Echte Anreize zu arbeiten

Luque: Der Bruder des Ex-Senators, Óscar Gonzalez Daher, Ramón, ist eine schillernde Persönlichkeit im Fußballwesen des Landes und ebenso wie sein Bruder und sein Neffe wegen Steuerhinterziehung angeklagt. Letzte Woche wurde die Höhe der Strafe bekannt.

Ramón González Daher soll eine Strafe wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 25 Millionen US-Dollar bezahlen. Nach Jahren des kontrolllosen Umgangs mit der Familie will man ihnen nun merklich wehtun. Das Finanzamt beantragte am vergangenen Freitag ein Embargo in Höhe von 93 Milliarden Guaranies, etwa 14,5 Millionen US-Dollar auf Werte von González Daher, nachdem die Strafe bekannt wurde. Zu dem Embargo kam es, weil das Katasteramt das Finanzamt informierte, dass Ramón González Daher versucht mehrere wertvolle Grundstücke an Strohmänner zu veräußern, damit sie nicht vom Embargo erfasst werden.

Das Finanzamt, in Paraguay als Subsecretaria de Tributación bekannt, kann froh darüber sein, denn, obwohl die Regierung das noch ändern will, bekommen Bedienstete bis zu 50% des Bußgeldes, was frei verteilt unter allen 12,5 Millionen US-Dollar ausmachen würde. Da die Veröffentlichung in den Medien dieses Sachverhaltes zu Entrüstung führte, will man nun im Finanzamt und beim Zoll die Prämien auf ein Maß senken, das in Zeiten der Rezession wirtschaftlich vertretbarer ist. Von Seiten des Finanzamtes kam daraufhin schon die erste Warnung, dass ohne diese Extras man mehr Lohn einfordern müsse.

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “Echte Anreize zu arbeiten

  1. Da fällt mir doch spontan ein, daß solche Betrüger wie Daher, samt ihren Parteifreunden und Amigos, nach Zahlung der Geldstrafe und Verbüßung einer hoffentlichen Gefängnisstrafe, am besten das Land verlassen sollten. Sie könnten dann fortan ihre Betrügereien auf Kosten des Volkes im Busch von Afrika weiter führen. Mich würde dazu die Meinung unserer hiesigen „Paraguay-Versteher“ interessieren, die doch ansonsten Kritikern dieser verbrecherischen Adelsfamilien und ihrer Schandtaten, empfehlen Paraguay den Rücken zu kehren. Also machen wir es richtiger, diese Volksbetrüger sollten das Land für immer verlassen müssen, denn außer Schaden haben sie dem Land nicht gebracht. Einverstanden?

    1. Manni, ich bin eher dafür, das man alle Konten, auch im Ausland, dieser Banditen einfriert und eventuell dem Staatshaushalt zu gute kommen lassen würde und die leben bei oder von der Rente eines normalo, weiter in Py. Das wäre eine viel größere Strafe als Knast, oder im Exil leben mit viel Geld.

  2. Ja. Wenn man hunderte Millionen US$ ergaunert hat und nun 25 Millionen an Bußgeldern bezahlen muss, das tut natürlich schon weh, mehr als einer, der 2 Dollar ergaunert hat und nun für zehn Jahr ins Gefängnis muss.

  3. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Zitat: „Von Seiten des Finanzamtes kam daraufhin schon die erste Warnung, dass ohne diese Extras man mehr Lohn einfordern müsse.“
    Mehr Lohn oder will man damit andeuten dass man in Zukunft die Steuersuender „nicht mehr entdecken wird“? Oder will man jetzt anfangen Schmiergelder von den Steuersuendern zu kassieren wenn man Unregelmessigkeiten entdeckt hat? 50% der Hinterzogenen Steuersumme? Na hallo! Ich will auch Steuerfahnder sein – die Millioenchen bekaemen mir auch ganz recht.
    Klar ist auch dass der Steuerfahnder nirgends wo mehr Arbeit erhaelt wenn er die Bonzen auf die Huehneraugen tritt und sich mit dem Geld Schutz kaufen muss – das Leben lang. Sonst sind die Steuerfahnder nur am naechsten Tag tot.
    In den USA glaube ich bekommt ein Kopfgeldjaeger (und Finderloehne) in etwa 10%.

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