Ein leidliches Thema in Paraguay: Viehdiebstähle

Atyrá: Jeden Tag werden in Paraguay Rinder oder andere Tiere gestohlen. Das Schlimme dabei, die Geschädigten machen wenig Anzeigen weil die Justiz und die Polizei kaum einschreitet und intensive Nachforschungen anstellt.

Aktuell sind einfache Landwirte in der Region von Atyrá, Departement Cordillera, die Opfer von Viehdieben. Eine kriminelle Bande treibt dort ihr Unwesen. Mehr als 20 Rinder wurden in einem Monat gestohlen. Es sind keine großen Viehzüchter, die geschädigt werden. Sie sind kleine Erzeuger, die Rinder zum Melken oder zum Nebenerwerb für den eigenen Fleischkonsum halten.

Am 20. August spitze sich die Situation zu, als drei Rinder, darunter eine Kuh der Holländer Rasse, auf der Estancia von Ramon Ferreira in der Nacht geschlachtet wurden.

Die Viehdiebe ließen nur die Eingeweide zurück. Der Bürgermeister Juan Carlos Matto (ANR) verlangt nun von der Nationalpolizei eine bessere Kontrolle in den Abendstunden und eine gründliche Untersuchung, damit die Täter gefasst werden.

Gilberto Gauto, Leiter der Nationalpolizei in Cordillera, versprach, das Personal aufzustocken. Er fordert aber auch die Schaffung einer Einheit, die sich speziell mit dem Sektor von Viehdiebstählen befasst. Nur so können die Routen und Verteilerbereiche der Viehdiebe erforscht und aufgedeckt werden.

Ferreira und andere Betroffene in der Gegend von Atyrá zeigen solche Diebstähle schon gar nicht mehr an. Sie sind müde von der Tatenlosigkeit der Polizei und einer Untätigkeit der Justiz. Vielfach erhalten die Opfer aber auch Bedrohungen von den unbekannten Tätern.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Ein leidliches Thema in Paraguay: Viehdiebstähle

  1. Was soll eine Anzeige auch bringen?
    Damit die Polizei überhaupt kommt, muß man ihnen Geld bringen, um Sprit für ihren Streifenwagen zu kaufen.
    Dann kommen sie – vielleicht – und zertrampeln am Tatort alle Spuren.
    Dann darf man am nächsten Tag in der Comisaría vorbeikommen, wo die Anzeige in ein dickes Buch eingetragen wird.
    Und das wars dann.
    Mehr geschieht nicht.

    1. Dieter,TejuJagua sagt das was vielfach passiert. Beherrschen braucht er sich nicht
      Die andere Seite ist, den Diebstahl soll man anzeigen.
      Jede Anzeige im Dickenbuch/Diensttagebuch/Journal erhöht den Druck sich zu bewegen.
      Hier braucht sich kein klein Viehhalter etwas vor zu machen.Die Viehdiebstahle werden bei den kleinen weiter steigen.
      Die größeren Viehhalter haben Aufpasser/Wachleute teilweis sogar jetzt Sicherheitsdienstleister unter Vertrag.
      Die Teilen richtig aus, das wissen die Strolche.
      Also beklauen sie die Kleinen.

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