Dunkles Panorama für den Reisanbau

Encarnación: Für den Reisanbau zeichnet sich ein dunkles Panorama ab. Vor allem die Produzenten aus dem Sektor in Itapúa kämpfen mit stagnierenden Preisen bei ihren Erzeugnissen und Brasilien beabsichtigt, für den Import von paraguayischem Reis Zollbeschränkungen einzuführen.

„Die derzeitige Landschaft für die Reisproduktion bedeutet, dass eine Ausweitung der Anbaufläche für die Ernte 2019-20 nicht erwartet wird, es könnte sogar zu einem Rückgang kommen“, sagte Héctor Ramírez, Branchenspezialist.

Wie der Fachmann ausdrückte, lag der Preis im vergangenen Jahr bei 180 USD bis 190 US-Dollar pro Tonne und dieser wird höchstwahrscheinlich für die nächste Ernte beibehalten.

„Die Kosten für die Reisproduktion belaufen sich auf rund 1.350 USD pro Hektar und die Erträge schwanken zwischen 7.000 und 8.000 kg pro Hektar. Wenn wir den Gleichgewichtspreis von 180 US-Dollar pro Tonne annehmen, brauchen wir ein Ertragsniveau von 7.100 Kilo pro Hektar, nur um keinen Verlust zu haben“, erklärte Ramirez. In der vorangegangenen Ernte lag der Durchschnittsertrag bei nur 7.400 Kilo pro Hektar. Aufgrund der hohen Niederschlagsmenge und der geringen Sonneneinstrahlung sanken die Erträge der Pflanzen um rund 900 Kilo pro Hektar. Angesichts der Situation gebe es wenig Wachstumsimpulse und die Pflanzfläche werde eher reduziert, so Ramirez.

Den Daten zufolge gibt es in Itapúa etwa 18.000 Hektar Reisanbauflächen in den Einzugsgebieten des Flusses Tebicuary sowie an den Bächen Tacuary und Aguapey. Viele italienische Erzeuger haben auch Reiskulturen in der Region Ñeembucú.

Auf lokaler Ebene gibt es ein ehrgeiziges Projekt zum Bau eines großen Bewässerungskanals, bei dem der Stausee von Yacyretá in der Gegend von San Cosme und Damián genutzt wird. Das Vorhaben befindet sich jedoch noch in der Anfangsphase.

Brasilien ist der Hauptabnehmer von paraguayischem Reis. Historisch gesehen wurden 80% der nationalen Produktion abgenommen, aber dieses Panorama ändert sich allmählich mit der Entstehung neuer Märkte für paraguayischen Reis, der nach Mittelamerika abwandert. Es ist jedoch nach wie vor der Hauptmarkt, weshalb die Einführung von Zöllen, von denen einer drei Prozent und der andere neun Prozent der Getreideimporte besteuert, die Aussichten für den Handel bestimmt. „Diese Aussichten sind für den Reisanbau nicht besonders ermutigend“, sagte Ramierez.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Dunkles Panorama für den Reisanbau

  1. Nun Reisanbau in Paraguay beinhaltet leider auch den hohen Wasserverbrauch! Zudem fürdert die Anbaufläche Brutgebiete für Moskitos. Auch das Arsenproblem ist nicht unerheblich? Weshalb ist daher der Rückgang des Anbaus dramatisch?

    1. Weil man aus von Ihnen erwähnten Gründen Reis nicht abfackeln kann? Man hält sich hierzulande halt an das, was man wirklich gut kann.

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