Direktinvestitionen stiegen in 2022 um das Vierfache

Asunción: Laut einem Bericht der paraguayischen Zentralbank, der diese Woche veröffentlicht wurde, stiegen die Direktinvestitionen aus dem Ausland in 2022 um fast das Vierfache zum Vorjahr.

Die paraguayische Zentralbank (BCP) hat Daten zu den Direktinvestitionen (DI, früher ausländische Direktinvestitionen) in Paraguay veröffentlicht. Den Berichten der Zentralbank zufolge gab es im Jahr 2022 einen Bruttozufluss von 2,23 Milliarden US-Dollar und einen Abgang von 1,5 Milliarden US-Dollar, so dass unter dem Strich 725 Millionen US-Dollar registriert wurden. Im Jahr 2021 waren es nur 185 Millionen US-Dollar.

Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren, wie aus den letzten offiziellen Berichten hervorgeht. Die Techniker der Zentralbank wiesen darauf hin, dass das positive Ergebnis im Jahr 2022 hauptsächlich auf die wiederinvestierten Gewinne der Unternehmen und in geringerem Maße auf die vorgenommenen Kapitalisierungen zurückzuführen ist.

Aufgeschlüsselt nach Wirtschaftszweigen fällt die Dynamik der Nettoströme der DI in den Bereichen Kredit- und Versicherungsgewerbe, Handel, chemische Industrie, Erdöl- und Metallerzeugnisse auf, die durch geringere Nettoströme in den Bereichen Nachrichtenübermittlung, Viehzucht, Verkehr sowie Maschinen und Ausrüstungen abgeschwächt wurde.

Die paraguayische Zentralbank wies darauf hin, dass Paraguay in den letzten Jahren Direktinvestitionen aus einer wachsenden Zahl von Ländern erhalten hat. Gegenwärtig stammen diese hauptsächlich von Investoren aus Brasilien, den Vereinigten Staaten, den Niederlanden, Uruguay und Spanien, obwohl es auch Länder wie Luxemburg und Deutschland gibt, die ihre Position in der lokalen DI ausgebaut haben.

Die Zahl der Länder, die in unserem Land Direktinvestoren sind, ist von 35 im Jahr 2008 auf 48 im Jahr 2022 gestiegen.

Anderes Szenario im Jahr 2023

Miguel Mora, Chefvolkswirt der Zentralbank, wies darauf hin, dass Paraguay zwar einen sprunghaften Anstieg der Netto-Direktinvestitionsströme im Jahr 2022 verzeichnete, die Zahlen für 2023 aber voraussichtlich nicht so hoch ausfallen werden. “Heute veröffentlichen wir einen Fluss von etwa 700 Millionen US-Dollar, wovon ein Teil auf Nettokredite von Muttergesellschaften an lokale Unternehmen entfällt. In Anbetracht der zu erwartenden Rückzahlung könnten wir uns für 2023 ein Niveau der Direktinvestitionen vorstellen, das sich dem Durchschnitt von 317 Millionen US-Dollar annähert”, sagte er.

Wochenblatt / Abc Color

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