Edgar Ortíz: “Niemand hört mir zu“

Asunción: Abgesehen von einer Gefängnisinsel und Strafkolonien im zentralen Chaco will der Abgeordnete für Itapúa auch Soldaten in Gefängnissen zum Schutz einsetzen.

Abgesehen von seinem aktuellen Projekt ein Hochsicherheitsgefängnis im zentralen Chaco zu errichten, was schlüsselfertig mit Staatsanleihen finanziert werden soll, könnten sich zukünftig 3.000 Häftlinge auch auf die Reparatur bzw. Wartung der Straßen im Chaco vorbereiten. So zumindest beabsichtigt es der Abgeordnete der PLRA.

Da die Verfassung es untersagt Soldaten in Gefängnissen einzusetzen befürwortet Ortíz eine Verfassungsänderung, wodurch dies möglich wird. „Wir haben nicht das Geld 15.000 Soldaten fürs Nichtstun zum bezahlen. Es gibt keine Möglichkeit für Krieg“, so Ortíz.

Doch sollte eine Verfassungsänderung aus solch einem Grund auf den Weg gebracht werden, würde es nicht wundern, wenn dies genutzt wird, um die Amtszeit des Präsidenten auf zwei Amtszeiten zu verlängern bzw. eine Wiederwahl einzugliedern.

Schlussendlich bedauere er es, dass ihm trotz mehrerer Projekte in dem Bereich keiner zuhört.

Wochenblatt / Radio 970 AM

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14 Kommentare zu “Edgar Ortíz: “Niemand hört mir zu“

    1. Jeder geistig fortschrittlich denkende Mensch müsste den folgerichtigen Aktionen und den dem Volke dienlichen konstruktiven Vorschläge/Überlegungen
      von Cubas und Ortiz einen grösseren Aktionsfunken schenken und bereits dann gäbe es eine positivere Weiterentwicklung.

  1. Ohh DAS wäre ja mal eine wirklich oberfeine Idee, die eingesperrten Banditen arbeiten zu lassen? Muss ja nicht umsonst sein? Wer entlassen wird, hat so ein Startgeld und muss nicht gleich wieder kriminell werden? Strassenarbeit kann jeder lernen, also ich wär streng dafür, würde vielleicht auch so manchen Halunken abschrecken? und jetztbassuff was die Gutmenschen sich echauffieren…

  2. Wir haben nicht das Geld 15.000 Soldaten fürs Nichtstun zum bezahlen, obwohl Paraguay das heute schon tut, hinzu kommen 150.000.000 Amigos, angestellt beim Staat, die der Staat Nichtstun bezahlt, das ist kein Witz oder Unterstellung, kann man ja alles nachlesen, am besten jedoch wäre es diese 165.000.000 Amigos auf die Straße zu stellen und die Millionen US$ dem Herrn Ortiz, Familie und Amigos zu überlassen, dann ist Paragau wieder dort, wo es heute es, nirgends, wenn man Korruption an der Tagesordnung nicht dazu zählt.

        1. Tagesordnung, Du solltest Deine App richten lassen, Paraguay hat nur 7.000.000 Einwohner, also ist schon kein Platz für 15.000.000 Soldaten, und schon garnicht für 165.000.000 Amigos. solltest lieber auf Deine Finger vertrauen, als auf Deine Calcapp..

          1. Tagesordnung

            Ups, ja, das stimmt, müsste 16.500.000 Soldaten heißen, dann stimmt die Rechnung. Hab’s jetzt extra mit Fingern berechnet und sicherheitshalber noch einmal mit der Calcapp. So, jetzt stimmt’s aber.

  3. Oritz, das ist doch diese Witzfigur mit der Schnapsnase, der ein Model als „Ernährungsberaterin“ im Kongress beschäftigt.
    Der Vorschlag ist gar nicht so schlecht, hat was, die Motochorros, Kindesmissbraucher und Banditen, sowie korrupte Politiker bei der glühenden Hitze im Chaco arbeiten zu lassen.

