nichts, wenn man Miete fürs Geschäftslokal bezahlt, aber die Schlüssen nicht ausgehändigt erhält.

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