Ein schlechtes Beispiel

Luque: Óscar González Daher hat schon seit 2003 Probleme der Justiz. Doch er weiß sie zu lösen. Er schickt jedes Mal den Staatsanwalt in die Wüste und keiner stößt sich daran.

Im Jahr 2003 entdeckte man, dass Óscar González Daher, damals Präsident des Abgeordnetenhauses und Repräsentant im Richterrat (JEM), in einem gestohlenen Mercedes Benz unterwegs war, der geschmuggelt nach Paraguay kam. Staatsanwalt Alejandro Nissen bat Richter Pedro Darío Portillo den Antrag auf Aufhebung der Immunität zu enterzeichnen, der kurz darauf im Abgeordnetenhaus abgelehnt wurde. Kaum war die Abstimmung vorbei, und es vergingen nur Minuten, und schon war Alejandro Nissen kein Staatsanwalt mehr. Der Richterrat (JEM) entließ ihn.

Im Jahr 2010 wurde bekannt, dass Óscar González Daher, Eigentümer von rund 1.000 Grundstücken in der Stadt Luque nur 10 – 50% der Grundsteuer zahlt, die normalerweise fällig wäre. Ein familiäres Verhältnis mit dem Bürgermeister Raúl Karjallo (dessen Schwager) erlaubte ihm diese Ausnahme, die ganz besonders der Stadt schadete, da weniger Mittel für Instandhaltung zur Verfügung standen.

Im gleichen Jahr geriet Alelí Silva ins Visier der Staatsanwaltschaft, die mit Scheckkarten für 12 Geisterangestellte des Wahlgerichts (TSJE) Geld abhob. Sie war die Privatsekretärin des Senators. Da die 12 Personen nicht bettlägerig waren, kann man sich vorstellen wer die Gelder bekam. Staatsanwalt Eduardo Cazenave nahm die Untersuchungen auf. Als er aus den Weihnachtsferien wieder zurückkam, wurde ihm der Fall ohne Erklärung entzogen und nicht weiter verfolgt.

Auch bei den Stromrechnungen, die Óscar González Daher im Jahr 2015 in die Wohnhäuser flatterten, gab es trotz üppigem Verbrauch ein Limit, was nicht überschritten werden durfte. Es betrug 95.000 Guaranies pro Monat und Anschluss.

Ende 2017 wurden Gesprächsmitschnitte publik, in denen Óscar González Daher als Präsident des JEM seinen Einfluss geltend machte, um Urteile von Prozessen oder für ihn günstige Abkürzungen zu erreichen. Er wurde wegen “illegaler Einflussnahme, zuverlässig bewiesen“ angeklagt und musste wegen einer Mehrheitsentscheidung im Senat seinen Posten als Senator räumen. Da er jedoch weit vorn auf der Wahlliste stand und keiner ihn dazu bewegen konnte einen Schritt zur Seite zu gehen, wurde er wiedergewählt und steht erneut bereit dem Volk zu helfen, wo er nur kann.

Seit sieben Tagen demonstriert eine tagtäglich wachsende Gruppe für seinen Rücktritt, obwohl deren Fahrzeuge mutwillig von Gonzalez Daher’s Anhängern beschädigt werden.

Wochenblatt / Última Hora

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6 Kommentare zu “Ein schlechtes Beispiel

  1. Na ja auch Sr.Óscar González Daher kann ganz schnell in Ungnade fallen, das ist nur eine Frage der Zeit.
    Da findet sich noch viel mehr Dreck ihn sicher Verschwinden zu lassen.
    Der Sr.Ex Generalstaatsanwalt Javier Díaz Verón bekam bekam sehr schnell die „Kurve“.
    Angst hatte er keine, aber flinke Beine!
    Wenn es den Machterhalt oder der Machtsicherung erfordert wird schon mal ein „Fetter Brocken“ den Volkszorn geopfert. Besser einer wird gefressen als alle. Freiwillige vor! Perlen den Sauen vor die Füße werfen ist in!
    Die Kernbesetzung der neuen Regierung zeigt es schon, wie der Hase, wohin zu laufen hat!

  2. Ja das ist hier so es gibt stelln da sind 6 Hauser ohne zahler und das seit zig jahren die Ande kommt wenn strohm ausfall ist die arbriten und die die stromrechnungen austragen es passiert nix

  3. Der bezahlt ja monatlich weniger für Strom als ich, meine ist weit über 100.000 Gs. Denke aber, dass seine Bruchbude errichtet vom dipl. Maurer etwas üppiger ausgefallen ist als meine und sein Pool ein paar Kubikmeter mehr umwälzt als meiner.
    Schade, eigentlich gäbe es mächtigere Männer als der Herrn Daher einer ist, die ihn dorthin bringen könnte wo er hin gehört für ein paar Jahrzehnte, das war jetzt nach europäischen Maßstäben gerechnet, aber Herr Daher kann unmöglich für Jahrzehnte Präsident des Landes werden. Trotz herausragendem Leistungsausweis könnte er höchstens fünf Jahre dieses Pöstchen inne haben.

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