Ein ganzer Berufszweig leidet

Salto del Guairá: Die gestrigen Beschlagnahmungsaktion am Ufer des Itaipú Stausees ist die größte aller Zeiten. Anscheinend waren es die Brasilianer die Itaipú informierten und somit den Zugriff ermöglichten.

Laut mehreren Infoportalen der Stadt bereiten die Geschädigten des Zigarettenschmuggelsektors eine Demonstration am Eingang der Stadt vor, da ihnen nicht nur die Arbeit sondern auch Unmengen an Waren sowie 15 Lastkraftwagen und 15 große Boote beschlagnahmt wurden. Sie fordern die Rückgabe der gesetzlich versteuerten Zigaretten und der Lastkraftwagen, deren Papiere alle in Ordnung wäre.

Unter der Cartes-Präsidentschaft wurden alle beschlagnahmten Zigaretten später immer wieder zurückgegeben, da mal kein Schmuggel vorliegen würde, wenn legal versteuerte Zigaretten auf paraguayischen Staatsgebiet aufgefunden werden. Unter Abdo änderte sich die Einschätzung hin zu Vernichtung, da die Verkaufsabsicht bewiesen werden kann.

Die fast unvorstellbare Menge an Zigaretten schien die komplette Hauptstadt des Departements Canindeyú am Leben zu halten. Da legale Arbeit begrenzt ist und es im Schmuggelbereich bessere Gewinne gibt, migrieren alle zu solchen Tätigkeiten, die schlussendlich als normale Arbeit angesehen werden. Ähnlich geht es auch in Puerto Elsa zu, wo die Polizei noch niemals etwas unternahm um den Schmuggel zu unterbinden. Ein jeder lebt davon, deswegen haben sie sich da angesiedelt.

Wochenblatt / Abc Color

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8 Kommentare zu “Ein ganzer Berufszweig leidet

  1. Huch, jetzt bin ich aber perplex ab diesem Artikel. Bisher bin ich davon ausgegangen, dass in diesem Land mit sagenhaften 4 Stunden täglich Escuela Basica vielleicht abgeschlossen ein Volk bemüht ist, sich das anzueignen, was wir loco Europäos als “Ich weiß, dass ich nichts weiß” bezeichnen. Und ihr Leben lang weiter lernen.
    Nun, wenn man als Alleskönner schon alles kann, dann weiß man auch, dass man legal gekaufte Zigaretten am besten nicht über den Zoll ins Ausland verkauft. Und wie man Feuer macht. Ist ja immerhin schon etwas.
    Nun kommt man als loco Europäo in Versuchung in einem Forum zu schreiben, wie man solche Strukturen seitens der Behörden eindämmen könnte. Forget it. Paragauyo kann nichts schlechtes erkennen. So ist die jahrzehntelange Erziehung durch die Politiker und Eltern als Vorbild nun mal gegeben. Gebt den armen Menschen die Zigaretten zurück! Wenn es nicht regnet so haben sie wenigstens etwas zum Abfackeln – 40 Millionen Zigipäckli. Das lindert die Entzugserscheinungen.

  2. Poppo Graf von Hahn-Kuchelmisz

    Ein Mennonite wird ja auch nie je sich echauffieren und seinen Pelz riskieren um sowas aufzudecken – selbst wenn das in seinem Verantwortungsbereich liegt.
    Sich bedeckt halten und warten bis Gras ueber die Sache gewachsen ist ist normalerweise deren Devise. Das typische Verhalten innerhalb der Kolonien und Kooperativen. Bezeichnenderweise findet man nie Drogen im Chaco – und wenn dann wurden die immer vom “Guisso” (Giuzzio) oder andere paraguayer entdeckt. Letztendlich wird sich herausstellen dass die Capos der Drogenmafia im Chaco Mennoniten sind bzw immer waren. Von Verdunkelung und wenigstens Mitwisserschaft kann man sowieso a priori ausgehen – viele duerften allerdings auch die Nase gestrichen voll haben und lassen den Dingen ihren freien lauf.
    Ich wuesste auch nicht warum Paraguay einen eigenen Direktor da haben muss; der was genau macht?
    Genauso war es in Galicien Spanien um die 1990ger wo die armen galicischen Fischer vom Zigarettenschmuggel lebten und dann aber auf “Farinha”, Kokain, uebersattelten. Die Serie “Farinha, Cocaine Coast”, beschreibt das schoen: https://www.kinoz.to/Stream/Farina-Cocaine_Coast.html.
    Der alte Capo war der kluegste denn er wollte bei den harmlosen Zigaretten bleiben wobei er schon erahnte dass der Drogenschmuggel nur Unheil fuer die Schmuggler brachte – was er dann letztendlich auch tat. aber eben die jungen Schnucker hoerten nicht auf dem Alten. Auch in Galicien war die gesammte Gesellschaft, Polizei und Justiz im Schmuggel miteinbezogen und fast jeder hatte irgendwie damit zu tun oder lebte indirekt davon – siehe das Drogengeld das durch die Viehzucht von paraguayern durch die Mennontienkooperativen geschleust wird. Niemand will das Geld vermissen denn darohne koennense nicht mehr da sich die Preise der neuen Bonanza angepasst haben und nen Kopf will sich keiner wegen der Ursprungs des Geldes machen. Man macht halt mit mehr schlecht als recht und singt dem Herrn ein Hallelujah.
    Dasselbe wie ab den 1980gern in Spanien spielt sich mit Cartes und Konsorten da wohl ab.

