Ein nackter Überlebenskampf

Acahay: Er ist einer von noch 240 im Land. Die Ex Kämpfer des Chaco Krieges sind zähe Burschen, so wie Enrique Caballero, der 1915 geboren wurde. Seine Impressionen sind äußerst lesenswert.

Obwohl er schon alt ist, merkt man ihm es geistig nicht an. Beim Laufen sieht es schon anders aus, da braucht er einen Gehstock. Das Gehör verlässt ihn auch bald, aber noch geht es. Trotz all den kleinen Schwierigkeiten, die das Alter mit sich bringt, geht es ihm besser als seiner 3 Jahre jüngeren Frau. María Riveros (99), die er 1937 heiratete geht es gesundheitlich etwas schlechter als ihm. Mit ihr hatte er 11 Kinder, wovon 7 überlebten.

In der Kaserne von Campo Grande wurde er 1932 überrascht mit dem Kriegsbeginn. Er kämpfte in der Schlacht um Boquerón, welche am 9. September begann. „Wir verloren die Schlacht, weil wir in der Unterzahl waren aber dann reagierten wir und überrannten sie. Beendet war die Schlacht am 29. September 1932, heute vor 85 Jahren“, sagte Enrique Caballero.

Mitte 1934 wurde er in Cañada Strongest angeschossen. Ein junger Leutnant wurde tödlich getroffen, als er ihm aufhelfen wollte. Seine Kameraden ließen ihn liegen, da sie dachten er sei bereits tot. Schwer verletzt fanden ihn die Bolivianer, weil Fliegen um seine Wunden kreisten. Er wurde in ein bolivianisches Krankenhaus gebracht und 23 Tage behandelt. Als er entlassen wurde, dachte er Medikamente zu bekommen, doch das war nicht der Fall. Sie gaben ihm einen Meisel in die Hand und schickten ihn in einen Steinbruch. „Der Krieg war schon schwierig aber die Leiden als Kriegsgefangener waren noch viel schlimmer. Wir wurden gefoltert, hatten Läuse, Flöhe, Hunger und alles was man nicht haben wollte“, so Don Enrique.

In den schwierigsten Zeiten der Gefangenschaft mussten sie Hunde und Katzen essen, um nicht zu sterben. Obwohl es schon ober 80 Jahre her ist, erinnert er sich daran, dass Katze besser schmeckte als Hund.

Wochenblatt / Abc Color

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1 Kommentar zu “Ein nackter Überlebenskampf

  1. Aus den Erinnerungen meinen Eltern hat der ,,Dachhase “ besser geschmeckt , als der Hund .
    Leichter zu bekommen , weil Hunde wiederum bei den Asiaten sehr beliebt war .
    Manchmal wurde für die verrichtete Arbeit mit Hundefleisch oder Reis bezahlt. .
    Es war es für die Deutschen es ein Schöck diese Tiere essen zu müssen. Auch aus religiösen Gründen .
    Aber sie müssten den Kampf mit dem Hungertot gewinnen .

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