Ein Blick zurück…

Asunción: Vor etwas über 30 Jahren tauchte in Paraguay ein populärer Playboy auf der auf den Namen Hans Hermann Weyer hörte aber eigentlich nur schöner Konsul genannt werden wollte.

Nach nicht ganz durchsichtigen Unregelmäßigkeiten in Deutschland beehrte er Paraguay mit seiner Präsenz. Seine Aktivitäten im Herzen Südamerikas unterscheiden sich nicht von denen in Europa. Sie bestanden darin Personen mit Titeln die diese entweder geerbt hatten oder verarmt waren mit Personen bekanntzumachen, die Interesse an solchen Titeln hatten.

Mehr als drei Jahrzehnte machte er es sich zur Aufgabe Geld für die Verteilung von Ritterschlägen, Diplomatentitel, Doktortitel, Adelstitel und Orden anzunehmen. Sein erstes Geschäft machte Weyer 1956 mit 18 Jahren als er für 20.000 Mark den Posten des Honorarkonsuls von Bolivien vermittelte.

Die Einnahmen teilte er sich immer mit den Regierungschefs. Insgesamt hält er Kontakt zu 32 Staatsoberhäuptern. Auch Diktator Alfredo Stroessner war ein enger Freund von ihm. Heutzutage kann man über den mittlerweile 74-jährigen immer noch Hilfe beantragen, jedoch sind die Preise heute höher. Anscheinend war er über die Jahre ständig erfolgreich denn er schaffte es über 1.300 Auszeichnungen und Orden sowie über 700 Konsulate zu vergeben.

Baronin Ute von Richthofen zu Baden Baden, Witwe von Manfred Albrecht Freiherr von Richthofen zum Beispiel heiratete einen texanischen Millionär mit Mithilfe von Weyer.

Durch Vermittlung von Honorarkonsul Hans-Hermann Weyer lernte auch Hans Robert Lichtenberg Marie Auguste Prinzessin von Anhalt, die damals 81-jährige Tochter des vorletzten Herzogs von Anhalt Eduard kennen. Aus finanziellen Gründen adoptierte sie Lichtenberg im Februar 1980 für eine monatliche Leibrente von umgerechnet ca. 1.000 Euro. Aufgrund der Adoption erhielt Lichtenberg nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch den Familiennamen Prinz von Anhalt, änderte gleichzeitig seinen Vornamen, und heißt seither Frédéric Prinz von Anhalt.

Weyer ist seit 22 Jahren mit Diplomatentochter Cristina verheiratet und lebt in Rio de Janeiro. Sie verfügen auch über eine Estancia im Dreiländereck mit Argentinien und Paraguay.

Consul Hans-Hermann Weyer Graf von Yorck bietet heute noch einmal jährlich Konsultierungen zum Kauf von Titeln in Monaco an. Sein Vermögen wird auf etwa 200 Millionen Euro geschätzt.

(Wochenblatt)

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15 Kommentare zu “Ein Blick zurück…

  1. Gamsbart, diese Infos zu Weyer sind ja hochinteressant! Ich verfolge schon seit geraumer Zeit seine Selbststilisierung, die zwar am laufenden Band von alten Knastgeschichten und Gerichtsurteilen ad absurdum geführt wird aber dennoch die Boulevardpresse nicht davon abhält, die von ihm vorformulierten Übertreibungen und Schönredereien abzudrucken. Wenn du magst, kannst du mich per e-mail unter morcant@ymail.com kontaktieren, ich würde gerne noch etwas mehr erfahren! 😉

  2. ach Thomas, da könnte ich dir viele Märchenonkel nennen……

    die müssten schon drei Leben haben, soviel haben sie in ihrem Leben schon geschafft….was die schon alles waren….boah…da bin ich lieber ein kleines Lichtlein…

    und es bleibt sicher jedem überlassen, was er von einem anderen Menschen hält

    in diesem Sinne ….einen schönen Sonntag

    oder wie könnte man auch sagen

    “ es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt „

    1. Was für eine merkwürdige Antwort. Dass er sich Monsignore nennt, ist in seinem letzten Leserbrief im Paraguaybote zu lesen.
      Es geht mir um Deine Behauptung, dass in Südamerika auch nichtkatholische Religionen den „Monsignore“ eingeführt haben.
      Wenn Du zu ihm Vertrauen hast, ist es gut. Für mich ist er nur ein grosser Märchenonkel.

  3. Den Titel gibt es auch hier in Südamerika bei anderen Religionen

    Ein Prälat kennt man hier nicht, weil alles so katholisch ist

    So hat man sich geeinigt auch Monsinore zu sagen

  4. und noch was: die Sonderhaftbedingungen hier finanzierte der schoene Konsul aus den Einnahmen von Interviews mit Fotoshow die er staendig allen moeglichen Illustrierten und Zeitungen gab….!!

  5. in der Geschichte fehlen ein paar wichtige Fakten:
    1. als der schoene Konsul hier in Py war gings ihm gar nicht soooo gut, sonst haette er wohl kaum in der damaligen Kneipe „Prinz von Bayern“ als Anstreicher geholfen……!!! (es gibt Fotos darueber) und sich staendig von Leuten Sachen aus Deutschland mitbringen lassen die er dann nie bezahlt hat!!
    2. Weyer sass geraume Zeit hier im Knast (zwar unter Sonderbedingungen, er spielte Tennis etc.), also kann die Freundschaft zu Stroessner nicht allzu gross gewesen sein…….. – denn selbiger hat ihm dann auch nahe gelegt aus Py zu verschwinden woraufhin er nach Brasilien ging.

  6. In San Bernardino wohnt jemand, der sich Konsul, Pastor, Monsignore, Hubschrauberpilot, Unternehmer, Mitarbeiter der Drogenhilfe,ex-Geheimdienstmitarbeiter und vieles andere mehr nennt.
    Merkwürdig ist dabei beispielsweise, dass der Begriff Monsignore nur von der katholischen Kirche gebraucht wird und von keiner anderen Religionsgemeinschaft. Es gibt noch einige andere Ungereimtheiten.

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