Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

Asunción: Der Januar ist bei einigen Menschen ganz besonders beliebt, da in diesem Monat zuständige Richter nicht ansprechbar sind. Den Verurteilten für die Leerung der Itaipú Rentenkasse kam dies zugute.

Im Jahr 2015 wurden zehn Personen wegen der Leerung der Pensionskasse des zweistaatlichen Wasserkraftwerkes Itaipú verurteilt. Die Haftstrafen betrugen zwischen 3 und 14 Jahren. Darunter waren einige wichtige Menschen, die keine Chance hatten einer Verurteilung zu entgehen.

Im Januar dieses Jahres jedoch fand sich eine Richterin, die die letzten drei Inhaftierten, Víctor Daniel Bogado Núñez (Beitragsbild), Mariano Damián Escurra, mit 14 Jahren Haft und Walter Delgado Añazco mit 12 Jahren Haft rausholte.

Mit dem Argument alle drei hätten Eltern, die wegen ihres schlechten gesundheitlichen Zustandes Hilfe ihrer Kinder benötigten, entließ Übergangsrichterin Maria de Lourdes Scura Dendi die Männer in Freiheit. Kaum die Entlassungen unterzeichnet, reichte die Frau ihren Rücktritt als Richterin ein, was mehr als verdächtig ist, da sie etwa 58 Jahre alt sein dürfte und die Pension noch nicht auf sich warten lässt. Außerdem sind damit die horrenden Beitragseinzahlungen über 38 Jahre futsch. Da das Magistergericht (JEM) schnell merkte, dass hier eine Austausch von Gefallen durchgespielt wurde, akzeptierte man ihren Rücktritt vorerst nicht und untersucht sie stattdessen wegen ihrer Urteile, die den Verurteilten zwischen 5 und 6 Jahren Haft ersparten.

Der Onkel von entlassenen Víctor Daniel Bogado Núñez ist der Ex-Minister des Obersten Gerichtshofes Víctor Núñez.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

  1. Rechtssicherheit und Gerechtigkeit sind hier in Paraguay völliig illusorisch, man beachte dies bitte, falls man glaubt, sich hier mittels Anwalt recht zu verschaffen.
    Besonders bei deutschem Rechtsgefühl. Sowas macht nur Anwälte reich, also verklagen bitte unterlassen, nur so als Tip!

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