Ein solches Ende würde sich niemand wünschen

Asunción: Die geringe Menge an Lebendvieh in Brasilien, speziell dem Bundesstaat Mato Grosso del Sur, und die hohe Nachfrage nach Rindfleisch brachte drei Schlachthöfe dazu beim Landwirtschaftsministerium einen Zukauf zu beantragen.

Die fleischverarbeitenden Betriebe Naturafrig Alimentos, Marfrig und JBS aus dem Bundesstaat Mato Grosso del Sur stellten gestern offiziell beim Landwirtschaftsministerium einen Antrag um eine größere Menge lebendige Rinder zu kaufen, die sie dann nach Brasilien transportieren und da schlachten wollen. Da man aktuell in Brasilien die höchsten Preise für Rindfleisch bezahlt, kommt das den Züchtern entgegen, den paraguayischen Schlachthöfen hingegen nicht.

In Mato Grosso gibts fast keine Rinder mehr, weil die Schlachtbetriebe den Produzenten die Rentabilität nahmen und nun keinen Nachschub bekommen. Das Gleiche wird in Paraguay passieren, wenn die Schlachtbetriebe zu sehr ihre Macht ausspielen.

Wochenblatt / Última Hora

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1 Kommentar zu “Ein solches Ende würde sich niemand wünschen

  1. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Das passiert schon im Milchsektor im Chaco bei den Mennoniten.
    Die Chefetage der Molkereien schanzt sich Mordsgehaelter zu waehrend die Klein- bis Mittelstaendler stets am rande des Bankrotts dahintorkeln.
    Eigentlich ist es eher so dass Milchbetriebe nur noch von Paraguayern mit Grossfamilie rentabel betrieben werden koennen die gratis Arbeitskraefte haben.
    Erschreckend zu hoerwn dass es in dem sonst hochrentablen Fleischsektor in Brasilien so erging. Das zeigt wieder deutlich dass der Privatsektor keineswegs die Loesung der Probleme darstellt.
    JBS ist einer der 4 grossen Fleischriesen in den USA die auch innerhalb der USA die Viehzuechter in den Ruin treiben.
    Das brasilianische Fleisch ist exklusiv fuer den US Markt bestimmt und wird in den USA verarbeitet und bekommt da das Label Made in USA – oder wird gleich in Brasilien verarbeitet und nur in den USA dann mit dem amerikanischen Aufkleber versehen.
    Auch fuer Leder bekommt man in Paraguay schon lange nichts mehr als Viehzuechter bezahlt – mit der fadenscheinigen Ausrede der Fleischindustrie “es waere im Fleischpreis miteinbegriffen”.

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