Ein wahrhaftiger Fortschritt

Asunción: Kritik ist wichtig, wenn sie angebracht ist, Lob genauso, wenn es etwas zu loben gibt. Heute kann man eine Entscheidung feiern, die die Parlamentarier versuchten zu verhindern.

Der Vorschlag aus dem Schoß des Mercosur, die Parlasur-Mitglieder nicht mehr zu wählen bringt einen enorme Ersparnis, da Entscheidungen des Parlasur niemals bindend waren und auch sonst die Mitglieder keine Daseinsberechtigung hatten. In Paraguay wurden sie nicht nur aufwendig gewählt, man stattete sie auch mit horrenden Löhnen aus und verlieh ihnen Immunität. Auch wenn man als Mercosur Abgeordneter sich auf dem Abstellgleis sah, so war es zumindest eine Möglichkeit ohne Arbeit und Verantwortung zu einem guten Lohn zu kommen.

Seit dem Jahr 2007 zahlte die man für Parlasur-Abgeordnete und deren Angestellten 45 Millionen US-Dollar ohne auch nur ein brauchbares Ergebnis dafür zu bekommen.

In den vergangene Tagen versuchten die Abgeordneten das Gesetzesprojekt zur Einstellung des Parlasur abzuweisen, scheiterten jedoch an einer legalen Hürde die Resolution allen Mitgliedern der Kammer zuzustellen. Präsident Abdo beschloss zusammen mit seinen Amtskollegen der anderen Mercosur Länder die Wahlen für ein neues Mercosur Parlament zu suspendieren.

Die Parlasur-Mitglieder in einem fiktiven Parlament ohne Befugnisse haben einmal monatlich eine Sitzung in Montevideo. Die Mitglieder aus Paraguay, insgesamt 18, verdienen trotz der geringen Arbeitslast 33 und 36 Millionen Guaranies pro Monat. Ihre Kollegen aus Argentinien, Uruguay und Brasilien bekommen keine Entlohnung dafür, weil dem Parlament die Beschlusskraft fehlt. Es werden höchstens Spesen übernommen.

Die Ersparnisse sollen laut Präsident Abdo Benítez in soziale Programme fließen.

Wochenblatt / Twitter

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3 Kommentare zu “Ein wahrhaftiger Fortschritt

  1. Ich lese nur heraus, dass die nächsten Wahlen bloss suspendiert werden. Was soll es da für grosse Einsparungen geben, wenn das Parlament weiter besteht? Eine grosse Einsparung wäre, dieses monströse Gehalt komplett zu streichen, meinetwegen können sie die Spesen dieser Pappansen zahlen, so wie die anderen Länder auch. Ist schon grotesk, dass ein Vierte-Welt Land wie Paraguay so ein Gehalt zahlt im Gegensatz zu Schwellenländer wie Argentinien, Brasilien und Uruguay.

  2. Wenn die Legislaturperiode abgelaufen ist und keine Nachfolger gewählt werden (so wie es alle Mitgliedsländer beschlossen haben) ist der Laden aufgelöst.

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