  3. @Olma Schüblig, Die wo denken sie wissen alles, kommen doch aus Deutschland. Da in Paraguay eine sehr grosse Klappe haben, und in Deutschland hatten sie keinen Mut die Klappe auf zumachen. Wie bei der Abstimmung aus Thüringen, wo die Merkel die Abstimmung anullierte. Das ist ja wirklich zum lachen, und unternimmt keiner was. Da verstummen die gross Mäuler. Aber in Py, da beanstanden sie doch alles. Jeder soll vor der Eigenen Haustüre wischen.
    Wie schon öfters gesagt, wem es hier nicht passt, die sollen weiter ziehen

  4. @Rolf. Sie sind ja Paragauyer. Da möchte ich mich für meine vorurteilsbehafteten – was NICHT für mich spricht – Kommentare bei Ihnen entschuldigen. Da kann ich mir schon vorstellen, dass ich Sie mit meinen Kommentaren beleidige. Bitte entschuldigen Sie sollten Sie sich beleidigt fühlen.
    Andererseits beleidige ich keinen Paragauyo konkret, dh. persönlich (was FÜR mich spricht).
    Noch andererseitenster haben Sie auch den Artikel gelesen? Und verstanden? Gut, ich werden den Artikel jetzt nicht extra für Sie kommentieren, indem ich den Sachverhalt zu erklären versuche.
    Nur soviel: Nein, es sind nicht alle Paragauyer nur dumm und gaunerisch. Vieles läuft auch ok ab.
    Andererseits nervt es halt schon, wenn ich von Zweien hinterrücks “angegriffen” werde, indem man mir mein Portemonnaie stehlen will. Die zwei konnten zwar nicht wissen, mit wem sie es zu tun bekommen werden und einer davon konnte sein Gras zum Trinken in den folgenden Monaten mit dem Strohalm trinken. So weit tat mir weit weniger weh am nächsten Tag. Aber dass die Polizei und Staatsanwaltschaft nichts unternimmt, das nervt nochmals. Nein, so etwas bleibt ein Raubüberfall und dafür brauche ich mir keine Anwalt zu nehmen. Es ist ein Delikt, was normalerweise von Amtswegen verfolgt wird. Sicherlich auch hierzulande. Ausser Gringo weigert sich die Polizei und Justiz dafür zu zahlen. Dann passiert einfach nichts.
    Es nervt wenn ich Zement anmache und irgend so ein Schweinehund muss seinen Müll anzünden. Gut. Ich kann ja ins Haus, Fenster und Türen schließen und morgen den Zement verarbeiten. Ein wenig Weichspüler nachgeben hat stets geholfen. Oder die SchuMa aufsetzen und den Zement noch verarbeiten. Bei 38° C. (mit SchuMa auf).
    Es nervt, wenn man später am Abend nach Hause kommt und nicht lüften kann, bevor man die Klimaanlage einschaltet. Braucht Energie for nothing. Nur weil ein Schweinehund seinen Müll abfackeln muss.
    Es nervt, wenn man nach dem Kochen nicht lüften kann. Nur weil ein Schweinehund seinen Müll abfackeln muss.
    Es nervt, fünf Mal einen Automechaniker aufzusuchen, bis die Reparatur vollzogen ist (5x Kindergärtnerlohn für Kindergärtnerarbeit ergibt auch wieder einen stolzen Betrag). Wenn ich also den Kühler auswechseln lasse, dann will ich nicht, dass ich nachher drei Radschrauben – von vorher fünf – mir beschaffen muss.
    Es nervt, sagt einem ein Maurer so und soviel (für seine Kindergärtnerarbeit). Hinterlässt eine Riesenschweinerei. Will für die “Terminacion” nochmal einen feinen Betrag haben (dazu muss man wissen, nach der Arbeit eines hiesig Alleskönners sieht es aus wie im Schweinestall. Nägel, wo dann der Wagen wieder hin gehört. Holzteile liegen herum. Egal ob man Zement vergeudet und am Boden liegt. Egal ob mehr Zement noch vorhanden, als überhaupt verbraucht worden sein kann. Egal ob man mit der Trennscheibe aus einem Ziegelstein nicht zwei halbe machen könnte, es müssen zwei Ziegelsteine verbraucht werden, um zwei halbe zu erhalten. Egal wenn Schloss weg ist mitsamt Schlüssel. Uvm. Egal, zahlt alles der Idiot aus Europa).
    So, lieber Rolf, weitere Beispiele erspare ich uns allen. Unmöglich kann ich alle die in den Jahren erlebten Unmöglichkeiten mit deinem Volk hier aufzählen. Dann bin ich noch in zwei Wochen an diesem Komment.
    Aber eins noch: Thüringen? Liegt das in Westchina? Oder habe ich ein Schild auf der Mütze wo Thüringen drauf steht?

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