Ein trauriges Schauspiel

Asunción: Sie ist eine begehrte Frucht, in Europa werden hohe Preise für die Mango bezahlt. Vielfach verwendbar, ob nur als Obst verzehrt oder zu Chutney verarbeitet. In der Hauptstadt landet die Frucht auf dem Müll.

In Asunción wurde mittlerweile sogar ein mobiles “Entsorgungsfahrzeug für Mangos“ eingeführt. Mehr als 120 Tonnen an Mangos wurden in den letzten drei Tagen eingesammelt. Rodrigo Velazquez, Direktor für die städtische Sauberkeit, erklärte, es sei ein kostenloser Abholservice eingerichtet worden. Die Bürger könnten anrufen, dann erfolge eine kostenlose Entsorgung.

Sogar am Heiligabend und Silvester wird der Service in drei Arbeitsschichten angeboten. Am 25. Dezember und am 1. Januar 2017 sind ebenfalls 500 Beamte für die Reinigung der Innenstadt und am Mercado 4 im Einsatz. Hier finden sich noch einige Anregungen wie die Mango vielseitig verwendet werden könnte.

Quelle: Hoy

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

8 Kommentare zu “Ein trauriges Schauspiel

  1. einfacher Trick den ich anwende:
    schlicht alle Blütenstände im Frühjahr abschneiden, das gibt massig kompostierbares Material und es kommen keine Mangos, denn diese stinken dann und locken Wespen an.

    1. Hallo Christian,
      so einfach scheint mir der Trick nicht. Wie will man alle Blütenstände an einem Baum von 8-10m abschneiden, das würde mich mal näher interessieren. Natürlich kann man mit der Motorsäge alle Äste kürzen, das geht mit Sicherheit, aber diese Methode ist wohl zu radikal.

      1. Einfach den Baum absägen und dann immer schön alles, was grün ist, wegkratzen.
        Wenn es paraguayische Mangos sind, dann kann ich dich verstehen. Sind es aber die Brasilianischen – die kann man wirklich gut nutzen, Marmelade, Chutney, Liköre, Obstwein, beim Grillen zum Steak usw. usw.
        Und wenn es denn noch zuviele sind, wenn Paraguayer davon eine Tüte voll geschenkt bekommen, freuen die sich ein Loch in den Bauch – meine Erfahrung zumindest.

        1. Ja, die großen, brasilianischen Mangos sind sehr begehrt, weil sie weniger Fasern habe, gibt es ja sogar im Supermarkt. Im Supermarkt habe ich aber noch nie die kleinen gesehen 🙂

  2. Paraguayos verzehren Obst hauptsaechlich in Form von „Liquado“, also als Milchshake weil sie scheinbar nicht wissen was man damit sonst noch machen kann. Laesst sich auch hervorragend u. A. zu Gemuese verarbeiten fuer z. B. Gemueseintopf etc. Man sollte allerdings sein Auto nicht unter einem schattenspendenden Mangobaum parken denn wenn so eine Frucht runterfaellt ist schnell das Dach eingebeult oder die Windschutzscheibe kaputt. Ansonsten bekommen diese Fruechte die frei rumlaufenden Kuehe nur es sind einfach zuviele Mangos, also landen sie auf dem Muell und viele Paraguayos leiden lieber Hunger als diese im Uebermass zu findende Frucht richtig zu verarbeiten. Ja, manchmal zu Marmelade oder Aehnliches. Wobei zu beachten ist der die paraguayischen Mangos etwas faserig sind, die brasilianischen Mangos sind angenehmer. Aber…..wat der Bauer nicht kennt dat frit er nicht….

  3. Ich glaube, die meisten pflanzen nur Mangobaeume, weil diese reichlich Schatten spenden. Die Frucht interessiert die meisten kaum.

    Ich selbst mag die paraguayische Mango nicht so sehr – ist mir zu faserig und etwas zu intensiv im Geschmack.

  4. Obwohl ich keinen Mangobaum im Patio habe (den hätte ich auch längst zersägt), lese ich jeden Tag die Mangos der Mongos zusammen und werfe sie den Kühen zum Mampfen.
    Bin schon auf die Mauer geklettert und habe abgeschnitten was ich an den zwei Bäumen erreichen konnte. Glücklicherweise – denn ich hatte dazu den Motoradhelm nicht aufgesetzt – kamen keine Steine geflogen, wurde dabei nur gescheit zugeschaut.
    Bei der Gelegenheit habe ich einem Nachbarn seine Termitenkolonie mit der Machete vom Baum geholt. Die haben sich ihr Nest längst wieder aufgebaut und nun wird wohl niemand mehr die Termiten stören, denn mir ist es zu blöd es nochmals zu tun und die Nachbarn haben keine Zeit um Mangobäume zu schneiden oder ihr Patio von Termiten zu säubern. Aber zum Terere-trinken haben sie glaub schon viel Zeit und wer weiß ob sogar ab und zu Mil vom Baum fällt.
    Ich habe mal bei meiner paraguay’schen Verwandschaft den Zitronenbaum, der über die Mauer wächst und die Stromleitung berührt, versucht zu schneiden. Da kam der Paragayo vom Terere aufgesprungen, frug mich, was ich da mache. Na, was wohl.
    Ja, das gehe jetzt aber nicht, er sei der einzige der das Recht dazu habe, das sei ein Baum, da habe es Früchte dran und die könne man essen.
    Na, da habe ich doch was gelernt: Was ein Baum ist, dass diese Früchte haben. Und die kann man sogar essen.
    Ok, Limon esse ich nicht so gerne. Jedenfalls sagte ich ihm, wenn er nebst Terere-trinken keine Zeit habe seinen Baum so zu schneiden, dass er nicht über die Mauer wachse, so hätte ich die Zeit. „Du bist ein Mal Educado“. „Ja, das stimmt, aber ich habe wenigstens Educación.“
    Er habe sich auch schon gefragt, was ich in Paraguay mache, ob ich überhaupt eine Cedula besäße und warum ich nicht wieder gehe. „Ja und du wirst alles roto flicken und die Milch wieder allmorgendlich wieder auf der Weide holen wenn solche wie ich wieder gehen?“ „Frau, wo ist meine Pistole“. „Musst du nicht Großmutti fragen, wo du deine Pistole verlegt hast? Willst du mich tatsächlich erschießen, weil ich deinen Baum geschnitten habe?“ „Komm her und ich hau dir eins“ „Ja, ok, moment“.
    Ich an meiner paraguay’schen Verwandschaft vorbei, die mir das Tor versperrte – dazu musste ich über das Geländer klettern – mit dem Hinweis, ich solle nicht sein Patio betreten. Ja, gute Idee.
    Also warte ich auf der Straße, ob der Bien educado auch auf die Straße kommen wird. Doch er kommt nicht, wahrscheinlich, weil ich ihm nicht den Rücken zugekehrt hatte oder er zuerst wegen der Pistole mit seiner Großmutter telefonieren musste.
    Nach fünf Minuten habe ich dann eingesehen, dass der bien educado nicht kommen wird und bin wieder gegangen. Vermutlich hat auch er eingesehen, dass er nebst Terere-trinken auch noch in sowas wie gekochtes Leder (Asado) oder Knochen mit ein wenig Fleisch dran (Puchero) beißen möchte und es doch lieber sein lassen mit dem Pastor Alemán (Deutscher Schäferhund).

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.