Doppelmord: Deutscher in Untersuchungshaft

Der ermittelnde Staatsanwalt Dario Villagra hat Anklage gegen den deutschen Staatsbürger Dieter Rainer Michael Venus erhoben, der Ermittlungsrichter Victor Vega ordnete Untersuchungshaft an.

Im Augenblick ist er der Hauptverdächtige an dem Mord seiner Ex-Partnerin und dessen neuen Freund, beide auch deutsche Staatsbürger. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend, wie wir berichteten. Der Staatsanwalt schaltete einen Übersetzter ein, aufgrund der Sprachbarriere, dem Verdächtigen wurde ein Anwalt gestellt.

Als Tatmotiv, laut den Vernehmungen aus der örtlichen Polizeistation in Carapeguá, dürften Eifersucht und Rache im Raum stehen. Vor einigen Monaten hatte sich Venus von seiner Frau getrennt und Morddrohungen gegen sie ausgesprochen, aus diesem Grund war er für 22 Tage in Misiones inhaftiert.

Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass mehr Menschen an dem Doppelmord beteiligt sind, denn nach Abschluss der Autopsie wurden drei verschiedene Arten von Kugeln mit unterschiedlichen Kalibern in den Leichen festgestellt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft, Fredy Figueredo.

Der Verdächtige wurde gestern von der Staatsanwaltschaft in Carapeguá vernommen, lehnte aber jede weitere Aussage ab und bat nur um einen Verteidiger und Übersetzer, der von Amts wegen schon eingeschaltet wurde, aufgrund Verständigungsprobleme.

Villagra erwähnte weiter, man stellte Beweise sicher, wie unter anderem Handschuhe, Taschenlampen und Schaufeln hinter dem Haus. Der Verdächtige hatte anscheinend keine Zeit zu fliehen, weil sofort Polizeieinheiten vor Ort eintrafen, die von Nachbarn alarmiert wurden, laut dem Staatsanwalt.

Quelle: ABC Color

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11 Kommentare zu “Doppelmord: Deutscher in Untersuchungshaft

  1. da sieht man mal wieder bestaettigt was hier in den letzten Jahren leider an deutscher „creme de la creme“ reingelassen wurde…… – wuerde mich nicht im Geringsten wundern wenn die Helfer auch noch Deutsche sind!

  2. Vielleicht wurde der Mord aber auch von Anderen begangen und er hat sich während
    der Tat im Schrank versteckt. Die Moral von der Geschichte, wer keine Spanisch
    kann, ist immer der Dumme.

  3. Ich finde es auch unter der Gürtellinie hier solch Spekulationen zu veröffentlichen die wahre Geschichte kennen nur die beteiligten selber aber ist natürlich einfacher so den Sündenbock zu finden. Niemand von euch weiß was wahr und falsch ist. Und man sollte die ganze Vorgeschichte kennen und die kennen nur wir als Angehörige. Wartet mit euren Kommentaren einfach mal ab bis zum Abschluß der Untersuchungen denn bis jetzt ist noch nichts bewiesen.

      1. Das denke ich nicht. Da der Haupttatverdächtige ein Deutscher ist, wird man den schon unter die Lupe nehmen, mehr sicherlich dann aber auch nicht. Solange kein Paraguayer als Verdächtiger beteiligt ist, wird mit Sicherheit untersucht werden ;-(

    1. Ich bin auch der Meinung, dass man erstmal die Untersuchungen abwarten sollte. Aber ganz ehrlich, wie kommt ein Mann, der nichts mit der Tat zu tun hat, und von einem der Opfer gebeten wurde, Abstand zu halten, in deren Kleiderschrank? Bevor Ihr Mitleid mit ihm habt, sollten erstmal beide Seiten der Medaille betrachtet werden.

    1. Da wäre ich auch mal neugierig.

      Eigentlich kann es ja nicht so sein wie bei den üblichen Morden an DACHLer, wie z.B. beim Mord an dem Schweizer in Atyra.

      HIer waren die Täter ja nicht die Guten, die nur die reichen Ausländer dizimiert haben, sondern selbst ein böser reicher Ausländer.
      Ich denke die Liste der unaufgeklärten Mordfälle an Ausländern ist lang. Alleine in den letzten Jahren waren es in Cordillera und Paraguari doch mehrere Mordfälle, die so sanft im Sande verlaufen sind.
      Alles unter dem Motto: Was soll’s wenn einer stirbt, kommen zwei Neue mit Geld, die man ausnehmen kann.

  4. Man kann ja bisher auch weiterhin nur von einem“ dringend Tatverdächtigen“ sprechen. Ob in diesem Fall ermittelt wird, ist äusserst zweifelhaft. Bisher wurde noch keiner seiner Bekannten befragt. Man hat bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht einmal die Unterkunft untersucht, in der „Er“ lebte, als die Tat begangen wurde. Ich wüsste also nicht wo die Staatsanwaltschaft angesetzt hat bei ihren evtl. Untersuchungen, denn die o.g. Punkte müssten ja eigentlich ganz oben stehen bei einer Ermittlung.

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