Ein neuer, fulminanter Skandal

Ciudad del Este: Unteroffizier Marco Verdún wird zum Judas. Er verrät ein Schema, wie seine Kollegen bis nach ganz oben monatlich Schweigegeld von Drogenschmugglern erhalten. Beweise in Form von Videos und Fotos existieren in ausreichender Form.

Polizist Marco Antonio Verdún Jara, Chef des Polizeipostens in der Kolonie Nueva Conquista im Distrikt Itakyry ließ auch andere an einer Methode teilhaben, die sonst nur zwischen Auftraggeber und Beschützer, das heißt zwischen Drogenproduzent und Polizist bleibt. Itakyry ist eines der hauptsächlichsten Zonen, in denen Marihuana angebaut wird.

In einer Sprachnachricht, die sich über soziale Netzwerke verbreitete kritisierte er seinen Kameraden Manuel Cantero, weil der dank einer Verschwörung sich seinen Posten ergatterte. Danach knöpft er sich die neuen Autoritäten des Departements Alto Paraná vor, die nach dem Prosegur Megaraub ihre Posten besetzten. Laut Verdúns Aussage hat der Polizeichef des Departements, Manuel Sosa ihm 4.000.000 Guaranies abgeknöpft damit er auf seinem Posten bleiben kann und schlussendlich wird er durch Cantero ersetzt.

Verdún enthüllt zudem, dass sein Kamerad Cantero jedem Polizeichef, dem der Investigationseinheit und der Drogenbekämpfungseinheit 50.000.000 Guaranies bezahlt hat. Verdún gibt jedoch auch zu 45.000.000 Guaranies behalten zu haben, da es für ihn gewesen wäre. Die Marihuana Produzenten der Zone überreichen immer den neuen Vertretern der Nationalpolizei großzügige Geschenke, um nicht gestört zu werden. Anscheinend war auch Verdún einer ihrer Helfer.

Der mittlerweile entlassene Marco Verdún ist der Bruder des Polizeichefs des Departements Amambay, Hauptkommissar Óscar Verdún. In der Sprachmitteilung rügte er seinen Bruder, da dieser nicht die Versetzung unterbunden hat.

Unteroffizier Verdún sagte weiter, dass er mit dem stellvertretenden Polizeikommandanten Generalkommissar Bartolomé Báez López darüber sprach und dieser keine Schuld an der Versetzung trage. Er versprach jedoch Verdún, dass er dem Polizeichef von Alto Paraná eine Anordnung gebe, damit ihm eine gute Stelle zu teil wird.

Als erste Maßnahme nach dem Fiasko ordnete der Generaldirektor für Ordnung und Sicherheit, Generalkommissar Luis Cantero, die Suspendierung des Polizeichefs von Alto Paraná, Hauptkommissar Manuel Sosa an, weil der Geld von dem Denunzianten annahm.

Ebenso wurde der Polizeichef des Departements Paraguarí, Hauptkommissar Juan Fernández von seinen Pflichten entbunden, da er noch vor kurzem in Alto Paraná den gleichen Posten inne hatte und 50.000.000 Guaranies von den Marihuana Produzenten bezahlt bekam. Ebenso traf es Kommissar Arsenio Correa, Chef der Investigationseinheit in Cordillera, der noch vor kurzem in Ciudad del Este tätig war und ebenso wie seine Kameraden 50.000.000 Guaranies von den Marihuana Produzenten annahm.

Der Regionalchef der Drogenbekämpfungseinheit in Alto Paraná, Kommissar Marcial López Palma, der Correa nach dem Prosegur Raubüberfall ersetzte wird ebenso untersucht. Auch er soll an Geld der Marihuana Produzenten gekommen sein.

Unteroffizier Marco Verdún wurde nach Asunción überstellt, um sich bei einer internen Ermittlung zu verantworten.

Wochenblatt / Abc Color

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7 Kommentare zu “Ein neuer, fulminanter Skandal

  1. Wenn Hollywood neuen Stoff für Filme braucht – in Paraguay werden sie fündig. Eine ganze Polizeiabteilung kassiert Gelder zur „Genehmigung“ des Drogentransportes. Wahnsinn.

    Wer kann sich dagegen stellen? In Hollywood könnte es ein One-Man-Action-Film a la Rambo oder Bruce Willis in Stirb langsam sein – alle nach und nach eliminieren bis zum Oberboss.

    In Paraguay existieren Gesetze offensichtlich nur, um Korruption zu fördern – anders ist mir diese „Ich mach was ich will“-Mentalität nicht zu erklären.

  2. Philipp man kann sie nicht alle eliminieren, das ist keiner mehr da.
    Mit einer Normalen Regierung bekommst du das Krebsgeschür nicht fort.
    Hier wird ein geläuter demokratischer Strossner gebraucht mit ausreichend Lagerkapatzität de den Abschaum der Beamtenwelt entsorgt. Herr Noske sagte vor langer Zeit:“Einer muss der Bluthund sein!“
    Lange wird der Unteroffizier nicht mehr hat zu viel gesagt was lange bekannt ist. Korupption pur.

  3. Um dieses GELD !,kann man viel anschaffen,aber keine „Steuerbehörde“ getraut sich
    diese Herrschaften zu befragen.Und deren Damen freuen sich über das was nun von solchen „Nehmern “ nach Hause geschafft wird. Neuer Hilux ,neues Haus,Schmuck,
    und vieles mehr.Na also ,und ,-Weiter gehts,bis in alle Zeiten.

  4. is et nicht immer und ueberall so, dat man der staatsmafia geld zahlt damit ihre gangs „policia“, „senad“ und wie sie alle heissen, einen in ruhe laesst? hier zahlen die produzenten/haendler von marihuana geld direkt an die gang, damit nicht alles an den bossen und verwaltung haengen bleibt, da isset klar dat der oberen schicht der mafia dat nicht passt…

  5. Da die Gehälter niemals ausreichen,um den Werbemedien,die sich unermüdlich
    um Kunden aller Art bemühen,wird mit aller Anstrengung versucht,sich dann diese Wünsche zu erfüllen.
    Marc Aurel sagte schon einst,-der Mensch begehrt was er sieht-,die Wünsche sind
    daher nicht im Zaum zu halten.
    Das Lohngefüge reicht daher niemals aus,-das Ergebniß zeigt,daß es sinnlos ist
    Korruption für immer auszulöschen.

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