  4. Dieser Eierkopf ist im Kongress und seinem Wahlkreis bekannt als >der Abgeordnete „Esel“< (diputado "burro"), weil er als so saubloed angesehen wird dass er nur als Clown (payaso) im Parlament seinem tristen Leben etwas der Gesellschaft dienliches abgewinnen kann.
    Ansonsten sind seine Vorschlaege natuerlich ganz gut – abgesehen von denen den Mennoniten ein Gefaengnis mit Schwerstkriminellen vor die Nase zu setzen. Sollte es mal ein Gefaengnis im Zentralen Chaco geben dann gnade Gott den Mennoniten – jeder wird sich dann bald eine Taschenpistole oder Revolver besorgen da diese Verbrecher jeder Zeit tuermen und natuerlich Fahrzeuge "beschlagnahmen" mit denen sie fliehen wollen. Andererseits sind Gefaengnisse in den USA eine gefragte Einnahmequelle denn diese muessen verproviantiert werden und schaffen viele Arbeitsplaetze. Gut fuer die Kooperative, aber eine Gefahr fuer die Zivilgesellschaft.
    Fluchthelferunternehmen duerften gefragte Dienstleister werden wenn z.B. bei Filadelfia ein riesiges Gefaengnis fuer die "El Chapos Guzman" entstehen sollte… Schusswechsel duerfte man dann bald alltaeglich hoeren und des Nachts anfliegende Flugzeuge.
    MOPC-Wiens wird aber diesen Glatzkopf schon kaltzustellen wissen da man wohl unter den Mennoniten nichts von Gefaengnissen wissen wollen duerfte.

  5. Könnten die Diputados ja mehr Amigos anstellen, damit diese eine Arbeit haben und nicht kriminell werden müssen. Sozusagen der Staat als größter Arbeitgeber. Nun, gut, diese Idee wurde anscheinend schon erfunden, sonst hätten wir noch mehr offiziell Kriminelle.

  6. Betreffs Selbsteversorgung der Kriminellen im Chaco. Nun die Englaender hatten ja mal sowas genannt Australien. Australien war in der Tat damals eine Gefaengnisinsel wo man unliebsamen Zeitgenossen hinverfrachtete – heute wollense alle in Australia leben und sich ungemein stolz Australier zu sein.
    Ich nehm an „diputado burro“ schwebt so eine Art Gulag oder sibirisches Straflager vor wo die Natur die beste Gefaengnismauer darstellt. Er will wohl so eine Art von „Freiluftgefaengnis“ wo die Gefangenen nicht eingesperrt sind sondern der unwirtlichen Umwelt ausgesetzt sind.
    Nun dafuer gibts heute viel zu viel Zivilisation um die unwirtliche Natur als unueberwindbare Barriere anzusehen. So wie allewege gerodet und Viehbetriebe mit Landepisten eingerichtet werden, so gibt es bald keinen menschenleeren Fleck mehr. Innerhalb von 15 Km gibt es allemal ein Wasserloch mit Wasser im Chaco und wo Wasser ist da ist auch irgendwo Vieh dass die Kriminellen schlachten koennen. Zuerst schlachten sie also die Viehzuechter ab und dann machen sie sich ueber ihr Vieh her, schlagen sich den Pansen voll und setzen sich in der Viehzuechters fetten Hilux (Toyota) rein und fahren gemuetlich ins Ausland. Niemand im Chaco koennte es mehr wagen unbewaffnet herumzulaufen denn die Kriminellen haetten nichts zu verlieren.
    Jede Woche einmal wuerde wohl die Polizei alle Zugangswege im Chaco sperren auf der Suche nach Kriminellen die jemand ermordet haben.
    Ansonsten ist es natuerlich richtig das Militaer als Zwangsarbeiter einzusetzen – es sei denn man plant in Baelde wieder einen Krieg gegen den Dreibund (Brasilien, Argentinien und Uruguay) anzuzetteln auf der Suche nach Revanche fuer 1870.
    Auch dem Mariscal Lopez brannten Soldaten da durch wo sie nur konnten – kein neues Phaeonomen der heutigen Zeit. Siehe hier eine zeitgenoessische Schilderung von Fahnenflucht waehrend der Zeit der Verteidigung von Humaita: „Deploying the torpedoes was not without its dangers either. After Kruger’s death – he was blown up by one of his torpedoes – the work was taken over by a Paraguayan called Ramos who had served an apprenticeship in England. He met the same fate, and the work was given to a Polish refugee named Michkoffsky. Michkoffsky used to take the torpedoes down the river in a canoe paddled by four boys. One day he was distracted and the boys absconded to the Allies with the torpedo: he was arrested, reduced to the ranks and sent to the front, where he was soon killed.“.
    Die „muchachos“ (Ruderjungen) brannten dem Polen Michkoffsky durch mit einem seiner Torpedos um zu den Alliierten zu fliehen woraufhin der Pole degradiert und „an die Ostfront“ geschickt wurde wo er kurz darauf fiel fuer „Marschall und Vaterland“ – wenns nicht eins von vorne gab so gabs halt eins von hinten. Man war wohl von der „edlen paraguayischen Sache“ doch nicht ganz so ueberzeugt…

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