Ein Beispiel für gewissenhafte Pflichterfüllung

Asunción: Einer der vom Hochwasser betroffenen Personen erklärt weswegen er sein temporäres Haus vor dem Cabildo errichtete und mit was er sich den Tag versüßt.

„Von einigen Orten aus zahlt man zwei, drei Fahrscheine (um ins Zentrum von Asunción zu kommen) und hier sind wir nahe dem Zentrum“, erklärt der interviewte Mann. Auf die Frage welcher Arbeit er nachgeht antwortete er: „Ich bin nur Autoaufpasser aber gut, wenn man von weitem kommt müssten sie uns die Mittel bereitstellen um zu unserer Arbeit zu kommen und zurück“.

Diverse Betroffene des Hochwassers arbeiten in dem Bereich als Autoaufpasser. Aus Bequemlichkeit bleiben an dem Ort, den wie sie versichern von einem Polizist zugewiesen bekommen haben, dessen persönliche Daten keiner kennt.

„Tagsüber arbeite ich nicht. Da trinke ich Schnaps. Ich bin ehrlich aber man sollte uns Fahrscheine zahlen um weit weg zu kommen“, erklärte der Mann, der augenscheinlich nicht nüchtern das Interview führte.

Wem sie in Zukunft ihr Auto überlassen, wissen sie nun, zumindest einem Mann der zugibt tagsüber nicht zu arbeiten sondern Schnaps zu trinken. Es ist fraglich ob er in der Nacht arbeitet.

Wochenblatt / Abc Tv

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3 Kommentare zu “Ein Beispiel für gewissenhafte Pflichterfüllung

  1. Guten Morgen allerseits, ich hoffe Euer einzig Problem heute ist, dass ich um 24 Uhr noch nen Kommentar abseile. Da kann man doch glücklich und zufrieden sein mit diesen viel Problemen.
    Zum Artikel:
    Funktionäre des Staates Bananastan könntem ja für eine Milliarde Euro 100 Gummistiefel bestellen, das Rückgeld behalten, und die 100 Gummisiefel an die vom Hochwasser betroffenen Personen verteilen, so könnten diese einer Tätigkeit als Bootaufpasser ausüben, qualifiziert genug werden wohl alle Beteiligten bestimmt sein. Und hätten erst noch bei Regenwetter keinen weiten Arbeitsweg.

  2. Grauenvoll. Hier sieht man wirklich, was für ein Elend es in Paraguay gibt.

    Ich war gestern auch im Asuncioner Zentrum und wurde angebettelt von einem Bewohner dieser Viertel. Ich fragte, wozu er das Geld brauche und er sagte ganz ungeniert, er brauche das um seine „Medizin“ zu rauchen und er keine Arbeit hat und er seit 4 Monaten aus dem Gefängnis entlassen wurde.
    Dann sah ich noch zwei andere heruntergekommene Burschen, die in die Busse stiegen um Lollis zu verkaufen, sie kauften sich zwischendurch was zu trinken und warfen die Plastikflasche einfach auf die Strasse, obwohl 2 Meter weiter ein grosser Mülleimer stand.
    Diese Leute wachsen ohne Perspektive, Erziehung oder Moral auf. Denen kannst du nicht erklären, dass sie ihr Geld lieber für andere Zwecke nutzen sollten als für Schnaps oder andere Drogen.

    1. Ja, das stimmt vollkommen, was Sie schreiben. So sehe ich das auch. Ich denke, dass hiesige Politiker zwar die Gesetzte wirtschaftsfreundlich gestaltet haben, so dass man relativ einfach wirtschaftlich tätig sein und auch sehr einfach Einwandern kann.
      So einfach ist die Angelegenheit aber nicht und die Politiker machen nun gar nichts mehr um Arbeitsplätze zu schaffen. Man hofft einfach, dass mit einer solchen Gesetzgebung nun alle rico Gringos kommen und investieren. Doch wer soll die Güter mit was kaufen? Der Mittelstand ist zwar kauffreudig, aber klein. Der Markt für die Reichen ist gesättigt, es gibt für sie alles zu kaufen. Doch die Mehrheit hat nichts, um zu investieren, arbeiten um zu essen und zu überleben. Über 50% der Paraguays verdienen weniger als 350 US$ pro Monat, damit kommt man nicht weit. Reicht zum Überleben, nicht mehr.

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