Ein weiteres Jahr verloren

Asunción: Brigitte Fuzellier, eine deutsche Unternehmerin und ehemalige Geschäftsführerin von Kolping Paraguay, erklärte bei einem Radiointerview, dass ein Richter die Verfahrensfristen überschreitet, um sie endgültig von allen Anklagepunkten freizusprechen.

Die Generalstaatsanwaltschaft gab unlängst bekannt, dass man keine Elemente finden konnte, um die Anklage wegen falscher Beschuldigung in einem Pressemedium aufrecht erhalten zu können, womit in einem Zeitraum von nicht weniger als 10 und nicht mehr als 20 Tagen dem stattgegeben werden muss.

Entgegengesetzt der paraguayischen Strafgesetzbuch en Artikel 352, rief Richter Alcides Corbeta am 23. Juli 2019 die Audienz für den 3. September ein, was weitaus mehr als 20 Tage sind. Als die Beklagte eine Verkürzung des Zeitraumes über ihren Anwalt einforderte, um im Ausland an Messen teilnehmen zu können, wird die Audienz sogar noch auf den 5. September verlegt.

„Ich verliere ein weiteres Jahr, was zu den 5 Jahren hinzukommt, die ich schon nicht ins Ausland reisen darf. Seit 6 Jahren darf ich als unschuldige Person nicht ins Ausland reisen“, sagte Brigitte Fuzellier abschließend bei dem Interview. Hören Sie hier das spanischsprachige Interview.

Wochenblatt / Radio 1000

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1 Kommentar zu “Ein weiteres Jahr verloren

  1. Ja, das kann einem im Paraguay passieren. Wenn man sich als Ausländer an hiesig Gesetze hält. Darum ist man als Ausländer sehr gut beraten dies auch zu tun. Sich den hiesig Sitten und Gebräuchen anzupassen kann juristisch dann doch sehr missraten werden. Schwenken Sie hierzulande also nicht zu sehr mit den Scheinchen, wenn Sie sich Ende August die 40 Euro für Plakette fürs Auto noch nicht haben zusammenkratzen können, man könnte auch hierzulande mal an den falschen Polizisten geraten.

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