Diplomaten gegen neuartigen Gesetzesentwurf

Asunción: Ständig auf der Suche um neue Posten zu schaffen legten drei Senatoren einen Entwurf vor, mit dem landwirtschaftliche Attachés in Botschafter Eingang finden. Es hagelt Kritik.

Der diplomatische Dienst ist wie auch in anderen Ländern geregelt. Botschaften und Konsulate werden von eigenem Personal bestückt, ausgenommen ein Präsident möchte sein eigenes Personal an einem Ort sehen.

Die Senatoren Enzo Cardozo, Ramón Gómez und Blanca Fonseca brachten Ende Oktober einen Gesetzesentwurf ein, mit welchem den Botschaften des Landes ein Beauftragter für landwirtschaftliche Belange zugeteilt wird. Da Paraguay einen großen landwirtschaftlichen Sektor hat und weiterhin auf Investitionen angewiesen ist, soll mit dem neuen Vertreter ein Verknüpfungspunkt angeboten werden.

Der Verdacht, dass dies nur eine Planstelle ist, also ein gut bezahlter Posten im Ausland mit diplomatischer Immunität kam schnell bei den paraguayischen Diplomaten auf, auch wenn diese sich diplomatischer ausdrückten.

Karem Ruiz, Präsidentin der Vereinigung der Berufsdiplomaten Paraguays (Adep) sprach sich dagegen aus und bat Senator Cardozo das Projekt zurückzuziehen. Da die diplomatische Laufbahn schon geregelt ist, wäre es verfassungswidrig ein Gesetz mit gleichem Charakter zu integrieren, bei dem Personen ungerechtfertigte Privilegien erhalten und die Arbeitsjahre der Berufsdiplomaten außer Acht gelassen werden.

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “Diplomaten gegen neuartigen Gesetzesentwurf

  1. Wenn diese hoch bezahlten Damen und Herren doch so erfinderisch und kreativ seien wollen sollten sie als ersten an die Hospitäler und Straßen Verhältnisse denken was beides sehr Ungenügend ist. Schliss- lich ist es das Volk was sie dahin gewählt hat wo sie sitzen. Genauso wie in Deutschland haben diese polit Schmarotzer vergessen wer sie beauftragt hat.In Deutschland rede ich schon lange nicht mehr von einer Parlamentarischen Demokratie sondern von einer Parlamentarischen DIKTATUR,scheint hier genauso zu gelten. Was fehlt ist so etwas wie die Französische Revolution, wo diese Bande aus den Amt geworfen wird.

    1. Selbst die französiche Revolution hat wieder neue Volksschmarotzer und Betrüger hervor gebracht. Solange sich das Volk das gefallen läßt und buckelt, wird sich nie etwas ändern. Politiker handeln nach dem Motto „Frechheit siegt“ und „was geht mich mein Geschwätz von gestern an“.

  2. Mich wuerde mal interessieren, wieviel Steuergelder verbrannt werden durch Personal in auslaendischen Botschaften. Ich glaube, ich wuerde ohnmaechtig werden, wenn ich diese Zahl sehen wuerde.

  3. Sie generieren Ämter um die Parteigänger unter zu bringen,wie bei den Kommunisten.
    Angefangen wurde ja schon, rote Hemden,vielleicht kommen noch rote Socken dazu.
    Die anderen waren Sparsamer mit der roten Fahne für alle.

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