Die zwei Möglichkeiten um Behandlungen von Unfallopfern zu zahlen – höherer Benzinpreis oder teurere Steuermarken

Asunción: Ein Fond mit dem Namen Obligatorische Versicherung gegen Verkehrsunfälle (SOAT) könnte eingeführt und finanziert werden durch höhere Literpreise der diversen Benzinsorten oder teurere Steuermarken der Städte.

Das Projekt welches schon im Abgeordnetenhaus liegt sieht vor den Fond von Privatversicherungen betreuen zu lassen. Die Gelder des SOAT sind exklusiv für die Behandlung von Unfallopfern und nicht für die Behebung materieller Schäden gedacht.

Der Abgeordnete David Ocampos  (Unace) plant die Kreierung der besagten Versicherung für alle Verkehrsteilnehmer die ein Fahrzeug haben, sei es ein Pkw oder ein Moped.

So könnten zum Beispiel die Motorradfahrer 20.000 Guaranies zahlen während Autofahrer für 150.000 Guaranies versichert sind. „Für den Fall, dass das Gesetz in Kraft treten sollte, wird dies nicht vor 2013 sein“, versicherte Jorge Samaniego, Präsident der paraguayischen Industriekammer für Motorräder.

Über die Notwendigkeit einer solchen Versicherung ist nicht zu streiten. Jedoch kann man auch mal darüber nachdenken, ob dies nur ein Teil der Lösung ist. Ja, genau, die Rede ist von einer Fahrschule. Mit der Bildung beginnt alles also warum nur die Wunden der Opfer kurieren wenn man ihnen auch im Vornherein das Fahren wenigstens ansatzweise beibringen kann.

Für den Fall, dass der Benzinpreis erhöht wird (nicht der Diesel) wäre die Erhöhung exklusiv für die medizinische Hilfe. Im Fall der Steuerkartenerhöhung wäre dies etwa ein Tageslohn pro Jahr.

Mit dem Hilfsfond sollen Behandlungskosten von bis zu 20 Millionen pro Opfer gedeckt sein. Der einzige Haken an der notwendigen Neuerung ist mal wieder die Verfassung, die den Städten als einzige die Handlungsfreiheit in Bezug auf die Fahrzeuge einräumt. Ähnlich wie beim ITV könnten sie Erfolg bei einer Verfassungsklage haben.

(Wochenblatt / Última Hora)

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9 Kommentare zu “Die zwei Möglichkeiten um Behandlungen von Unfallopfern zu zahlen – höherer Benzinpreis oder teurere Steuermarken

  1. Auf die Gefahr hin, daß jetzt über mich hergefallen wird, weil ich „alles so haben will wie in Europa“

    Meiner Meinung nach wäre es viel sinnvoller, für Auto- und Motorradfahrer eine Haftpflichtversicherung einzuführen.
    Und jetzt bitte nicht wieder das Totschlagargument: die armen Paraguayer können sich das nicht leisten.
    Wer es sich in anderen Ländern nicht leisten kann, fährt eben nicht. Punkt.

    Gelder, die in irgendeinen staatlichen Fond eingezahlt werden, werden sicherlich in dunklen Kanälen versickern und keinesfalls Unfallopfern zugute kommen.

    Wer ein Fahrzeug lenkt, trägt auch die Verantwortung für alles was damit zusammenhängt.

  2. Kann mir jemand erklären, warum die Erhöhung nur Benzin und nicht Diesel betreffen soll? Sind Dieselfahrzeuge deutlich öfter an Unfällen beteiligt? Wo finde ich eine aktuelle Unfallstatistik?

      1. Ohne es genau zu wissen, am Dieselpreis hängen noch ganz andere Dienstleistungen wie Personenbeförderung, Warentransport usw. Alle in Paraguay bewegten Motorräder fahren mit Benzin.

      2. Also wirklich, ich kann mir kaum vorstellen, dass Fahrer/innen von Dieselfahrzeugen mehr Unfälle verursachen als Fahrer/innen von Benzinern.
        Allerdings schließe ich mich dahingehend an, dass alle Kraftstoffe betroffen sein sollten – der fairneshalber.
        Das gibt sonst auch wieder böses Blut.

  3. Kraftfahrzeuglenker die bisher “ freiwillig “ eine Fahrzeug- und Unfallversicherung abgeschlossen haben wären benachteiligt – Deshalb Versicherungspflicht für alle Fahrzeughalter – anders geht es nicht ! Aber niemals über die Fahrzeugsteuer oder Spritpreise – ganz klar.

  4. Auf Bananenschalen können Menschen ausrutschen, was Gesundheitsschädigungen hervorrufen kann.
    Statistisch gesehen: gegen Null.
    Fazit: Keine Bananen-Wegwerf-Versicherung nötig.
    Mit Waffen können Menschen anderen viel Leid bringen. Statistisch gesehen: kommt vor.
    Fazit: Eine kleine Steuer auf Waffenbesitz um Opfer zu helfen.
    Mit Fahrzeugen kommt es zu tragischen Unfällen.
    Statistisch gesehen: kommt häufig vor.
    Fazit: Eine obligatorische Unfallversicherung ist nötig.

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