Drakonische Änderungen beim Waffengesetz geplant

Die Abgeordneten wollen viele Änderungen beim Waffengesetz vornehmen. Unter anderem sollen jederzeit Polizeikontrollen durchgeführt werden können, auch auf Privatgrundstücken, jede Adressänderung muss unverzüglich erfolgen. Bei Verstößen sind Geldbußen in Höhe von mehr als fünf Millionen Guaranies oder Gefängnisstrafen bis zu 10 Jahren vorgesehen.

Es erfolgte schon eine Diskussion über das Thema in der unteren Kammer, jedoch wird die Entscheidung noch nicht diese Woche fallen. José Maria Ibáñez und Miguel Angel del Puerto, beides Colorado Abgeordnete, sind die Initiatoren. Sie behaupten, die Nationalpolizei “ist für die Ausstellung, die Überwachung und Genehmigung sowie für das Tragen und Besitzen von Feuerwaffen verantwortlich und soll eine Datenbank darüber erstellen“. Die Direktion für eine Registrierung von Feuerwaffen (DIMABEL) soll des Weiteren intensiver den Import, Export, das Marketing und die Lagerung von Schusswaffen strenger handhaben.

Der Legislativvorschlag ist sehr drakonisch, denn auch Privatpersonen können bis zu 10 Jahre ins Gefängnis kommen, wenn sie Feuerwaffen oder Munition transportieren. Wer einfache Anforderungen, wie keine Waffenbesitzkarte besitzt oder diese nicht verlängert kann mit einer Geldbuße von 1.824.055 Guaranies oder bis zu über fünf Millionen Gs. bestraft werden. Ebenfalls muss der Waffenbesitzer der DIMABEL jede Änderung des Wohnorts und der Waffe innerhalb von 30 Tagen melden.

Aufgrund der zahlreichen Ungenauigkeiten wird sich die Einführung des Gesetzes wohl verzögern. Eigentlich sollten nur umständliche Einschränkungen geändert werden, damit das Wachstum in den Sektoren Sportschießen und der Jagd, vor allem im Chaco, nicht weiter eingeschränkt wird.

Quelle: ABC Color